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Sonne ins Leben Benachteiligter bringen

Der Pastoralraum Hürntal (Dagmersellen, Uffikon, Buchs) liess dieses Jahr bei der «Stiftung Villa Erica» in Nebikon für die Erstkommunion-Kinder Sonnen aus Holz anfertigen, welche die Kinder selbst verzieren konnten. | © 2017 Roberto Conciatori
Der Pastoralraum Hürntal (Dagmersellen, Uffikon, Buchs) liess dieses Jahr bei der «Stiftung Villa Erica» in Nebikon für die Erstkommunion-Kinder Sonnen aus Holz anfertigen, welche die Kinder selbst verzieren konnten. | © 2017 Roberto Conciatori

Die Kirche bringt auch Arbeit ins Dorf – in Luthern etwa jeden Tag für die Bewohnerinnen und Bewohner des Generationenhauses. Ein Beispiel von vielen, das Landeskirche und Bistumsregionalleitung zufrieden auf ihr Schwerpunktjahr zur Arbeitsintegration zurückblicken lässt.

60 000 Opferkerzen werden jedes Jahr im Wallfahrtsort Luthern Bad angezündet. Seit fünf Jahren lässt sie die Kirchgemeinde im Begegnungszentrum St. Ulrich in Luthern nachfüllen, einem Generationenhaus. Hier leben nebst betagten Menschen auch jüngere mit einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung. Das Cherzle gibt im Generationenhaus jeden Tag Arbeit für zusammen zehn Personen. «Es ist eine sinnvolle Tätigkeit mit Erfolgserlebnissen und der Tag erhält dadurch für die Frauen und Männer eine Struktur», sagt Zentrumsleiter Pius Burri. Kirchgemeindepräsident Ueli Portmann spricht von Wertschätzung und hebt hervor, dass mit dieser Auftragsvergabe zudem die Wertschöpfung im Tal bleibe. Das Generationenhaus arbeite nicht teurer als ein auswärtiger Dienstleister.

Feuer und Flamme für die Arbeitsintegration
«Mer send Füür ond Flamme», stand auf den 500-Franken-Gutscheinen, die Landeskirche und Bistumsregionalleitung im Mai für die Arbeitsintegration von Menschen mit einer Beeinträchtigung verschenkten (siehe Kasten). Neben Luthern haben bisher rund ein Dutzend weitere Kirchgemeinden und Pfarreien davon Gebrauch gemacht. Manche kamen so erstmals mit Einrichtungen wie der Gassechuchi oder dem Jugenddorf Knutwil in Kontakt, andere berücksichtigen schon lange solche Anbieter, etwa Dagmersellen mit der «Villa Erica» in Nebikon. «Es ist beeindruckend, wie viele Kirchgemeinden und Pfarreien schon selbstverständlich Dienstleistungen von sozialen Einrichtungen beziehen», sagt Synodalratspräsidentin Renata Asal-Steger. Dass es im zweiten Jahr des Schwerpunkts «Kirche – weitsichtig handeln» gelang, die vielfältigen Einrichtungen zur Arbeitsintegration bewusst zu machen, ist für Bischofsvikar Ruedi Heim ein Höhepunkt. Dies trifft auch für die Landeskirche selbst zu. Sie lässt neu zweimal jährlich ihr Kursprogramm von Mitarbeitenden der Stiftung Contenti versenden – vor Ort an ihrem Sitz am Abendweg 1 in Luzern.

Das Thema Ökologie hat es schwer
Durchzogen fällt die Bilanz anderseits für das erste Schwerpunktjahr 2016 aus, in dem es um ökologische Massnahmen ging. «Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass das Thema in vielen Kirchgemeinden nicht weit oben auf der Traktandenliste steht», stellt Synodalverwalter Edi Wigger fest. «Ökologische Themen haben es schwerer, auch wenn wir alle um deren Dringlichkeit wissen», fügt Renata Asal-Steger an.

Matthias Bättig, der das Projekt «Kirche – weitsichtig handeln» geleitet hat, gewinnt dem ersten Schwerpunktjahr trotzdem viel Gutes ab: «Wir konnten einige Massnahmen hier vor Ort erfolgreich umsetzen. Zudem sind wir bei uns am Abendweg viel sensibler geworden für das Thema geworden.» Unter anderem setzt die Landeskirche seit Mitte 2016 auf «Wasser für Wasser», versorgt sich ausschliesslich mit Ökostrom und hat auf Recyclingpapier umgestellt.

Dominik Thali

Zwei Bewohner und eine Bewohnerin des Begegnungszentrums St. Ulrich in Luthern beim «Cherzle»; sie reinigen und befüllen Opferkerzen-Behälter für die Wallfahrtskirche Luthernbad. | © 2017 Flavia Aregger

Gutscheine weiterhin gültig

Die Landeskirche hat den Luzerner Kirchgemeinden und Pfarreien im Mai einen Gutschein im Wert von 500 Franken geschenkt. Dieser kann weiterhin für das Angebot einer sozialen Einrichtung eingelöst werden, das der Arbeitsintegration von Menschen mit einer Benachteiligung dient. Damit will die Katholische Kirche im Kanton Luzern deren Einbezug in den Pfarreialltag fördern.

Auf www.lukath.ch/weitsichtig ist erklärt, wie und wo der Gutschein eingelöst werden kann. Antworten auf Fragen dazu gibts unter 041 419 48 24/25 oder kommunikation@lukath.ch