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«pastatalk»: 20 Gruppen suchten Antworten und stellen Fragen

«Die jungen Erwachsenen sehen momentan der Kirche kritisch ins Auge»: die Gruppe des Blauring Horw  beim Pastatalk. | © 2018 pd
«Die jungen Erwachsenen sehen momentan der Kirche kritisch ins Auge»: die Gruppe des Blauring Horw beim Pastatalk. | © 2018 pd

17 Pfarrei-Gruppen und 3 Jungwacht-Blauring-Scharen aus dem Kanton Luzern haben im Sommer über die Landeskirche ein «pastatalk-Set» bestellt und sich beim gemeinsamen Essen mit Fragen des Lebens, des Glaubens und der Kirche auseinandergesetzt. Delegierte aus diesen Gruppen und weitere Interessierte treffen sich nun am 20. Oktober zu einem vertiefenden Gespräch, in das sie ihre Antworten und weiterführenden Fragen einbringen. Die Aktion steht in Verbindung mit dem laufenden Treffen der Bischöfe aus aller Welt in Rom, die sich dort noch bis am 28. Oktober mit dem Thema Jugend und Glauben befassen (Bischofssynode 2018).

Das «pastatalk-Set» stellte den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zehn Fragen und Thesen zur Verfügung. Die Auseinandersetzung damit sollte im Rahmen eines gemeinsamen Essens stattfinden. Jugendliche und junge Erwachsene wurden mit den Fragen und Thesen eingeladen, sich ehrlich und kritisch in die Auseinandersetzung zu Themen des Lebens, des Glaubens und der Kirche einzubringen. Die Idee zu der Aktion stammt aus dem Kanton Graubünden; für den Kanton Luzern hat sie Mario Stankovic, Verantwortlicher für die Jugendpastoral der Luzerner Landeskirche, umgesetzt.

«Wenn sich die Kirche im Denken nicht modernisiert…»

Mitgemacht hat hier auch der Blauring Horw. Auf die Frage etwa, was Religion und Glaube im Leben von Jugendlichen bedeuteten, lautete die schriftliche Antwort: «Halt geben Jugendlichen eher Freunde, Familie, Tiere, geregelter Alltag. Der Glaube kriegt erst seine Wichtigkeit im Leiden.» Eine weitere Aussage: «Die Jugendlichen würden ihren Kindern einmal die Wahl lassen, ob sie zum Religionsunterricht möchten oder nicht. Einige würden sogar mit der Taufe warten, bis das Kind selber entscheiden kann.» Kritisch äusserte sich die Gruppe auch zur Kirche: «Diese jungen Erwachsenen sehen momentan der Kirche kritisch ins Auge. Sie finden, die Katholiken haben in der Vergangenheit viel Unheil angerichtet. Sie sehen im Moment nur, wie reich und protzig manche Kirchen sind und wie stur manche Personen darin walten. Als ob sie Angst hätten, etwas zu verlieren. Jedoch sind sie überzeugt, dass wenn sich die Kirche nicht im Denken modernisiert, sie ganz viele Christen verlieren wird.»

Frauen stärken: eine der Forderungen aus den Antworten des Blaurings Horw. | © 2018 pd