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Die Luzerner Kirchgemeinden

Kirchenrätinnen und -räte müssen sich mit vielen Themen und Rechtsfragen befassen: Momentaufnahme aus einem Einführungskurs für neue Mitglieder am 15. September 2018 | © 2018 Roberto Conciatori
Kirchenrätinnen und -räte müssen sich mit vielen Themen und Rechtsfragen befassen: Momentaufnahme aus einem Einführungskurs für neue Mitglieder am 15. September 2018 | © 2018 Roberto Conciatori

Die 83 Kirchgemeinden ermöglichen die Seelsorge in den Luzerner Pfarreien. In Zusammenarbeit mit der Landeskirche und den pastoral Verantwortlichen setzen sie sich für eine lebendige Kirche ein.

In der Verfassung der Landeskirche heisst es: «Landeskirche und Kirchgemeinden besorgen die der kirchlichen Tätigkeit dienende öffentliche Verwaltung.» Und im Kirchgemeindegesetz: «Die Kirchgemeinden sorgen in ihrem Gemeindegebiet für die religiöse Betreuung der Katholikinnen und Katholiken.»

Die Kirchgemeinden regeln zum Beispiel das Dienstverhältnis mit dem Pfarrer oder der Gemeindeleitung und sind zuständig für die Anstellungen kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie schaffen die Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht, die kirchliche Jugendarbeit und Erwachsenenbildung sowie die Diakonie, und sie unterhalten die Gebäude, die es für das Pfarreileben braucht – von der Kirche bis zum Pfarreizentrum. Anstellungen eines Pfarrers oder einer Gemeindeleitung nehmen die Kirchgemeinden in Absprache mit den kirchlichen Verantwortlichen vor, also dem Bistum.

Mitgestalten, mitentscheiden

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, ziehen die Kirchgemeinden Steuern ein, sie verwalten ihr Vermögen und führen eine Verwaltung. Die Kirchenmitglieder können das kirchliche Leben mitgestalten. Einerseits, indem sie ein- oder zweimal jährlich an der Kirchgemeindeversammlung teilnehmen und hier über Wahl- und Sachgeschäfte entscheiden, anderseits, indem sie sich freiwillig oder ehrenamtlich in der Pfarrei einsetzen.

Die Kirchgemeinden werden von teilweise ehrenamtlich tätigen Kirchenrätinnen und -räten geführt, die das Volk alle vier Jahre wählt.

