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Eine sonnige Luzerner Landeswallfahrt zur Gottesmutter – auch zu Fuss und mit dem Velo

Die Fusspilger am Samstag kurz nach Sattel, auf dem Weg zur Kapelle St. Jost. | © 2018 Benedikt Troxler
Die Fusspilger am Samstag kurz nach Sattel, auf dem Weg zur Kapelle St. Jost. | © 2018 Benedikt Troxler

Sonne sondergleichen und in jeglicher Hinsicht dieses Jahr an der Luzerner Landeswallfahrt nach Einsiedeln: Um die 150 Personen machten sich am vergangenen Samstag (12. Mai) zu Fuss auf den Weg, knapp 30 mit dem Velo. Und am Sonntag, am offiziellen Wallfahrtstag, liess sich eine grosse Zahl Besucherinnen und Besucher vom grossen Programm für Geist, Seele und Körper begeistern. Besonders die Frauen und Mütter.

Kein Tropfen Regen, Kurze-Hosen-Wetter den ganzen Tag: Das hatte es schon lange nicht mehr an der Fuss- und Velowallfahrt gegeben. Dazu passte, dass es, abgesehen von ein paar Blatern (bei den Fusspilgern) und einem Plattfuss (bei den Velofahrern), keine Zwischenfälle gab und die Pilgerschar zwischen fünf und sechs am Abend gutgelaunt im Klosterdorf eintraf. «S hend eifach all Fröid», bilanzierte ein Pilger älteren Semesters beim Bier im «Drei Könige», wo man sich nach erbrachter Leistung trifft, plaudert und das Beisammensein anstösst. Mit auf den Weg gemacht hatten sich heuer auch Regierungsrat Reto Wyss und Bischofsvikar Hanspeter Wasmer. Die Fusswallfahrt ist rund 45 Kilometer lang, die Veloroute (über die Iberegeregg) misst 75 Kilometer. Das Dekanat Luzern-Habsburg, das dieses Jahr die Feiern vom Sonntag mitgestaltete, stärkte die Wanderer in Küssnacht bei einem Kaffeehalt.

Das gemeinsame, gemächliche Unterwegs-sein wird seit 2001, seit es die Fusswallfahrt gibt, geschätzt.  «Wir passen das Tempo beim Gehen an, üben unterwegs die Lieder für das Abendgebet in Einsiedeln und haben dabei wunderbar Zeit, uns auszutauschen», sagt Synodalverwalter Edi Wigger gegenüber der «Luzerner Zeitung». Das bestätigt auch Hubert Aregger, Präsident des Vereins der Luzerner Wallfahrt: «Man erhält während unserer Reise viele Gelegenheiten für Begegnungen mit Freunden. Es entstehen auch immer wieder neue Bekanntschaften.»

Politprominzenz und viel Musik

Der Sonntag ist jeweils der offizielle Wallfahrtstag, an dem die Luzerner Regierung mit einer Delegation teilnimmt. Dieses Jahr bestand diese aus Kantonsratspräsidentin Vroni Thalmann (Flühli) und Regierungspräsident Guido Graf (Pfaffnau), begleitet von Standesweibelin Anita Imfeld. Der Tag beginnt mit dem Konventamt in der Klosterkirche, auf das ein Apéro folgt, zu dem die Landeskirche einlädt. Das Kloster lädt anschliessend die Gäste aus Politik und Kirchenführung zum Mittagessen ein. Um 14 Uhr schliesslich setzt die Pilgerandacht, geleitet von Domherr und Pilgerführer Markus Thürig, den Schlusspunkt. Die musikalische Unterstützung aus dem Kanton Luzern am Wallfahrtssonntag war heuer so gross wie noch nie und über 120 Personen stark. Im Amt sang ein Projektchor aus dem Rontal, in der Andacht der Männerchor Meggen, begleitet von Organist Wolfgang Sieber. Während des Apéros schliesslich sorgte die Bourbon Street Jazz Band (mit dem Megger Gemeindepräsidenten Urs Brücker) für schmissige Töne.

Ein Extra gab es an diesem Sonntag – am Muttertag – für alle Frauen und Mütter, die an der Wallfahrt teilnahmen: Das Dekanat Habsburg lud sie zum Mittagessen ein. Eine noble Geste, die zahlreich genutzt wurde.

 

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2018 am 4./5. Mai

Die Luzerner Landeswallfahrt nach Einsiedeln 2019 findet am Wochenende vom 4./5. Mai statt. Das erste Mai-Wochenende ist der übliche Termin für diesen Anlass; heuer fand die Wallfahrt eine Woche später statt, da der Kanton Luzern am 6. Mai Gast an der Vereidigung der Schweizer Gardisten in Rom war.