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Akzente für ein Leben in Fülle – Zertifizierungsfeier für den heilpädagogischen Religionsunterricht

Glückliche Gesichter bei der Zertifizierungsfeier der Absolventinnen und des Absolventen der ökumenischen Zusatzausbildung hru in der Matthäuskirche Luzern. | © 2018 Gregor Gander
Glückliche Gesichter bei der Zertifizierungsfeier der Absolventinnen und des Absolventen der ökumenischen Zusatzausbildung hru in der Matthäuskirche Luzern. | © 2018 Gregor Gander

In einem festlichen Gottesdienst fand am 15. Juni 2018 die Zertifizierungsfeier für den heilpädagogischen Religionsunterricht hru in der Matthäuskirche, Luzern, statt. Nach eineinhalb Jahren Unterricht, Selbststudium und Gruppenarbeit schliessen 23 Frauen und ein Mann die ökumenische Zusatzausbildung erfolgreich ab.

«Ich vertraue, dass Gott in mir ist. Ich vertraue, dass meine Aufgabe heilig ist. Aus diesem Vertrauen lebe ich.» Die Gedanken aus Herman Hesses «Bäume» (hier nur ein kurzer Ausschnitt) gab Kursleiter Andreas Schindler den Auszubildenden vor 18 Monaten mit auf den Weg, mit den gleichen Gedanken schloss er bei den Präsentationen der Abschlussarbeiten der Zusatzausbildung hru in Luzern wieder ab. Sichtlich zufrieden mit den Leistungen und gemeisterten Hürden seiner Absolventinnen und seines Absolventen. Den Präsentationen im Haus St. Agnes folgte am Abend die Zertifizierungsfeier, die zu Beginn noch leicht nervöse Stimmung löste sich im Nu.

Erst die Arbeit

Sechs Gruppenarbeiten wurden vorgestellt, eine Teilnehmerin konnte mit einer Einzelarbeit den vorjährigen Kurs abschliessen. Die Themen reichten von der Ritualgestaltung über verschiedene Arten des Geschichtenerzählens bis hin zu Klangwelten im HRU. Gleich zu Beginn der Ausbildung wurden die Teilnehmenden in Gruppen zusammengewürfelt. Daraus entstanden sind praxisnahe Abschlussarbeiten, theoriegeleitet, aber mit einem spürbaren Prozess, der allein schon durch die Gruppenkonstellationen gegeben war – denn nicht nur inhaltlich, sondern auch örtlich mussten sich die Gruppen zusammenfinden, die Absolvierenden kommen aus allen Ecken der Schweiz, aus dem Kanton Luzern schloss heuer Christel Gysin aus Kriens die Zusatzausbildung ab. Fantasie und Organisationstalent waren also gefragt. Die Resultate und Rückmeldungen aus den Gruppen sprechen dafür, dass diese Herausforderung gelungen ist, sogar eigene Erwartungen übertroffen wurden.

Voraussetzung für die Zusatzausbildung, die vom Theologisch-parstoralen Bildungsinstitut der deutschschweizerischen Bistümer, kurz TBI, angeboten wird, ist eine theologische bzw. religionspädagogisch-katechetische Grundausbildung. Interessierte führen erst ein Eignungsgespräch mit der zuständigen, kirchlichen heilpädagogischen Beratungsstelle, im Kanton Luzern mit Yvonne Rihm von der röm.-kath. Landeskirche. Sie ist Katechetin HRU und Fachverantwortliche im Fachbereich Spezialseelsorge den Beratungsdienst für Religionsunterricht an Sonderschulen.

«Wir kommen heute nicht mehr darum herum, eine solche Zusatzausbildung anzubieten. Eigentlich sollte sie Normalität sein», sagt Rihm über das Angebot, das vor einigen Jahren noch weitgehend unbekannt war, in Zeiten von integrativer Sonderschulung jedoch nicht mehr wegzudenken sei. Die meisten Auszubildenden sind in heilpädagogischen Sonderschulen/Institutionen tätig, können aber auch den Religionsunterricht als Fachperson (IS) unterstützen.

Dann das Vergnügen

Vom Haus St. Agnes ging es nach einem Spaziergang in die Matthäuskirche über zum feierlichen Akt. In einem festlichen Gottesdienst fand dort die Zertifizierungsfeier statt. Kursleiter Andreas Schindler, Pfarrer Matthias Stauffer vom Religionspädagogischen Fachgremium der Evangelischen Kirchen Schweiz sowie Dorothee Foitzik vom TBI Zürich überreichten die Zertifikate an die Absolventinnen und den Absolventen und dankten den Kursreferenten und Praktikumsbegleitpersonen. In einer gemeinsamen Predigt zeigten die reformierte Pfarrerin Verena Sollberger und der katholische Theologe Gregor Gander anhand einer Erzählung aus dem Johannesevangelium, dass im Glauben nicht Schnelligkeit und Leistung zählt, sondern Offenheit und eine befreiende Leere den Zugang zum Glauben ermöglicht. «In dieser Leere ist das Leben in Fülle» – dies gelte besonders auch in der Vermittlungstätigkeit im heilpädagogischen Religionsunterricht.

