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Mirjam Steiner: Im Miteinander und Füreinander

«Der Blauring hat mir grossartige Erlebnisse beschert»: Mirjam Steiner-Müller, Präses der Schar Sursee. | © 2019 Ana Birchler-Cruz
«Der Blauring hat mir grossartige Erlebnisse beschert»: Mirjam Steiner-Müller, Präses der Schar Sursee. | © 2019 Ana Birchler-Cruz

Zurzeit bin ich hauptsächlich Familienfrau und betreue meine drei Kinder. In einem Pensum von 15 Prozent bin ich seit bald einem Jahr bei der Pfarrei als Präses des Blaurings angestellt.

Hier erfahren wir das duale System der römisch-katholischen Kirche bei manchen Gelegenheiten: Regelmässig tauschen wir uns – und auch die weiteren Kinder- und Jugendverbände Jungwacht, Mädchen- und Bubenpfadi und Ministranten – mit verantwortlichen Personen für die Jugendarbeit in der Pfarrei und Kirchgemeinde Sursee aus: Kirchenrat, Jugendkoordinator und Seelsorgeteam. Wir informieren uns gegenseitig über Projekte, Anliegen und Aufgaben. Besonders schätzen wir das grosse Interesse der Kirchgemeinde für die Kinder- und Jugendarbeit und erfahren da viel Wohlwollen. Zum Beispiel bei Kommissionsvertretungen in der Gemeinde oder auch mal bei Sorgen wie der Finanzierung eines Zeltkaufs. Wir empfinden den Austausch als sehr wertvoll und bereichernd. Natürlich legen wir Ende Jahr auch Rechenschaft über unserer Aufgaben und Ausgaben ab, da wir von der Kirchgemeinde ideell und finanziell grosszügig unterstützt werden.

Sich Im Alltag mit dem Glauben auseinandersetzen
Mit der Kirche bin ich schon lange vertraut. Während der drei Jahre meiner Berufslehre bei der Landeskirche lernte ich die verschiedenen Arbeitsfelder kennen. In Sursee und mit dem Grösserwerden der Kinder kam ich immer wieder in Kontakt mit dem Blauring. Da packte es mich wieder. Als mich jemand im Umkreis der Leiterinnen ansprach, ob ich Lust auf das Präsesamt habe, musste nicht lange überlegen. Der Blauring hatte mich in meinen Kinder- und Jugendjahren stark geprägt. Ich war jahrelang Gruppen- und Lagerleiterin.

Der Blauring hat mir als Kind grossartige Erlebnisse und Freiheiten beschert und das Miteinander und Füreinander im Kleinen wie im Grossen aufgezeigt. Im dualen System ist das ja auch wichtig. Auch als Leiterin konnte ich viel mitnehmen und weitergeben. Das ist heute nicht anders. Gerade im Lageralltag gibt es viel Raum für grosse Lebensfragen, Lebensformen und Träume. Die Auseinandersetzung mit dem Glauben und das Füreinander werden im Scharalltag praxisbezogen gelebt, Bezüge zum Glauben mit vielen kleinen Ritualen, Begegnungen und gemeinsamen Erlebnissen gefestigt.

Ein grosses Danke an alle Leiterinnen und Leiter der kirchlichen Jugendarbeit sowie die Verantwortlichen der Kirchgemeinde! Sie bereichern die Gesellschaft, vielfältig und unentgeltlich.

Mirjam Ssteiner-Müller, 39, machte die kaufmännische Lehre bei der Landeskirche in Luzern; nach einigen Jahren auf dem Beruf Wechsel zur Stiftung Brändi; verheiratet, drei Kinder im Alter von 9, 7 und 5 Jahren.

Dual stark (XVIII)

In der katholischen Kirche in der Schweiz verantworten Seelsorge und Behörden die Kirche gemeinsam. Das «Kirchenschiff» lässt Personen zu Wort kommen, die in diesem dualen System tätig sind. In dieser Ausgabe: Mirjam Steiner-Müller, Präses des Blauring Sursee