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Die Kirche schafft Erfolgserlebnisse

Agatha Stadelmann und Bruno Küng vom Personalverleih der Stiftung Brändi in Hochdorf im Einsatz in der Pfarrkirche Römerswil. | © 2017 Stiftung Brändi / Anja Wurm
Agatha Stadelmann und Bruno Küng vom Personalverleih der Stiftung Brändi in Hochdorf im Einsatz in der Pfarrkirche Römerswil. | © 2017 Stiftung Brändi / Anja Wurm

Die Mitarbeitenden aus dem Personalverleih der Stiftung Brändi erledigen Reinigungs- und Hauswartarbeiten. Sie sammeln dabei gute Erfahrungen im selbständigen Tun. Die Kirch­gemeinden können dies unterstützen. In Römerswil geschieht dies schon seit fünf Jahren.

Alle vierzehn Tage treffen sie ein in Römerswil: Die Mitarbeitenden des Personalverleihs der Stiftung Brändi. Mit einer Equipe von zwei bis drei Personen der Stiftung Brändi in Hochdorf erledigt Gruppenleiter Roger Bucher im Auftrag der Kirchgemeinde diverse Arbeiten im Innen- und im Aussenbereich. Dazu gehören hauswartliche Reinigungsarbeiten, das Abstauben der Kirchenbänke oder das Putzen der Büroräume im Pfarrhaus genauso wie vielfältige Aufgaben rund um den Garten: Wischen, jäten, den Rasen mähen oder Laub rechen im Herbst.

Seit 2012 arbeitet die Kirchgemeinde Römerswil mit der Stiftung Brändi in Hochdorf zusammen. Roger Bucher, der einen handwerklichen Beruf erlernt und ein Malergeschäft geführt hatte, bevor er 2010 nach einer sozialpädagogischen Ausbildung zum «Brändi» wechselte, blickt auf die Anfänge zurück: «Im Personalverleih war die Kirchgemeinde Römerswil unsere erste Auftraggeberin in der Region. Nach und nach konnten wir in den vergangenen Jahren diesen Bereich ausbauen, so dass nun auch weitere Firmen und Betriebe zu unseren Kunden zählen: Die Fensterfabrik 4B, Manor, die Kerzenfabrik Balthasar oder das Kulturzentrum Braui in Hochdorf.» Fünf Mitarbeitende der Stiftung Brändi in Hochdorf sind so zu rund 70 Prozent ausgelastet und arbeiten in diesem Pensum auswärts. Für grössere Aufträge können weitere Personen beigezogen werden.

Offene Kommunikation ist wichtig
Die Kontaktpersonen von Roger Bucher in Römerswil sind die beiden Sakristaninnen. Sie informieren ihn über die anstehenden Aufgaben. Auch mit Kirchmeierin Madeleine Strebel steht er in einem regelmässigen Austausch. «Gerade wenn mal etwas vergessen wird oder eine Arbeit nachgebessert werden muss, ist eine gute und offene Kommunikation wichtig», sagt Madeleine Strebel und meint weiter: «In der Pfarrei können wir sinnvolle Arbeiten anbieten, bei denen die Brändi-Mitarbeitenden ohne Druck und Stress positive Erfahrungen im ersten Arbeitsmarkt sammeln können. Dies ist eine Win-Win-Situation».

Arbeiten, die das Selbstvertrauen stärken
Roger Bucher unterstreicht dies: «Der Schritt vom geschützten Rahmen nach «draussen» ist eine Herausforderung und für viele verbunden mit grossem Respekt. Es ist dann jeweils für alle Beteiligten eine grosse Freude zu sehen, wie unsere Mitarbeitenden nach einer begleiteten Einführungszeit von zwei bis drei Einsätzen immer mehr Selbstsicherheit aufbauen und später die Aufgaben selbständig erledigen». Sollte es Unterstützung brauchen, ist Roger Bucher nicht weit: «Ich bin jeweils per Handy auf Abruf und in 20 Minuten vor Ort».

Was die Kosten betrifft: Die Stiftung Brändi arbeitet zu marktüblichen Preisen. Kirchmeierin Madeleien Strebel hält fest: «Wir listen die zu erledigenden Arbeiten jeweils auf und bezahlen pro Einsatz eine vereinbarte Pauschale. So können wir diese Ausgaben sehr gut budgetieren».mb

500-Franken-Gutscheine

Die Landeskirche hat den Luzerner Kirchgemeinden und Pfarreien einen Gutschein im Wert von 500 Franken geschenkt. Dieser kann für das Angebot einer sozialen Einrichtung eingelöst werden, das der Arbeitsintegration von Menschen mit einer Benachteiligung dient. Damit will die Landeskirche den Einbezug von solchen Menschen in den Pfarreialltag fördern.

Auf www.lukath.ch/weitsichtig ist erklärt, wie und wo der Gutschein eingelöst werden kann. Antworten auf Fragen dazu gibts unter 041 419 48 24/25 oder kommunikation@lukath.ch