Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Sich auseinandersetzen mit Sterben und Tod – offene Podien

Alles Leben ist vergänglich. Das Reden darüber hilft dabei, Abschied zu nehmen.  | © Gregor Gander
Alles Leben ist vergänglich. Das Reden darüber hilft dabei, Abschied zu nehmen. | © Gregor Gander

«Die Beerdigung fand im engsten Familienkreis statt.» Oder: «X wurde am … still beigesetzt.» In den Todesanzeigen häufen sich solche Hinweise. Die Frage, wem die Toten denn aber «gehören», wird deshalb immer wichtiger. Zu diesem Thema findet am 26. Oktober in Rothenburg und am 4. November in Luzern ein offenes Podium statt, das sich an alle Interessierten richtet. Am 29. Oktober befasst sich ein weiterer Themenabend mit dem Abschied nach dem Tod eines Menschen anderer Religion.

Was brauchen wir, um von einem Menschen Abschied nehmen zu können? Was ist für die Angehörigen wichtig, was für die Freunde und Bekannten der verstorbenen Person? Waren «früher» Ablauf und Gebräuche rund um einen Todesfall weitgehend vorgegeben, ist heute in der säkularisierten Gesellschaft vieles möglich.

Die Podien nehmen dieses Thema auf und wollen dazu Impulse und Hilfestellungen geben. Zum Beispiel zur Frage, wie wir zu einem hilfreichen Umgang mit Tod und Abschied gelangen können. Die Abende sollen bewusst machen, wie wichtig es ist, über Abschied und Tod nicht zu schweigen, weil darin auch Lebensqualität liegt.

Es diskutieren: Marie-Luise Blum, Hildisrieden, reformierte Pfarrerin; Thomas Villiger, Römerswil, Theologe, Fachbereich Pastoral der katholischen Landeskirche Luzern; Daniella Nosetti-Bürgi, Emmenbrücke, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP; und Boris Schlüssel, Emmenbrücke, Bestatter, Geschäftsleiter Egli Bestattungen, Luzern. Beat Wurmet, Hochdorf, begleitet den Anlass musikalisch.

Abschied nehmen– aber wie?

Zu einem weiteren offenen Austausch- und Gesprächsabend zum Thema Tod und Abschied laden die Pfarrei Nebikon und der Gewerbeverein Nebikon-Altishofen am 29. Oktober ein. Wie lässt sich Abschied nehmen, wenn ein Nachbar, wenn eine Mitarbeiterin einer anderen Religion stirbt? Ausgangspunkt ist die Erfahrung nach dem Tod eines muslimischen Mitarbeiters vor einiger Zeit in einer Seetaler Gemeinde. Damals trug die gemeinsam gestaltete Abschiedsfeier mit Angehörigen, Mitarbeitenden, mit dem Imam und dem katholischen Seelsorger, wesentlich dazu bei, Abschied nehmen und trauern zu können. An dem Abend berichten der Geschäftsführer des betroffenen Unternehmens, der Imam und der Seelsorger über ihre Erfahrungen und kommen mit den Teilnehmenden ins Gespräch.

  • Wem gehören die Toten? Offenes Podium, Montag, 26. Oktober 2015, 19.30 bis ca. 21.45 Uhr, Pfarreiheim St. Barbara, Rothenburg, Veranstalter kath. und ref. Kirche sowie Frauenbund.
  • Gleiche Veranstaltung am Mittwoch, 4. November, 19.30 Uhr, Marianischer Saal, Bahnhofstrasse 18, Luzern (gegenüber Regierungsgebäude), Veranstalter Caritas Luzern. Eintritt frei | www.caritas-luzern.ch
  • Abschied nehmen von einem Menschen anderer Religion – aber wie? Donnerstag, 29. Oktober, 20 Uhr , Pfarreisaal Nebikon, Eintritt frei | www.pfarrei-nebikon.ch