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Austauschabend zu «Integration und Migration»: vielfältiges Engagement wird sichtbar

Vom grossen Aufmarsch an Teilnehmenden waren die Organisatoren des Austauschabends überwältigt. | © 2016 Gregor Gander
Vom grossen Aufmarsch an Teilnehmenden waren die Organisatoren des Austauschabends überwältigt. | © 2016 Gregor Gander

Welchen Beitrag können wir als Gemeinden, Kirchen zur Förderung der Integration leisten? – Über 50 Personen kamen zum Austausch darüber am 26. Oktober nach Sursee, zu dem die reformierte und die katholische Landeskirche des Kantons Luzern eingeladen hatten. Auch Mitarbeitende des Kantons Luzern (DiSG), der Caritas Luzern und engagierte Integrationsgruppen beteiligen sich aktiv daran.

Das Refektorium im Kloster Sursee ist am Mittwochabend 26. Oktober bis auf den letzten Stuhl besetzt. Im Zentrum des zweiten Austauschtreffens steht die Begleitung von asylsuchenden Menschen in Wohnungen. «Die grosse Anzahl an Teilnehmenden überwältigt uns», sagt Thomas Villiger von der röm.-kath. Landeskirche. Er hat das Treffen zusammen mit seiner reformierten Kollegin Carmen Jud vorbereitet. Der weitere Verlauf des Abends zeigt auch: Es gibt viele offene Fragen, welche den Engagierten aus dem ganzen Kanton unter den Nägeln brennen.

Überregionale Vernetzung von Engagierten

Zum Austauschabend sind vorwiegend Frauen, aber auch einige Männer aus dem ganzen Kanton angereist. «Wir sind dabei, eine Gruppe aufzubauen», welche Asylsuchende vor Ort begleitet und unterstützt», erzählt Werner Imhof. Er ist Pfarreirat in Littau und will den Abend nutzen, um mehr darüber zu erfahren, was es dabei zu beachten gilt. Angelika Naydowski aus Reiden ist seit mehreren Jahren freiwillig in ihrer Pfarrei und in den letzten Jahren vermehrt im Themenbereich der Integration tätig. Viel Erfahrung in der Betreuung von Asylsuchenden bringt auch Edith Brunner mit. Sie leitet die Integrationsgruppe in Aesch und Schongau. Hier werden drei Familien aus Eritrea im (Wohn-)Alltag unterstützt. Hildegard Dörig aus Hildisrieden und Esther Koch aus Sempach zeigen im Plenum mit ihrer Präsentation ganz bildlich auf, wie es ihnen über die Gemeindegrenzen hinaus gelungen ist, Familien und junge Männer aus dem Dorf zu begleiten.

Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit beim Kanton Luzern

Mitgestaltet wird der Abend auch von Judith Koch und Marianne Bachmann. Sie beide sind Mitarbeiterinnen bei der neu geschaffenen Dienststelle «Asyl- und Flüchtlingswesen» beim Kanton Luzern. In einer Präsentation ganz zu Beginn der Veranstaltung informiert Judith Koch über die aktuelle Lage und stellt die Organisation der Unterbringung im Kanton Luzern vor: «Es ist uns bewusst, dass noch vieles nicht so läuft wie es sollte. Wir sind jedoch dabei, die Abläufe und auch die Ansprechpersonen für die vielen freiwillig engagierten im Kanton Luzern zu klären und bekannt zu machen.»

«Es ist uns dabei auch ein grosses Anliegen, zu erfahren, wo was läuft und wir sind dabei, die Kontakte zu den vielen Freiwilligengruppen im Kanton zu sammeln», meint Marianne Bachmann. Zentral sei, sich gegenseitig gut über die Aktivitäten informieren zu können. Die Stimmen aus dem Publikum machen klar, dass dies gerade etwa dann wichtig ist, wenn Asylsuchende relativ rasch von einer Gemeinde in eine andere umplatziert werden. Marianne Bachmann nutzt den Abend, um mit mehreren Teilnehmenden Termine abzumachen und Kontakte auszutauschen. Sie ist seit Anfang Oktober zuständig für die neu geschaffene Koordinationsstelle für Freiwilligenarbeit beim Kanton Luzern und freut sich über weitere Kontakte (marianne.bachmann@lu.ch).

