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Neue Software-Lösung: die Kirchgemeinden in der Datenwolke

Helen Aregger ist seit 2002 Kirchmeierin in Rain. Dank der neuen Cloud-Lösung hat sie von überall her Zugriff auf die Daten der Kirchgemeinde. | © 2016  Margrit Leisibach Hausheer
Helen Aregger ist seit 2002 Kirchmeierin in Rain. Dank der neuen Cloud-Lösung hat sie von überall her Zugriff auf die Daten der Kirchgemeinde. | © 2016 Margrit Leisibach Hausheer

Gemeinsame Programme für die Buchhaltung aller Kirchgemeinden und Verwaltung aller Pfarreien im Kanton Luzern: Das gibts seit einem Jahr. Eine der Pionierinnen ist Rain. Hier arbeitet Kirchmeierin Helen Aregger seit Anfang 2016 mit der neuen Software.

«Einen Wechsel haben wir ursprünglich gar nicht gesucht», erinnert sich Helen Aregger. «Als jedoch klar wurde, dass sich das alte Buchhaltungsprogramm nicht mehr auf den neuen PC installieren liess, nutzten wir die Gelegenheit, um grundsätzlichere Überlegungen anzustellen. Auch die Datensicherheit war dabei ein wichtiger Punkt». Mit Kurt Häfliger hat der Kirchenrat Rain einen IT-Spezialisten als Mitglied. «Die Präsentation im Juni 2015 zum Software-Paket der Firma 4net AG und zur Cloud-Lösung hat uns überzeugt». Dazu habe eine Umfrage bei den umliegenden Kirchgemeinden gezeigt: Auch hier wird das im Paket vorgeschlagene Buchhaltungsprogramm Sage 50 teilweise angewendet oder man ist offen dafür.

Geduld ist gefragt
Nicht alles lief von Beginn weg rund. Das Programm Sage 50 bietet viele Möglichkeiten und ist komplexer, als die Rainer Kirchmeierin angenommen hatte. Als erste Kirchgemeinde, welche die neue Software nutzte, stellte sie fest, dass diese auf KMU ausgerichtet ist. «So waren Anpassungen etwa im Lohnprogramm erforderlich, wo zum Beispiel neue ‹Lohnarten› für Organisten generiert werden mussten», erklärt Helen Aregger. Dank des guten Supportes seien diese und viele weitere Fragen jeweils gut lösbar gewesen. Helen Aregger machte sich auch mit Kursen beim Softwareanbieter fit für ihre Arbeit.

Einstieg in Etappen
Schritt für Schritt, so lautet das Motto ganz allgemein: Helen Aregger benutzt die neuen Programme seit Anfang Jahr als einzelne Arbeitsplatz-Lösung. Mittlerweilen läuft auch der Mailverkehr der Kirchgemeinde und Pfarrei in Rain über die Cloud und Anfang dieses Jahres steht ein weiterer Schritt an: Die Pfarreiverwaltung erfasst und pflegt die Mitgliederdaten mit «KiKa-Web» elektronisch. Helen Aregger blickt voraus: «Ich kann mir vorstellen, dass früher oder später die Kirchgemeinden im Pastoralraum intensiver zusammenarbeiten, etwa in der operativen Führung der Buchhaltung.» Dafür biete die neue Cloud-Lösung gute Grundlagen: «Es werden dieselben Programme benutzt, und die Arbeit lässt sich theoretisch von überall aus erledigen». Der Pastoralraum Oberer Sempachersee, in dem sich die Kirchgemeinden und Pfarreien Rain, Hildisrieden, Sempach, Eich, Neuenkirch und Hellbühl verbinden, wird am 12. Februar errichtet.

Matthias Bättig

Anpassbar und günstiger

Eine gemeinsame, anpassbare und kostengünstige Software-Lösung für die Luzerner Kirchgemeinden und Pfarreien: Die Verbände der Kirchgemeindepräsidentinnen und -präsidenten (KGP) und der Kirchmeierinnen und Kirchmeier haben mit diesem Ziel verschiedene Gesamtlösungen geprüft und sich im Juni 2015 für die Cloud-Lösung der St. Galler Firma 4net und deren Software-Paket entschieden. «Bei diesem Angebot ist der Einstieg in Etappen und mit individuellen Lösungen möglich. Zudem ist es für Teilzeitnutzer günstiger als für Vollzeitangestellte», sagt Markus Odermatt, im Vorstand des KGP, Kirchgemeindepräsident von Udligenswil und Leiter der IT-Begleit- und Koordinationsgruppe.

Bis heute arbeiten die Pastoralräume Meggerwald und Rontal ganz oder teilweise mit der neuen Lösung sowie die Kirchgemeinden Oberkirch, Rain und die Migrantenseelsorge.mb

Kirchgemeinden und Pfarreien, die sich für die neue Cloud-/Software-Lösung interessieren, melden sich für die Verwaltungslösung und IT-technischen Aspekte bei Peter Kaufmann (peter.kaufmann@kathrontal.ch). Auskunft zur Kirchmeier-Software erteilt Jörg Bättig (joerg.baettig@gibu.ch).