Fleur Budry / Regina Hauenstein

Erfischend. Christine Gschwind, Gabriela Glos Studer, Nicole Germann und Manuela Huber präsentieren ihre Arbeit «Arche Noah – Vier mal anders» als kleine Inszenierung. | © 2018 Fleur Budry
Erfischend. Christine Gschwind, Gabriela Glos Studer, Nicole Germann und Manuela Huber präsentieren ihre Arbeit «Arche Noah – Vier mal anders» als kleine Inszenierung. | © 2018 Fleur Budry
Im HRU sollen beim Vermitteln immer mehrere Sinne angesprochen werden, um den Kindern und Jugendlichen verschiedene Zugänge zu ermöglichen. | © 2018 Fleur Budry
Im HRU sollen beim Vermitteln immer mehrere Sinne angesprochen werden, um den Kindern und Jugendlichen verschiedene Zugänge zu ermöglichen. | © 2018 Fleur Budry
Passend zu Hermann Hesses «Bäume» gestalteten die Absolvierenden für ihren Kursleiter einen Baum mit bunten Fingerabdrücken zum Abschluss. | © 2018 Fleur Budry
Passend zu Hermann Hesses «Bäume» gestalteten die Absolvierenden für ihren Kursleiter einen Baum mit bunten Fingerabdrücken zum Abschluss. | © 2018 Fleur Budry
Die Abschlussarbeiten der Zusatzausbildung hru 2017/18 – von Frederick über Psalm 23 bis zu Arche Noah. | © 2018 Fleur Budry
Die Abschlussarbeiten der Zusatzausbildung hru 2017/18 – von Frederick über Psalm 23 bis zu Arche Noah. | © 2018 Fleur Budry
Kursleiter Andreas Schindler bei den Präsentationen der Abschlussarbeiten, sichtlich zufrieden mit den Resultaten der Absolvierenden. | © 2018 Fleur Budry
Kursleiter Andreas Schindler bei den Präsentationen der Abschlussarbeiten, sichtlich zufrieden mit den Resultaten der Absolvierenden. | © 2018 Fleur Budry
Stimmig. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in der Matthäuskirche zeichnete Organist Daniel Fürer verantwortlich. | © 2018 Gregor Gander
Stimmig. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes in der Matthäuskirche zeichnete Organist Daniel Fürer verantwortlich. | © 2018 Gregor Gander
Glückliche Gesichter bei der Zertifizierungsfeier der Absolventinnen und des Absolventen der ökumenischen Zusatzausbildung hru in der Matthäuskirche Luzern. | © 2018 Gregor Gander
Glückliche Gesichter bei der Zertifizierungsfeier der Absolventinnen und des Absolventen der ökumenischen Zusatzausbildung hru in der Matthäuskirche Luzern. | © 2018 Gregor Gander

Anmeldung Zusatzausbildung hru 2019/20

Die nächste Zusatzausbildung hru beginnt am 20. Januar 2019 und dauert bis 19. Juni 2020.

In der Zusatzausbildung hru werden die erforderlichen Kompetenzen für das Erteilen von heilpädagogischem Religionsunterricht in separativen und integrativen Modellen vermittelt. Die Ausbildung bereitet sowohl auf einen ökumenischen als auch auf einen konfessionellen hru-Unterricht vor.

Anmeldung

TBI-Sekretariat
Daniela Furrer, hru-Ausbildung
Bederstrasse 76, Postfach
8027 Zürich
Tel. 044 525 05 43
daniela.furrer@tbi-zh.ch

Bitte benutzen Sie für die Anmeldung das Anmeldeformular auf der Webseite des TBI, drucken Sie es aus und senden es ausgefüllt ans TBI mit den detaillierten Angaben zu

  • Ihrer Schul- und Berufsausbildung
  • Ihrer theologischen, pädagogischen, religionspädagogisch-katechetischen Grundausbildung
  • Ihrer Unterrichtspraxis als Katechetin/Katechet, Religionslehrer/in usw.
  • Ihrer Praxistätigkeit mit Kindern/Jugendlichen mit einer Behinderung
  • Ihrer Motivation zur Teilnahme an der Zusatzausbildung hru

Weitere Informationen

Beratungsdienst für Religionsunterricht an Sonderschulen
yvonne.rihm@lukath.ch

Bitte nehmen Sie rechtzeitig Kontakt auf mit dem Beratungsdienst für den heilpädagogischen Religionsunterricht und legen Sie nach einem persönlichen Gespräch deren Empfehlung Ihrer Anmeldung bei.

Anmeldeschluss ist der 31. August 2018