Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Von Gott geleitet und begleitet – weiterer Kapellenweg im Kanton Luzern

Zwei der aktuell neun Kirchen und Kapellen des Kapellenwegs im Seetal: die Kapelle auf Schloss Heidegg und die Kapelle Maria zum Schnee im Ibenmoos. | © 2019 Benedikt Troxler
Zwei der aktuell neun Kirchen und Kapellen des Kapellenwegs im Seetal: die Kapelle auf Schloss Heidegg und die Kapelle Maria zum Schnee im Ibenmoos. | © 2019 Benedikt Troxler

Im Kanton Luzern gibt es zahllose Kapellen am Wegrand – Zeugen alten und fortbestehenden Volksglaubens. Im Seetal entsteht ein dritter Themenweg, der solche Orte der Einkehr unterwegs verbindet.

Zusammengeführt werden dort bis jetzt neun Kapellen und Kirchen:

  1. Klosterkirche Baldegg
  2. Kapelle Maria zum Schnee, Ibenmoos, Kleinwangen
  3. Kapelle St. Wendelin Lieli
  4. Kapelle St. Karl Borromäus, Schloss Heidegg
  5. Pfarrkirche und Marienkapelle Hitzkirch
  6. Kapelle Maria Königin des Friedens, Hämikon
  7. Kapelle zur Heiligen Familie, Altwis
  8. Kapelle St. Jakobus, Ermensee
  9. Kapelle St. Laurentius, Richensee

«Auch bei uns stehen viele schöne Kapellen und Kirchen, die tagsüber offen sind», sagt Pius Egli (Altwis). Diese könnte man doch mit einem Weg verbinden, fand eine Gruppe Gleichgesinnter im Frühling. Und gründete Anfang September einen Verein, der «die Planung für den Weg in den nächsten Monaten vorantreiben und die notwendigen Mittel über eine Sammlung beschaffen wird», wie es in einer Mitteilung heisst. Ziel ist, den Weg anlässlich der «Langen Nacht der Kirchen» am 5. Juni 2020 zu eröffnen. Den Verein präsidiert Ferdi Theiler (Hitzkirch), neben ihm und Pius Egli arbeitet Claudia Wedekind (Ermensee) im Vorstand mit.

Menschen und Gott mitgeteilt
Der «Kapellenweg im Seetal» wird der dritte im Kanton Luzern sein. Im Rottal verbindet ein solcher Weg 17 Kirchen und Kapellen. Er beginnt bei der Pfarrkirche Hellbühl und führt entlang der alten Landstrasse durchs Rottal bis Ettiswil. «Auf deren Pfaden […] nahmen Personen und Waren, Wissen und Informationen ihren Lauf und Gang», heisst es im Prospekt zu dem Weg. «Geld und Gut, Freud und Leid seien einst hier transportiert, «ausgetauscht und Menschen und Gott mitgeteilt» worden. Die Gotteshäuser seien «beredte Zeugnisse gelebter Kultur» und «Quellen von Kraft und neuem Mut».

Der zweite Luzerner Kapellenweg verbindet im Pfaffnerntal, im Dreieck Pfaffnau-St. Urban-Roggliswil acht alte und neue Kapellen. Start und Ziel des ausgeschilderten Wegs befinden sich in Pfaffnau.

«Sakrallandschaft Innerschweiz» kümmert sich
Kapellenwege sind Pilgerwege durch den Alltag, die nicht nur zum Gedankengang einladen, sondern auch die zahlreichen und mitunter abseits gelegenen Sakralbauten auf der Landschaft einem breiten Publikum bekannter machen wollen. Dieses Ziel verfolgt auch der 2014 gegründet Verein «Sakrallandschaft Innerschweiz», der in der Region unter anderem einige «Himmlische Pfade» markiert hat. Diese laden ein, Sehenswürdigkeiten der sakralen Bauten zu entdecken sowie kulturelle und kulinarische Erfahrungen zu machen.