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Zehn Schritte | 4 – Pastoral der Präsenz

© 2021 Katholische Kirche im Kanton Luzern
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Pfarreileitungen fördern eine Pastoral der Präsenz und verzichten auf den Einsatz von Priestern ohne starken Bezug zur Pfarrei. Vor Ort wird eine vielfältige Kultur von Seelsorge, Wortgottesfeiern und anderen liturgischen Formen entwickelt.

Eine Pastoral der Präsenz orientiert sich an dem einen Namen Gottes, der übersetzt werden kann mit «Ich bin da». In den Interviews gab es einige Aussagen, dass in Zukunft die Nähe und die Beziehung in der Pastoral auf der Strecke bleiben könnte aufgrund der immer grösser werdenden Pastoralräume und des Personalmangels. Damit verbunden ist auch die Befürchtung, dass Seelsorgende zu reinen ManagerInnen werden. Beziehung und Nähe zu den Menschen sind wichtige Voraussetzungen für gelingende Seelsorge. Die Praxis, Priester für die Sakramentenspendung «einzufliegen» wird von Seelsorgenden und Gläubigen öfters als unbefriedigend erfahren: Zum Beispiel Krankensalbung durch einen Priester, der keinen persönlichen Bezug zum Gläubigen hat (zum Teil auch bei der Erstkommunion). Dies entspricht einem mechanistischen Sakramentenverständnis und wird oft so gehandhabt, um dem Kirchenrecht zu genügen.

Pfarreiseelsorgende – Frauen und Männer – erfahren sich als gleichwertig in der Pfarreiarbeit, wo Pfarreien auf den Einsatz auswärtiger Priester verzichten. Diese Pastoral der Präsenz und der Gleichwertigkeit soll nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein.