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Unter den ersten kirchlichen Umweltberatern ist auch ein Luzerner

Die Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs Kirchliches Umweltmanagement präsentieren ihre Atteste; zweiter von links ist Peter Kaufmann, Kirchgemeindepräsident von Buchrain. | © 2017 pd
Die Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs Kirchliches Umweltmanagement präsentieren ihre Atteste; zweiter von links ist Peter Kaufmann, Kirchgemeindepräsident von Buchrain. | © 2017 pd

Mit einem Kolloquium und einer Abschlussfeier ist am 8. April in Aarau der erste Kurs für kirchliche Umweltberaterinnen und Umweltberater zu Ende gegangen. Organisiert wurde er von «oeku Kirche und Umwelt». Rund zwanzig ausgebildete Personen sind nun bereit, Kirchgemeinden und Pfarreien zum Umweltlabel Grüner Güggel zu führen, darunter mit Peter Kaufmann (Buchrain) auch ein Luzerner.

Der Umweltbeauftragte von «oeku Kirche und Umwelt», Kurt Aufdereggen, Jeannette Behringer, Präsidentin der «oeku»-Kommission Kirchliches Umweltmanagement und verantwortlich für den Fachbereich Gesellschaft und Ethik in der Reformierten Landeskirche Zürich, sowie Andreas Frei, Projektleiter Kirchliches Umweltmanagement der NASKA GmbH übergaben den Kursteilnehmenden im Haus der reformierten Landeskirche in Aarau ihre Atteste. Die Feier leitete «oeku»-Präsident Stephan Degen-Ballmer.

Zeno Cavigelli, Synodalrat der römisch-katholischen Kirche des Kantons Zürich, ermutigte die Kursabsolventen, nicht nur auf die Experten zu hören, sondern auch eigene Vorschläge bei der Umweltarbeit in Kirchgemeinden einzubringen. Kurt Egger als Vertreter des Bundesamtes für Energie regte an, die Zusammenarbeit zwischen Energiestädten und Kirchgemeinden zu verstärken.
Rund zwanzig ausgebildete Personen aus verschiedenen Landesteilen stehen nun bereit, Kirchgemeinden und Pfarreien in der Schweiz zum Umweltlabel Grüner Güggel zu führen – ehrenamtlich oder auch im Auftragsverhältnis. Einige der neu ausgebildeten Personen haben die Weiterbildung gezielt besucht, um ihre eigene Kirchgemeinde zum Grünen Güggel zu führen, anderen war es wichtig, sich zuerst einmal das Grundwissen zu erarbeiten. Die Liste der kirchlichen Umweltberatenden kann bei www.grüner-güggel.ch eingesehen werden.

Grüner Güggel
2015 waren die ersten Kirchgemeinden in der Schweiz mit dem Zertifikat «Grüner Güggel» ausgezeichnet worden. Heute sind neun Kirchgemeinden zertifiziert, weitere sind auf dem Weg zum «Grünen Güggel». Das Umweltlabel «Grüner Güggel» darf eine Kirchgemeinde führen, wenn sie ein Zehn-Punkte-Programm durchläuft und ihr Umweltmanagement von einem externen Gutachter prüfen lässt. Ziel ist die Verbesserung der Umweltleistung der Kirchgemeinde, sei es beim Sparen von Energie, bei der Förderung der Vielfalt von einheimischen Pflanzen und Tieren, beim Einkauf von umweltgerechten Produkten oder bei der Abfalltrennung. Die Ziele und Massnahmen werden von einem Umweltteam vor Ort erarbeitet und in einem Umweltprogramm festgelegt. Jede Kirchgemeinde legt die Schwerpunkte ihrer Umweltarbeit entsprechend den eigenen Prioritäten und Möglichkeiten selbst fest.

Kosten sparen dank Umweltmanagement
In Deutschland arbeiten einige Hundert Kirchgemeinden nach dem dort «Grüner Gockel» oder «Grüner Hahn» genannten Programm. Ein Hauptnutzen für die Kirchgemeinden ist, dass sie weniger Ressourcen verbrauchen. So werden beim Heizen Betriebskosten eingespart oder bei der Beschaffung ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Umweltmanagement und die damit verbundene Öffentlichkeitsarbeit wirken über die Gemeindegrenzen hinaus.

Neuer Lehrgang ab September 2017
In der Schweiz führt der Verein oeku Kirche und Umwelt die «Grüner Güggel»-Geschäftsstelle. «oeku Kirche und Umwelt» wirbt bereits jetzt für einen neuen Lehrgang ab September 2017.

Auskunft:

  • Kurt Aufdereggen, Umweltbeauftragter, oeku Kirche und Umwelt
  • 031 398 23 45
  • info@oeku.ch
  • www.grüner-güggel.ch