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«D’Anouk esch e Schlampe ond de Tim schtenkt!» – Cybermobbing | via ZOOM

Mit Hilfe von digitalen Medien können beleidigende und verletzende Texte, Bilder und Videos schnell und formlos veröffentlicht werden. Möchte man unüberlegt Veröffentlichtes wieder Löschen, wird erst klar, dass das nicht mehr möglich ist. Es ist deshalb äusserst wichtig, dass die Jugendlichen besser unterstützt und gut begleitet werden.

Zielgruppen

  • Katechetinnen und Katecheten
  • Jugendarbeitende
  • Theologinnen und Theologen
  • Lehrpersonen
  • Kirchliche Behördenmitglieder
  • Freiwillige in der Pastoral

Lerninhalte
Was ist Mobbing? Was ist bei Cybermobbing anders? Welches sind Ursachen von Cybermobbing? Welche Präventions- und Interventionsmassnahmen gibt es?

Lernziele
Mobbing als Bestandteil und Herausforderung unserer Gesellschaft begreifen.
Möglichkeiten der Prävention und Intervention kennenlernen.

Methoden
Abwechselnd Inputphasen, Diskussion im Plenum und Einzel-/Kleingruppenarbeit.

Kursleitung
Urs Utzinger, Sekundarlehrer und Dozent Medienpädagogik. 30-jährige Erfahrung mit digitalen Medien auf Primar-, Sekundar- und Hochschulstufe (PH Luzern, Uni Zürich)

Datum & Zeit
Dienstag, 4. Mai 2021
18.15 – 21.15 Uhr

Ort
Der Kurs wird online über Zoom durchgeführt; die Teilnehmenden erhalten den Link per E-Mail.

Kosten
Fr. 50.-

Es gelten die Richtlinien für Kurse und Veranstaltungen der Landeskirche. Teilnehmende, die in einem anderen Kanton arbeiten, zahlen einen Aufpreis.

Anmeldung
bis 18. April 2021


Drei Fragen an Kursleiter Urs Utzinger

Wen trifft Cybermobbing?
Urs Utzinger: Jede und jeden. Der wichtigste Grund dafür scheint mir die fehlende Begleitung der Gesellschaft, insbesondere der Jugendlichen im Bereich der digitalen Medien: Vieles ist niederschwellig möglich, und oft fehlt das Wissen, dass einmal Veröffentlichtes nie mehr sicher gelöscht werden kann.

Ist die Hemmschwelle im Netz tiefer?
Verletzen, andere heruntermachen, hat meistens das Ziel, eigene Schwächen zu verdecken, andere kleinzumachen, um selber grösser zu erscheinen. Was mitspielt: Im Fernsehen gibt es vermehrt Formate, deren Konzept auf dem Heruntermachen von Personen beruht. Vielen Jugendlichen fehlt das Verständnis dafür, dass das, was dort lustig und erstrebenswert ist, privat verboten sein soll.

Weshalb braucht es dazu einen Kurs im kirchlichen Kontext?
Jugendlich zu begleiten ist eine Aufgabe von allen, die an der Erziehung beteiligt sind. Dazu gehören neben Eltern, Lehrerinnen und Lehrern zum Beispiel auch Religionslehrpersonen. Sie müssen ebenso kompetent sein in solchen Fragen.

Was ist das Wichtigste?
Im Grundsatz ist bereits etwas schief gelaufen, wenn eine Intervention nötig ist. Deshalb ist die Prävention das wichtigste (und auch am meisten unterschätzte) Instrument. Es muss gelingen, die Jugendlichen präventiv zu «bilden», so dass im Idealfall keine Intervention nötig ist.