Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Migration und Integration: Erfahrungen teilen stärkt und ermutigt

Was hilft bei der Begleitung von Menschen, die bei uns Zuflucht suchen? Am ökumenischen Erfahrungsaustausch berichteten Freiwillige, die sich vor Ort für Flüchtlinge einsetzen, über ihre Erfahrungen und holten Ideen ab.  | © 2017 Dominik Thali
Was hilft bei der Begleitung von Menschen, die bei uns Zuflucht suchen? Am ökumenischen Erfahrungsaustausch berichteten Freiwillige, die sich vor Ort für Flüchtlinge einsetzen, über ihre Erfahrungen und holten Ideen ab. | © 2017 Dominik Thali

Welche Beschäftigungsmöglichkeiten für Flüchtlinge gibt es? Wie gelingt unser Deutschkurs? Und wo muss ich mich abgrenzen? Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit haben viele Fragen. Caritas und Kirchen vernetzen sie, tragen so gute Ideen weiter und machen den Beteiligten Mut.

Die eigenen Ideen hintanstellen und erst in den Asylzentren fragen, was nötig ist. In Rothenburg etwa waren es Campingstühle. Oder: Sport ist gefragt. Wie in Kriens der Schwimmkurs für Minderjährige. Das sind zwei Hinweise von vielen, die am dritten Erfahrungsaustausch zur Flüchtlingsarbeit im Juni in Luzern zusammengetragen wurden. Eingeladen hatten die katholische und reformierte Landeskirche, die katholische Kirchgemeinde Luzern und Caritas Luzern. Ihre Absicht: Die lokalen Aktivitäten unterstützen, sich stärken und vernetzen, Ideen austauschen.

«Spannend und beeindruckend», bilanzierte Doris Nienhaus, Leiterin Bereich Soziale Integration bei der Caritas. Sie führte durch den Abend. Der Blick auf das, was gelingt, stärkt und macht Mut. Dafür braucht es mitunter wenig: «Wichtig ist, immer wieder gemeinsam lachen zu können», meinte eine Teilnehmerin. Eine weitere: «Einfach mal wahrnehmen und die Leute besuchen, persönliche Beziehungen aufbauen. Fragen wozu jemand Lust hat.» Will heissen: Zeit schenken.

Hilfe holen, um Mitunterstützung bitten
Keine Alleingänge, betonte jemand anderes, und es sei wichtig, die Begleitung über eine feste Trägerschaft zu verankern, damit sie nicht nur von einzelnen Personen abhänge, die ja wechseln könnten. Ein Teilnehmer forderte dazu auf, Kirch- und politische Gemeinden mutig um finanzielle Unterstützung von Angeboten anzugehen; ein anderer empfahl, Verantwortliche des Kantons zur Information einladen, «damit man sich später am Telefon kennt.» Freiwilligenkoordinatorin Marianne Bachmann von der Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen des Kantons wies auf den neuen Newsletter hin, der viele Fragen beantwortet.

Dominik Thali

Nächster Erfahrungsaustausch voraussichtlich im Herbst, Datum offen

Austauschabende wie dieser fanden schon im Mai und im Oktober 2016 statt.

Caritas und Landeskirche sind Partner in der Diakonie

Der Erfahrungaustausch vom Juni für Frauen und Männer, die sich in der Migration und Integration einsetzen, ist ein Beispiel für die verstärkte Zusammenarbeit von Caritas Luzern und Landeskirche. Im März haben die beiden Partner eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet, im Mai hat die Synode diese bestätigt. Die Landeskirche zahlt neben dem Grundbeitrag von 240 000 Franken neu 50 000 Franken als Entgelt für Leistungen der Caritas Luzern in der Diakonie. Sie hatte 1982 das Hilfswerk mitgegründet.

Künftig teilen sich die beiden Organisationen in drei Handlungsfeldern der Diakonie die Aufgaben: Migration-Integration, Soziale Arbeit und Palliative-Care-Seelsorge. Gemeinsames Ziel: Im Zusammenspiel der Kompetenzen die Diakonie im Kanton Luzern stärken, die Kirchgemeinden, Pastoralräume und Pfarreien darin bestmöglich begleiten. «Wir wollen miteinander die Basis unterstützen», sagt Caritas-Geschäftsleiter Thomas Thali.

Zurzeit klären Kirche und Caritas die Aufgaben im Detail und bereinigen die Schnittstellen. «Wir sind mittendrin, die Zusammenarbeit zu gestalten und zu klären, wer was in welchem Bereich macht», sagt Gregor Gander, Leiter Fachbereiche der Landeskirche. Für den Übergang sind folgende Ansprechpersonen zuständig:

  • Palliative-Care-Seelsorge, Besuchergruppen, Freiwilligen­arbeit: Gregor Gander, Landeskirche, 041 419 48 56, gregor.gander@lukath.ch
  • Vernetzung Diakonie, Sozialarbeit: Maria Portmann, Caritas, 041 368 52 74, m.portmann@caritas-luzern.ch
  • Migration-Integration: Janina Fazekas, Caritas, 041 368 52 85, j.fazekas@caritas-luzern.ch