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Was machen die Religionen bloss mit den Menschenrechten?

Medienmitteilung
30 Jahre aufbruch – unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft

Der aufbruch wird 30. Dieses Jubiläum feiert die unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft am 25. Juni 2019, 18.15 Uhr mit einem Podium in Luzern. Im Pfarreizentrum St. Karli diskutieren der Sozialethiker Peter G. Kirchschläger und die Islamwissenschafterin Rifa´at Lenzin: Was machen die Religionen bloss mit den Menschenrechten? 

Es geht um die Menschenrechte in ihrer Beziehung zur Religion. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die die UNO 1948 unter dem Eindruck der Katastrophe des 2. Weltkriegs formulierte, erhebt den Anspruch, verbindlich für alle Kulturen der Welt zu sein und damit einen ethischen Minimalkonsens zu definieren. Die Religionen hingegen berufen sich auf Gott und die göttlichen Rechte, also auf Gottes eigene Rechte. Daraus leiten sich die Rechte und Verpflichtungen des Menschen ab, wie etwa die 10 Gebote. Wie sieht das Verhältnis von Gottesrecht und Menschenrecht aus? Wie können Menschenrechte religiös begründet werden angesichts der nicht umgesetzten Gleichberechtigung der Geschlechter zum Beispiel in der katholischen Kirche? Lässt sich das Verbot der Frauenpriesterweihe aufrechterhalten? Darf der Staat einfach wegschauen, obwohl er verpflichtet ist, die Menschenrechtscharta umzusetzen?

Peter G. Kirchschläger sieht den Staat in der Pflicht. Zurecht? Die Islam-Expertin Rifa´at Lenzin vertritt eine andere Position: Eine islamische Begründung für die Menschenrechte sei nicht einfach. Dahinter stehe grundsätzliches Misstrauen der islamischen Welt gegenüber den Staaten, die sich damals für Menschenrechte stark gemacht hatten, aber in der Praxis ganz anders handelten. Die Spannung ist mit Händen zu greifen. Die drängenden Fragen diskutieren wir am 25. Juni 2019, 18.30 Uhr im Pfarreizentrum St. Karli in Luzern.

Im Jahr 1989 wurde der aufbruch als Reaktion auf den damaligen Churer Bischof Wolfgang Haas von Reformkatholiken gegründet. In den vergangenen dreissig Jahren hat er sich zu einem ökumenisch offenen und anderen Religionen gegenüber aufgeschlossenen Magazin entwickelt, welches religiöse, ökologische, ökonomische, politische und gesellschaftliche Aufbrüche anstösst, beschreibt und unterstützt.