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Zum Apéro Most statt Orangensaft

Beides schmeckt. Aber Apfelsaft  liegt uns buchstäblich näher als Orangensaft. | CC0 2017 publicdomainpictures.net/George Hodan
Beides schmeckt. Aber Apfelsaft liegt uns buchstäblich näher als Orangensaft. | CC0 2017 publicdomainpictures.net/George Hodan

Was steht auf dem Apérotisch in ihrer Pfarrei? Häufig schenken wir für jene, die weder Weissen noch Sprudel mögen, Orangensaft aus. Ein gesunder Vitaminspender ist dies zwar – aber er hat, bis wir ihn hier trinken, viel Wasser und Schiffsdiesel verbraucht. Dabei gibts (nicht nur) im Obstkanton Luzern doch jenen Saft, der schon unserer Urahnen Durst gelöscht hat: Most. Äpfel und Birnen wachsen vor unserer Haustür. Und wer will, dass unsere Bauern weiterhin jene Hochstamm-Gärten pflegen, über deren Bluescht wir uns im Frühling doch freuen, muss sich zum Most-trinken (oder zumindest kredenzen) geradezu verpflichtet sehen.

Sowieso: Der einheimische Obstsaft passt einfach besser zu den einheimischen Häppchen, die wir an den Pfarreiapéros doch gerne servieren. Es gibt – aus dem Seetal – Most übrigens auch als Cidre. Eine erfrischende Alternative zum Weisswein. Solchen schenken wir natürlich weiterhin gerne ein. Vorzugsweise von Luzerner Reben. In Sachen Säfte sind wir ein süffiger Kanton.

Dominik Thali

Der Autor ist Leiter des Fachbereichs Kommunikation der Landeskirche.