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Pfarreien übernehmen Mitgliederdaten neu direkt vom Kanton

Sie helfen sich bei Fragen zu «KiKa-Web» aus: Rosmarie Meyer (links) und Nicole Studer im Pfarreisekretariat Eschenbach. | © 2017 Dominik Thali
Sie helfen sich bei Fragen zu «KiKa-Web» aus: Rosmarie Meyer (links) und Nicole Studer im Pfarreisekretariat Eschenbach. | © 2017 Dominik Thali

Seit Anfang Jahr läuft der Datenimport in die Adressverwaltung der Pfarreien Eschenbach, Ballwil und Inwil direkt über die kantonale Datenplattform LuReg. Es funktioniert grundsätzlich gut. Die Überprüfung lohnt sich jedoch. Und wie fast überall: Es gibt auch Nachteile.

Für Nicole Studer, seit gut vier Jahren Pfarreisekretärin in Inwil, war es damals ein Quantensprung: Seit zweieinhalb Jahren ersetzt das Mitgliederverwaltungsprogramm KiKaWeb* den Zettelkasten. Darin waren zuvor alle Mitglieder der Kirchgemeinde auf jeweils einem A4-Blatt aufgeführt und alphabetisch eingereiht. Neu läuft der Datenimport zudem automatisiert über die kantonale Datenplattform «LuReg». Diese dient dem effizienten Datenaustausch zwischen kommunalen und kantonalen Amtstellen sowie dem Bund. Jetzt können auch Kirchgemeinden davon profitieren. «Die automatische Anpassung der Mutationen spart mir monatlich rund zwei Stunden Arbeitszeit. Gleichzeitig wird die Fehlerquote reduziert», sagt Studer.

Auch für Rosmarie Meyer bringt der automatisierte Datenimport Erleichterungen. Sie arbeitet seit 15 Jahren auf dem Sekreteriat der Pfarrei Eschenbach und sieht Zusammenhänge, die ein Computerprogramm wohl niemals erkennen wird: «Heute sind die Familiensituationen sehr vielfältig. Hin und wieder kommt es deshalb vor, dass bei einer Mutation die Kinder nicht der richtigen Familie zugeordnet werden. Dies können wir mit unseren Ortskenntnissen berichtigen.» Auch Nicole Studer kennt «ihre» Pfarrei bestens: «Ein besonderes Augenmerk gilt es darauf zu richten, wo die Grenze der Kirchgemeinde nicht mit jener der politischen Gemeinde übereinstimmt. Auch hier nehmen wir die nötigen Korrekturen vor». Trotz der Arbeitserleichterung schwingt eine gewisse Wehmut sowohl bei Nicole Studer wie auch bei Rosmarie Meyer mit. Die beiden sind sich einig: «Das Gefühl der Nähe zu den Leuten in der Pfarrei war grösser, als alle Daten noch von Hand eingetragen wurden.»

Daten werden angereichert
Ohnehin ist die Arbeit allein mit dem Import der Daten noch nicht getan. Kundendatenprogramme wie das KiKaWeb erlauben es, auch Zusatzinformationen festzuhalten: «Wir haben zum Beispiel Wünsche zur Beerdigung schon auf Papier im Zettelkasten festgehalten. Solche und weitere Ergänzungen sind mit der neuen Software nun einfacher», meint Nicole Studer. Rosmarie Meyer freut sich bereits seit 2006 über die Vorteile von «Kika-Web»: «Gruppen und Adressenlisten zu erstellen oder Tauf- oder Firmdaten zu sortieren, funktioniert sehr bequem und quasi auf Knopfdruck.»

Matthias Bättig

*KiKaWeb gehört zum Softwarepaket für die Pastoralraum- und Kirchgemeindeverwaltung, das die Verbände der Kirchgemeindepräsidenten/-präsidentinnen und Kirchmeier/Kirchmeierinnen gemeinsam erarbeitet haben und vorschlagen.

Mit Daten umgehen (Kurs)

Die Landeskirche bietet im Herbst zweimal einen Kurs zum Umgang mit Daten an: am Dienstag, 12. September, in Luzern und am Donnerstag, 19. Oktober, in Wolhusen (gleiches Programm). Der Zugriff auf die kantonale Datenplattform (LuReg) wird im Workshop 1 mit Thomas von Ah von Statistik Luzern zum Thema. Der Abend bietet weitere Referate und Workshops rund um Datensicherheit und Datensicherung.

Sie können sich hier für den Kurs vom 12. September und hier für jenen vom 19. Oktober  anmelden.