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Bettagsaktion 2021: ZuMUTungen mit LebensMUT begegnen

Kirchen und Kanton Luzern stellen dieses Jahr ihre Bettagsaktion unter das Motto «Mut». Solchen brauche es, um Herausforderungen wie der Corona-Pandemie zu begegnen, schreiben sie; sich gegenseitig Mut zu machen helfe, die Krise als Gemeinschaft zu bewältigen.

Am 19. September 2021 feiern wir, wie immer am dritten Sonntag in diesem Monat, den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag. Kirchen und Kanton Luzern stellen dieses Jahr ihre gemeinsame Aktion unter das Motto «Mut». MUT ist gefragt in dieser Zeit der Herausforde­rungen. Wie gehen wir mit diesen um? Was empfinden wir als Zu MUTung? Wo sind wir MUTlos, was verursacht ArMUT? Woraus schöpfen wir anderseits neuen LebensMUT? « Danke für Ihren MUT, Ihre Ausdauer und Ihre Zuversicht», heisst es dazu im Aufruf zum Bettag. Das Plakat lädt ein, weiter mit dem Wort MUT zu spielen.

Die drei Landeskirchen und die Regierung laden die Kirchgemeinden und Pfarreien ein, das Bettags-Motto «Mut» in die Gestaltung dieses Feiertags aufzunehmen. Sie haben den Bettagsaufruf gemeinsam verfasst. Auch dieses Jahr wird er von der Islamischen Gemeinde Luzern mitunterzeichnet.

Sechs Feiern, sechs Bäume

Die Landeskirchen wollten die öffentliche Feier zum Bettag, die sie vor einem Jahr in Willisau zu ihrem 50-Jahre-Jubiläum geplant hatten und wegen der Pandemie nicht durchführen konnten, eigentlich dieses Jahr nachholen. Die Corona-Schutzbestimmungen liessen es aber zum Zeitpunkt, als entschieden werden musste, immer noch nicht zu, ein Fest dieses Umfangs zu planen. Die Kirchen haben deshalb beschlossen, auf die Grossveranstaltung in Willisau ganz zu verzichten und stattdessen am 19. September zu sechs dezentralen kleineren Feiern einzuladen.

Die Idee: Reformator Martin Luther wird der Satz zugeschrieben: «Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.» Die Kirchen setzen deshalb in sechs Regionen des Kantons je einen Baum; für jedes der Jubiläums-Jahrzehnte und das kommende Jahrzehnt einen. Dies geschieht in ökumenischen Feiern, die vor Ort ohnehin stattfinden – und zwar in Luzern, Kriens, Wolhusen, Willisau, Sursee und Hochdorf. Eine Tafel neben den Bäumen wird an das Jubiläum erinnern.

Die sechs Pastoralräume/Pfarreien/Kirchgemeinden gestalten ihre Feiern wie gewohnt und in eigener Verantwortung. Sie stellen dabei aber das Motto «Mut» sowie das Pflanzen des Baums in den Mittelpunkt. Vertretungen der Landeskirchen werden an den Feiern teilnehmen und Grussworte ausrichten.

«Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben»: Dieser Satz aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser steht auf der Tafel, mit der die sechs Kirchenbäume beschriftet werden. | © 2021 Dominik Thali

Gemeinsame Aktion zum Bettag seit 2009

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag wird seit 1848 in allen Kantonen jeweils am dritten Sonntag im September gefeiert. Obwohl der Bettag an Bedeutung verloren hat und nicht mehr alle Kantonsregierungen eigene Bettagsworte herausgeben oder sich an solchen beteiligen, hat ein staatlicher, über Konfessionsgrenzen reichender Feiertag bis heute seinen Sinn nicht verloren. Im Kanton Luzern gilt der Bettag weiterhin als Hoher Feiertag, in einer Reihe mit dem Karfreitag, dem Ostersonntag oder dem Weihnachtstag.

Die drei Luzerner Landeskirchen und der Kanton treten seit 2009 mit einer Aktion zum Bettag an die Öffentlichkeit. Daran beteiligt sich jeweils auch die Islamische Gemeinde Luzern. Die Aktion soll dazu beitragen, dass der Bettag von der Bevölkerung unseres Kantons wahrgenommen wird und zum Nachdenken anregt.


Materialien zum Download

Über diese Links können Sie den Bettagsaufruf sowie das Bettagsplakat als PDF in Druckauflösung und JPG herunterladen.