Landeskirchen und Caritas tragen mit

Auch mit der neuen Organisation des Asyl- und Flüchtlingswesens, ist es für die Kirchen im Kanton Luzern und für Caritas Luzern klar: Das Netzwerk im Bereich der Freiwilligenarbeit im Bereich der Migration / Integration soll weiter gestärkt werden. «Wir wollen hier einen Schwerpunkt legen und dabei künftig enger auch mit Caritas Luzern zusammenarbeiten», erläuterte Gregor Gander. Er ist Leiter der Fachbereiche der röm.-kath. Landeskirche und fügt an: «Gerade heute Morgen hat die Synode – das Parlament der römisch-katholischen Landeskirche des Kantons Luzern zusätzlich 50‘000.- Franken für diese engere Zusammenarbeit in den unterschiedlichen Themen der Diakonie gesprochen». Diese Neuigkeit erntet im Publikum einen spontanen Applaus.

Von guten Ideen profitieren und Fragen klären

In Gruppenarbeiten tauschen sich die Teilnehmenden aus über Gelingendes vor Ort. Die Ideen werden im Anschluss im Plenum gesammelt. «Auch die vielen offenen Fragen, welche im Laufe des Abends noch nicht beantwortet werden konnten, werden wir zusammenstellen und – wo dies angezeigt ist – zusammen mit den Mitarbeitenden des Kantons klären», sagt Thomas Villiger. Und Carmen Jud ergänzt: «Diese Sammlung wird uns auch zeigen, welchen Schwerpunkt wir beim nächsten Austauschtreffen setzen werden. Das dritte Treffen werden wir im ersten Halbjahr 2017 planen und wiederum frühzeitig dazu einladen».

Kontakte:

 

Thomas Villiger und Carmen Jud begrüssen Im Namen der katholischen und der refomierten Landeskirche. | © 2016 Gregor Gander
Thomas Villiger und Carmen Jud begrüssen Im Namen der katholischen und der refomierten Landeskirche. | © 2016 Gregor Gander
Judith Koch gibt einen Überblick über die allgemeine Lage. Sie ist Mitarbeiterin beim Kanton Luzern. | © 2016 Gregor Gander
Judith Koch gibt einen Überblick über die allgemeine Lage. Sie ist Mitarbeiterin beim Kanton Luzern. | © 2016 Gregor Gander
In der Arbeit in Gruppen werden gute Ideen ausgetauscht und offene Fragen gesammelt. | © 2016 Matthias Bättig
In der Arbeit in Gruppen werden gute Ideen ausgetauscht und offene Fragen gesammelt. | © 2016 Matthias Bättig
Die Stellwand mit den guten Ideen ist am Ende des Abends voll. | © 2016 Gregor Gander
Die Stellwand mit den guten Ideen ist am Ende des Abends voll. | © 2016 Gregor Gander

Nächstes Treffen geplant

Das dritte Austauschtreffen zu Migration und Integration wird im ersten Halbjahr 2017 stattfinden. Personen, die schon zu den ersten beiden Treffen eine Einladung erhielten, werden rechtzeitig auch zur nächsten Zusammenkunft eingeladen. Wer interessiert ist, neu teilzunehmen, melde sich bei Thomas Villiger, für das Thema zuständig bei der katholischen Landeskirche.

Kontakte

  • Thomas Villiger (Katholische Kirche im Kanton Luzern): thomas.villiger@lukath.ch
  • Carmen Jud (Reformierte Kirche Kanton Luzern): carmen.jud@lu.ref.ch
  • Maria Portmann (Caritas Luzern): m.portmann@caritas-luzern.ch
  • Marianne Bachmannn (Kanton Luzern): marianne.bachmann@lu.ch