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Über Demokratie reden

Ein Blick in die aktuelle Ausstellung des Historischen Museums in Luzern. Ylfete Fanaj war da.
Ein Blick in die aktuelle Ausstellung des Historischen Museums in Luzern. Ylfete Fanaj war da.

Warum ist das Jubiläum 50 Jahre Frauenstimmrecht wichtig? Es ist erstens wichtig, die Pionierinnen zu würdigen und den Zeitzeuginnen zuzuhören. Sie sind Vorbilder und geben Inspiration.

In der Ausstellung «Eine Stimme haben» im Historischen Museum Luzern, die bis Ende August 2021 läuft, erzählt beispielsweise die erste Luzerner Amtsrichterin Margrit Weiss in einem Video-Interview, dass man ihrem Vater bei der Arbeit gesagt hätte, er könne das Geld, das er für die Ausbildung seiner Tochter ausgebe, genauso gut in den Zürichsee werfen. Trotz dieser Reaktionen ist Margrit Weiss ihren Weg gegangen und ist Richterin geworden. Und das ist nicht mal so lange her.

Es ist zweitens wichtig, über Demokratie zu reden. John Lewis, der kürzlich verstorbene Bürgerrechtsaktivist, sagte einmal: «Demokratie ist kein Zustand, sondern Handlung.» Heute ist das Frauenstimmrecht eine Selbstverständlichkeit. Aber: Wer hat heute eine Stimme und wer nicht? Demokratie ist nie abgeschlossen, und darum lohnt sich die Frage, wie mehr Menschen an unserer Demokratie teilhaben können.

Und drittens ist es wichtig, über die Situation der Frauen heute zu sprechen und darüber, welche Baustellen es in der Gleichberechtigung gibt. In vielen Lebensbereichen spielt das Geschlecht immer noch eine grosse Rolle. Es hat sich vieles positiv verändert, aber es gibt weiterhin viel zu tun.

Ylfete Fanaj, Kantonsratspräsidentin 20/21