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Redaktion seit fünf Jahren bei der Landeskirche: Das Erfolgsprodukt Pfarreiblatt

Welche Bausteine gehören zu einem Magazin? In einem Workshop des Kurses «Das ABC der Pfarreiblattredaktion» im Januar mit Sandra Barmettler, Web- und Mediapublisherin bei der  Brunner Medien AG. | © 2018 Dominik Thali
Welche Bausteine gehören zu einem Magazin? In einem Workshop des Kurses «Das ABC der Pfarreiblattredaktion» im Januar mit Sandra Barmettler, Web- und Mediapublisherin bei der Brunner Medien AG. | © 2018 Dominik Thali

65 der 85 Luzerner Kirchgemeinden und 79 der 100 Pfarreien setzen inzwischen auf das kantonale Pfarreiblatt. Die Mitgliederzahl ist damit innert fünf Jahren stark gewachsen und das Pfarreiblatt zur auflagenstärksten Mitglieder-Zeitschrift im Kanton geworden.

Als der Trägerverein des Pfarreiblatts dessen Zentralredaktion im Sommer 2013 der Landeskirche übergab, waren sich die beiden Partner einig: Das Pfarreiblatt soll in allen Kirchgemeinden und Pfarreien des Kantons zum wichtigsten Informationsträger werden. Diesem gemeinsamen Ziel sind sie seither ein grosses Stück näher gekommen. An seiner jüngsten Sitzung Mitte März nahm der Vorstand die Kirchgemeinde und Pfarrei Wolhusen als jüngstes Mitglied in den Verein auf. Dort wird das Pfarreiblatt ab Mai den bisherigen Informationsträger «Entlebucher Anzeiger» ersetzen.

Wolhusen ist damit die 65. Luzerner Kirchgemeinde, die auf das kantonale Pfarreiblatt setzt, und die 79. Pfarrei. Vor fünf Jahren waren erst 46 Kirchgemeinden und 57 Pfarreien Mitglied. Wesentlich zum Wachstum tragen die Pastoralräume bei: Überall, wo ein solcher entsteht, entschieden sich bis jetzt die Kirchgemeinden für das kantonale Pfarreiblatt. Dieses ist damit zur stärksten Mitgliederzeitschrift im Kanton Luzern geworden. Das Pfarreiblatt erscheint heute in einer Auflage von rund 120 000 Exemplaren. Zum Vergleich: Die kantonale Auflage der «Luzerner Zeitung» beträgt 72 000 Exemplare.

Ein Gemischtwaren- und Selbstbedienungsladen

Die Pfarreiblatt-Mitglieder – die Ortsredaktionen – beziehen von der Zentralredaktion (ZR) alle zwei Wochen neun Seiten. Dafür verantwortlich sind seit fünf Jahren gemeinsam in einem 60-Prozent-Pensum Andreas Wissmiller und Dominik Thali. Aus den ZR-Seiten wählen die Ortsredaktionen eine beliebige Anzahl aus und ergänzen diese mit ihrem Stoff zum eigenen Pfarreiblatt. So erscheinen am Ende 35 unterschiedliche Ausgaben, die auch in der Titelseite voneinander abweichen. Das Angebot der Zentralredaktion ist damit ein Gemischtwaren- und Selbstbedienungsladen, der zwar ein einheitliches Erscheinungsbild verunmöglicht, jedoch von den Ortsredaktionen gerne aufgesucht und geschätzt wird. Nicht alle Pfarreiblätter erscheinen zweiwöchentlich. Manche monatlich, manche in einem jahreszeitlich wechselnden Rhythmus.

Engagierte Redaktionen

Vor Ort sind die Arbeitszeit, die für die Redaktion zur Verfügung steht, die Kompetenzen und technischen Möglichkeiten unterschiedlich. Auf jeden Fall aber sind die Redaktorinnen (es sind fast ausschliesslich Frauen) mit grossem Einsatz am Werk. Sie wissen, welch wichtige Rolle das Pfarreiblatt in der Kommunikation der Kirchgemeinde und Pfarrei spielt. Dies zeigte sich auch beim Kurs «Das ABC der Pfarreiblatt-Redaktion», den die Landeskirche im Januar und Februar mit der Pfarreiblatt-Druckerei Brunner Medien AG in Kriens anbot. Die zwei Halbtage waren ausgebucht. Zentralredaktion und Vorstand sind dankbar, wenn die Kirchgemeinden als Geldgeber die Bedürfnisse der Redaktorinnen wahrnehmen, sie fördern und offen sind für Lösungen, die auch pfarrei- und pastoralraum-übergreifend sein könnten.

12 Kirchgemeinden profitierten 2017

Seit 2017 können finanzschwache Kirchgemeinden, die Anrecht auf Lastenausgleich haben, auch für das Pfarreiblatt Beiträge geltend machen. Damit will die Landeskirche die Verbreitung des Pfarreiblatts fördern. Im ersten Jahr haben zwölf Kirchgemeinden von dieser Möglichkeit profitiert und insgesamt rund 36 000 Franken erhalten: Doppleschwand, Flühli, Gettnau, Hasle, Kleinwangen, Müswangen, Pfeffikon, Richenthal, Römerswil, Romoos, Sörenberg und Uffikon.