 KirchgemeindePräsidium
01Kirchenrat AdligenswilMonika Koller
02Kirchenrat Aesch-Mosen Erika Stadelmann
03Kirchenrat Altishofen-Nebikon Sylvia Kaufmann-Staffelbach
04Kirchenrat Ballwil Christoph Hug-Sticher
05Kirchenrat Beromünster Michael Egli
06Kirchenrat Buchrain-Perlen Peter Kaufmann
07Kirchenrat Büron-Schlierbach Roland Bucher-Kaufmann
08Kirchenrat Buttisholz Franz Geisseler-Jurt
09Kirchenrat Doppleschwand Armin Duss-Hunkeler
10Kirchenverwaltung Ebikon Urs Kaufmann
11Kirchenverwaltung Emmen Hermann Fries
12Kirchenrat Egolzwil-Wauwil Markus Fischer
13Kirchenrat Eich Armin Renggli
14Kirchenrat Entlebuch Pius Hofstetter
15Kirchenrat Eschenbach Urs Schumacher
16Kirchenrat Escholzmatt Harald Portmann
17Kirchenrat Ettiswil Peter Ziswiler-Theiler
18Kirchenrat Flühli Hans Schnider-Portmann
19Kirchenrat Geiss Karin Hocher-Buob
20Kirchenrat Geuensee Adrian Wismer
21Kirchenrat Gettnau Franz Meier-Dill
22Kirchenrat Greppen Leo Arnold
23Kirchenrat Grossdietwil Pius Lingg
24Kirchenrat Grosswangen Astrid Schwarzentruber
25Kirchenrat Hasle Bruno Bucher-Koch
26Kirchenrat Hellbühl Alois Muff
27Kirchenrat Hergiswil Albin Greber-Schwegler
28Kirchenrat Hildisrieden Fritz Amrein-Lüthy
29Kirchenrat Hitzkirch Ottilia Maria Scherer
30Kirchenverwaltung Hochdorf Pirmin Baggenstos-Göldi
31Kirchenrat Hohenrain Franz Erni-Kaufmann
32Kirchenrat HorwPräsidium vakant
33Kirchenrat Hürntal Marco Fellmann | Rita Staffelbach-Frei
34Kirchenrat Inwil Roland Birrer
35Kirchenrat Kleinwangen Pius Isenegger
36Kirchenrat Knutwil-St. Erhard Thomas Arnet
37Kirchenverwaltung Kriens Guido Estermann
38Kirchgemeinde LangnauPräsidium vakant
39Kirchenrat Littau Stefan Lingg
40Kirchenrat Luthern Ulrich Portmann-Studer
41Kirchenverwaltung Luzern Susanna Bertschmann-Schmid
42Kirchenrat Malters Reto Burkhardt-Troxler
43Kirchenrat Marbach Kurt Zihlmann
44Kirchenrat Meggen Rupert Lieb
45Kirchenrat Meierskappel Heidi Kundert-Süess
46Kirchenrat Menzberg Stefan Schärli
47Kirchenrat Menznau Erwin Pfyffer
48Kirchenrat MüswangenElmar Hürlimann
49Kirchenrat Neudorf Fritz Hüsler-Fleischli
50Kirchenrat Neuenkirch Beat Wolfisberg-Gassmann
51Kirchenrat Nottwil Franz Vogel-Grüter
52Kirchenrat Oberkirch Toni Gubitosa-Hunkeler
53Kirchenrat Pfaffnau Peter Portmann
54Kirchenrat Pfeffikon Stefan Schmid-Müller
55Kirchenrat Rain Ivo Bieri-Müller
56Kirchenrat Reiden Markus Husner-Bättig
57Kirchenrat Reussbühl Eligius Emmenegger
58Kirchenrat Richenthal Anton Häfliger
59Kirchenrat Rickenbach Erwin Schmidlin-Estermann
60Kirchenrat Römerswil Rita Amrein-Wallimann
61Kirchenrat Romoos-BrambodenMarie-Theres Dreyer-Scopel | Martin Wicki-Bütikofer
62Kirchenrat Root Peter Gürber
63Kirchenrat Rothenburg Andreas Borer
64Kirchenrat Ruswil André Graf
65Kirchenrat Schongau Bruno Kretz
66Kirchenrat Schötz-Ohmstal Stefan Wicki-Frey
67Kirchenrat Schüpfheim Luzia Felder-Schmid
68Kirchenrat Schwarzenbach Rolf Kunz-Roos
69Kirchenrat Schwarzenberg Josef Bühler
70Kirchenrat Sempach Josef Muff
71Kirchenrat Sörenberg Bruno Wicki
72Kirchenrat St. Urban Bernhard Minder
73Kirchenrat Sursee Anton Kaufmann
74Kirchenrat Triengen René Kaufmann
75Kirchenrat Udligenswil Karin Henseler
76Kirchenrat Ufhusen Claudia Schwegler-Bärtschi
77Kirchenrat Vitznau Walter Herger
78Kirchenrat Weggis Stefan Herger
79Kirchenrat Werthenstein René Egli-Husmann
80Kirchenrat Willisau Evelyne Huber-Affentranger
81Kirchgemeinde WinikonPräsidium vakant
82Kirchenrat Wolhusen Philipp Steffen
83Kirchenrat Zell Veronika Blum-Windlin
KirchenratPräsidium

Das Kirchgemeindegesetz

Die Aufgaben der Luzerner Kirchgemeinden sind im Kirchgemeindegesetz geregelt, das seit dem 1. Januar 2008 in Kraft ist. Darin heisst es unter anderem: «Die Kirchgemeinden sorgen in ihrem Gemeindegebiet für die religiöse Betreuung der Katholikinnen und Katholiken durch die römisch-katholische Kirche.» Sie ermöglichen also – in Zusammenarbeit mit den pastoral Verantwortlichen – die Seelsorge. Daneben haben die Kirchgemeinden eine Fülle von Verwaltungsaufgaben. Im wesentlichen umfasst dies das «Sicherstellen eines geordneten Finanzhaushaltes und der Finanzverwaltung», wie es im Gesetz heisst.

Die Kirchgemeinden erhielten 2008 aus zwei Gründen ein eigenes Gesetz: Einerseits waren sie im seit 2005 geltenden neuen Gemeindegesetz des Kantons nicht mehr geregelt. Anderseits wollte die Landeskirche alle Kirchgemeinden innerhalb einer bestimmten Bandbreite einheitlich regeln, Entwicklungen in Richtung auf die Einwohnergemeinden ermöglichen und neuere rechtsstaatliche Anforderungen berücksichtigen.

In Verband organisiert

Die Präsidentinnen und Präsidenten der Luzerner Kirchgemeinden sind in einem Verband organisiert, den zurzeit die Willisauer Kirchgemeindepräsidentin Evelyne Huber-Affentranger führt.