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Notfallseelsorge/Care Team: weniger Einsätze, aber mehr Stunden

Christoph Beeler-Longobardi leitet die Organisation Notfallseelsorge/Care Team mit Thomas Seitz. | © 2016 Valentin Luthiger
Christoph Beeler-Longobardi leitet die Organisation Notfallseelsorge/Care Team mit Thomas Seitz. | © 2016 Valentin Luthiger

Bei Unfällen, Suiziden oder aussergewöhnlichen Todesfällen kümmern sie sich um Angehörige, Augenzeugen und unverletzte Beteiligte: Notfallseelsorgende und Care Givers. Ihre erneut hohe Stundenzahl im vergangenen Jahr liegt darin begründet, dass die Fälle komplexer geworden sind und vermehrt Zweierteams aufgeboten werden.

2016 stand die Notfallseelsorge/CareTeam Kanton Luzern (NFS/CT) 73 Mal im Einsatz (Vorjahr 82), am häufigsten bei ausserordentlichen Todesfällen (26) und Suiziden (17). 731 Stunden (718) waren Notfallseelsorgende und Care Givers (NFS/CG) insgesamt präsent.

Die Anzahl Einsätze ist damit zwar leicht gesunken, erneut gestiegen ist hingegen die aufgewendete Zeit pro Einsatz – 10 Stunden  (2014 7.7 Stunden; 2015 8.7 Stunden). Dies liegt daran, dass die Einsätze komplexer werden. Es werden mehr Personen pro Fall betreut, was mehr Notfallseelsorger und Care Givers erfordert. Die Care-Arbeit hat sich inzwischen stark gefestigt und wird von den Betroffenen gerne in Anspruch genommen. Weiter werden, um professioneller arbeiten zu können, vermehrt Zweierteams statt Einzelpersonen aufgeboten. Anderseits gelangen Aufgebote an die NFS/CT, die keine eigentlichen Care-Einsätze sind und früher von den ortsansässigen Pfarrämtern übernommen wurden. Notfallseelsorge/CareTeam haben es immer wieder mit Betroffenen zu tun, die kaum ein soziales Netz und niemanden haben, der sie in der Not auffangen könnte. Deshalb wurde die Zusammenarbeit mit örtlichen Pfarrämtern im vergangenen Jahr intensiviert. Diese können im Rahmen ihrer diakonischen Aufgabe die längerfristige Betreuung übernehmen.

Die NFS/CG kümmern sich in Notsituationen um Angehörige, unverletzte Beteiligte und Zeugen, sie leisten den Hinterbliebenen Beistand bei Suizid oder beim Überbringen von Todesnachrichten. Aufgeboten werden die Notfallseelsorgenden und Care Giver vom Rettungsdienst 144, von der Polizei oder der Feuerwehr. 365 Tage, rund um die Uhr, sind zwei Seelsorgende/Care Giver auf Pikett. Die Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen ist sehr gut.

Die Leitung des NFS/Care-Teams teilen sich Christoph Beeler-Longobardi, Gemeindeleiter der Pfarreien Ballwil, Eschenbach und Inwil und Thomas Seitz.

Das Team besteht zurzeit aus 34 Mitarbeitenden. Da der Soll-Bestand damit noch nicht erreicht ist, können erfahrene Mitglieder unter gewissen Bedingungen in Zukunft über die Pensionsgrenze hinaus ihren Dienst leisten. Dazu wurde ein Fonds geschaffen, der durch Spenden, Legate und Kirchenkollekten unterstützt werden kann.

Medienmitteilung vom 23. Januar 2017 

Download Medienmitteilung mit Statistik

 

In Partnerschaft

Die Organisation Ökumenische Notfallseelsorge/Care Team Kanton Luzern besteht in dieser Form seit rund fünf Jahren, als sich die beiden Partner zusammenschlossen. Sie wird gemeinsam getragen von den drei Luzerner Landeskirchen und vom Kanton. Zurzeit stehen ihr 34 Personen zur Verfügung, von denen 2 Frauen und 4 Männer in der Seelsorge tätig sind, die weiteren in anderen Bereichen, etwa der Pflege, Spitex oder der Notfallpsychologie.

Die Leitung von Ökumenische Notfallseelsorge/Care Team Kanton Luzern haben Christoph Beeler-Longobardi, kath. Gemeindeleiter in Ballwil/Eschenbach/Inwil, und Thomas Seitz, hauptberuflich bei der Swisscom tätig.

Spendenfonds:

CH81 8121 2000 0002 6440 2
Römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern
Synodalverwaltung
Abendweg 1
Postfach
6000 Luzern 6
Vermerk  «Fonds Notfallseelsorge»