Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Luzerner Synodalrätin neu im Vizepräsidium der RKZ

Das Präsidium der RKZ 2016/2017 (von links): Thomas Franck (SG), Daniel Kosch (Generalsekretär), die Luzerner Synodalrätin Renata Asal.Steger, Luc Humbel (AG), Susana Garcia (VD) und Benno Schnüriger (ZH). | © 2015 RKZ
Das Präsidium der RKZ 2016/2017 (von links): Thomas Franck (SG), Daniel Kosch (Generalsekretär), die Luzerner Synodalrätin Renata Asal.Steger, Luc Humbel (AG), Susana Garcia (VD) und Benno Schnüriger (ZH). | © 2015 RKZ

Alle zwei Jahre führt die RKZ Erneuerungswahlen für ihre Gremien durch. Dieses Mal stand die Wahl eines neuen Präsidenten im Zentrum. Hans Wüst (SG), der dieses Amt während vier Jahren ausgeübt hatte, beendet gleichzeitig mit seinem Amt als Präsident der kantonalkirchlichen Exekutive in St. Gallen auch sein Amt als Präsident der RKZ. Zum Nachfolger wurde Luc Humbel gewählt. Der als Anwalt tätige Jurist ist seit 2010 Präsident des Aargauer Kirchenrates und war in der letzten Amtsperiode Vizepräsident der RKZ.

Zwei Vizepräsidentinnen
In ihrem Amt bestätigt wurde Susana Garcia (VD) als welsche Vizepräsidentin. Ihr deutschschweizerisches Pendant ist neu Renata Asal-Steger, so dass erstmals in der Geschichte der RKZ zwei Frauen die Vizepräsidien innehaben. Neu ins fünfköpfige Präsidium aufgenommen wurde Thomas Franck (SG).

Mitfinanzierung: Bündelung der Kräfte schreitet voran
Die jährliche Genehmigung von Leistungsvereinbarungen, Betriebs- und Projektbeiträgen für pastorale Institutionen auf gesamtschweizerischer oder sprachregionaler Ebene ist mehr als ein reines Finanzgeschäft. Sie gibt Gelegenheit, sich mit Entwicklungen in den verschiedenen Bereichen zu befassen. Erfreulicherweise konnte dabei zur Kenntnis genommen werden, dass Projekte, die eine Konzentration der Kräfte zur Erhöhung der Wirksamkeit und der Effizienz zum Ziel haben, sich positiv entwickeln: Die drei sprachregionalen Medienzentren haben 2015 ihre Arbeit aufgenommen und sind daran, auch ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Für die Jugendpastoral in der Deutschschweiz wurde ein Kompetenzzentrum eröffnet, das vier Institu-tionen zusammenfasst. Im Bildungsbereich gibt es mit dem Centre catholique-romand de formations en Eglise (CCRFE) und dem Theologisch-Pastoralen Bildungsinstitut (TBI) in Freiburg und in Zürich neu je einen sprachregionalen Bildungsanbieter, und durch die Anbindung des Fachzentrums Katechese an das Religionspädagogische Institut an der Universität Luzern wird dort ein Schwerpunkt im Bereich Katechese und schulischer Religionsunterricht gesetzt.

Auch bei der Empfängerin des grössten Mitfinanzierungsbeitrags, der Schweizer Bischofskonferenz mit ihrem Generalsekretariat und ihren Gremien, ist die Reorganisation des Generalsekretariates weiter vorangeschritten. Mit einem umfassenden Strategie- und Strukturentwicklungsprozess wird zudem eine Ausrichtung der Arbeit auf eine überschaubare Zahl von Zielen und Tätigkeitsfeldern angestrebt.

Diese Bündelung wirkt sich auch finanziell aus: Von den 8.5 Millionen Franken, welche RKZ (7.5 Mio.) und Fastenopfer (1 Mio.) zur Verfügung stellen, gehen mehr als 6.5 Millionen an die genannten Kompetenzzentren und an die Schweizer Bischofskonferenz. Gleichzeitig wird der Verteilung der Mittel auf die Regionen Rechnung getragen. So befinden sich diese Zentren an unterschiedlichen Orten: St. Gallen, Zürich, Luzern, Lugano, Fribourg und Lausanne.

Urheberrechtsentschädigungen: Erhebungen im Bereich Kirchenmusik
Auf der Tagesordnung der Plenarversammlung stand ferner das Thema «Urheberrechtsentschädigungen». Die RKZ ist im Auftrag der ganzen katholischen Kirche in der Schweiz seit vielen Jahren Vertragspartnerin unterschiedlicher Urheberrechtsverwertungsgesellschaften, wofür sie jährlich 530‘000 Franken aufwendet. Es geht um Bereiche wie Kirchenmusik, Photokopien (z.B. im Bereich Katechese/Religionsunterricht), audiovi-suelle Medien oder Erstellung von digitalen Pressespiegeln.

Zusätzlich zur Entschädigungspflicht haben die Urheberrechtsnutzer auch die effektive Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zu erheben und zu dokumentieren. Dafür ist die RKZ im Bereich Kirchenmusik auf die Pfarreien und Kirchgemeinden, insbesondere auf Kirchenmusikerinnen und Mitarbeitende in den Sekretariaten angewiesen. Um deren Arbeit zu erleichtern und die Qualität der erhobenen Daten sicher zu stellen, hat die RKZ gemeinsam mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund eine neue Webapplikation programmieren lassen, die am 15. Dezember 2015 aufgeschaltet wird: musica-sacra.net.
In diesem Zusammenhang gibt es auch eine Informationskampagne, die auf die neue Webseite aufmerksam macht.

Bauland und Immobilien in kirchlichem Besitz – wie nutzen wir sie?
Im thematischen Teil der Versammlung befasste sich die RKZ mit dem Thema «Bauen und Immobiliennutzung», welches für die katholischen Körperschaften in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat. Drei Fallbeispiele aus den Kantonen Genf, Aargau und St. Gallen zeigten, wie vielfältig und unterschiedlich die Herausforderungen sind: Geht es im Kanton Genf darum, mit Hilfe der Erträge aus Immobilien die Pastoral mitzufinanzieren, engagiert sich die katholische Kirche im Aargau für Faires Wohnen. Eine Wohnbaugenossenschaft soll Voraussetzungen für Wohnformen schaffen, die der Familienvielfalt und der Generationensoli-darität Rechnung tragen. Der katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen hingegen hat insbesondere die Aufgabe, im Stiftsbezirk das grosse Erbe einer 1400-jährigen Geschichte zu erhalten. Dabei soll gewähr-leistet bleiben, dass dieses historische Erbe auch in Zukunft mit kirchlichem, kulturellem, wissenschaftlichem, schulischem, gesellschaftlichem, politischem und touristischem Leben erfüllt bleibt.
Im letzten Kurzreferat zum Thema stellte Kurt Aufdereggen, Mitarbeiter von oeku – Kirche und Umwelt, das Umwelthandbuch für Kirchgemeinden «Es werde grün» / «Paroisses vertes» vor. Es hat durch die Umweltenzyklika von Papst Franziskus noch an Bedeutung gewonnen, gibt diese doch der Ökologie einen hohen Stellenwert im Leben und im Engagement der Kirche.

Gekürzte Medienmitteilung der RKZ vom 4. Dezember 2015