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Seelsorge in der Pfarrei und im Pastoralraum

Seelsorge ist Leben. Der Hochdorfer Pfarrer Roland Häfliger an einer Tauffeier. | © 2012 Dominik Thali
Seelsorge ist Leben. Der Hochdorfer Pfarrer Roland Häfliger an einer Tauffeier. | © 2012 Dominik Thali

Das kirchliche Leben findet zur Hauptsache in den insgesamt 100 Pfarreien des Bistumskantons Luzern statt. Sie setzen in den Pastoralräumen, zu denen sie sich nach und nach verbinden, ihre je eigenen Schwerpunkte in der Seelsorge. Gottesdienst feiern, Sakramentenspendung, Jugend- und Seniorenarbeit, Hilfe für Benachteiligte – dafür sind die Pfarreien verantwortlich. Ermöglicht wird diese Seelsorge, durch die Kirchgemeinden, die als öffentlich-rechtliche Körperschaften Steuern einziehen können.

Seelsorge und Beratung sind zentrale Handlungsfelder der Kirche. In ihnen wird der Sinn der Kirche direkt greifbar. In der Begegnung mit den kirchlichen Diensten der Seelsorge, Begleitung und Beratung erfahren die Menschen, wozu die Kirche da ist und warum es sie überhaupt gibt. (zitiert nach katholisch.de). Diese Handlungsfelder lassen gliedern gemäss den vier sich nach den vier Grundvollzügen der Kirche, ihren Hauptaufträgen:

  • Zeugnis (griechisch: Martyria): Zeugnis, Verkündung und Verbreitung des Evangeliums
  • Liturgie (Leiturgia): Gottesdienst, gemeinsames Gebet, insbesondere Feier der Eucharistie
  • Diakonie (Diakonia): Dienst an den Menschen, Linderung von Not und Armut, sowohl vor Ort wie in der Welt
  • Gemeinschaft (griechisch: Koinonia, lateinisch: Communio): das Miteinander von Christinnen und Christen

Das Bistum Basel hat mit dem Pastoralen Entwicklungsplan (PEP) vier pastorale Schwerpunkte gesetzt; diese sollen die Seelsorge in den Pastoralräumen prägen:

  • Diakonie: Die Sendung zum Dienst am Reich Gottes vor Ort umsetzen und strukturell verankern
  • Glaubensbildung Erwachsener: Erwachsene biographie- und situationsbezogen ansprechen, im Leben und Glauben begleiten, stärken und bilden
  • Initiationssakramente: Die Pastoral der Initiationssakramente für Kinder und Jugendliche mystagogisch und katechumenal gestalten «Gemeinschaftsbildung» Gemeinschaften des Glaubens entwickeln, bilden und vernetzen.
  • Gemeinschaftsbildung: Gemeinschaften des Glaubens entwickeln, bilden und vernetzen

Der Grundvollzug Diakonie hat dabei Priorität. «Uns in die Sorge Gottes für die Welt hinein nehmen lassen»: So fasst der Leitsatz 3 des PEP die Ausrichtung des Wirkens der Kirche zusammen. Er lenkt den Blick auf die diakonische Sendung, die immer wieder neu und kreativ zu erfüllen ist. Die biblische Botschaft mit ihrer Option für die Armen, Ausgegrenzten und Bedrängten aller Art ist für die Kirche in unserem materiell reichen Land eine ständige Herausforderung. Pastoralräume und Pfarreien benötigen ein erkennbares diakonisches Profil. Pastorale Mitarbeitende und Sozialarbeiterinnen/Sozialarbeiter sowie Freiwillige tragen und gestalten entsprechende Angebote.

Der PEP knüpft damit an den Pastoralen Orientierungsrahmen Luzern an, den POL. Der Grundlagenbericht dafür wurde 1998 veröffentlicht; aus den darin benannten acht «Problemfeldern» entstanden acht «Leitsätze» und ein Aktionsplan, der in den folgenden Jahren umgesetzt wurde. Bereits der POL legte besonderes Gewicht auf die Diakonie. «Wir wollen eine Neubesinnung auf den diakonischen Auftrag der kirchlichen Gemeinschaft vorantreiben», heisst es darin in Leitsatz 4. Und in Leitsatz 5: «Wir wollen eine Kirche leben, die auf die Menschen zugeht, (…) die nicht nur darauf wartet, bis die Menschen zu ihr kommen.»

Pastoralräume entstehen

In der Seelsorge spielt der Pastorale Entwicklungsplan des Bistums Basel (PEP) eine wichtige Rolle. Der PEP wurde Ende 2006 vorgestellt und ist im Kanton Luzern das Nachfolgeprojekt des Pastoralen Orientierungsrahmens Luzern, des POL. Vorgesehen ist, bis Ende 2016 die 100 Pfarreien zu 26 Pastoralräumen zu verbinden. Der erste Pastoralraum entstand Anfang 2009 (Luzern).

Der PEP auf der Website des Bistums

Das Pfarramt…

…Ihrer Wohngemeinde und nicht die Landeskirche ist Ihre erste Anlaufstelle, wenn Sie eine Anliegen haben, das die Seelsorge betrifft. Ob Sie Ihr Kind taufen lassen oder kirchlich heiraten wollen, in einem Todesfall, wenn Sie ein persönliches Anliegen mit einem Seelsorger/einer Seelsorgerin besprechen oder eine Anregung machen möchten: Das Pfarramt ihrer Wohngemeinde oder eines in Ihrem Pastoralraum hilft Ihnen  gerne weiter.

Die Übersicht über alle Pfarreien finden Sie hier.