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Liebe Leserinnen und Leser

Emil Schmidt: «Maikäfer, flieg!», Die Gartenlaube, 1879.
Emil Schmidt: «Maikäfer, flieg!», Die Gartenlaube, 1879.

Welche Melodien gehen Ihnen gerade durch den Kopf? Pfeifen Sie dem Regen heute ein Ständchen? Singen Sie nur, wenn Sie fröhlich sind? Im Frühling hören wir nicht nur die Vögel zwitschern, das Draussen-sein, Unterwegs-sein bietet beste Gelegenheit, hie und da selbst ein Liedchen zu trällern. Ob beim Wallfahren, Velofahren, unter der Dusche, im Park, allein oder im Chor: Singen macht glücklich und befreit. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen noch einen fröhlichen Mai und viel Vergnügen beim Lesen unseres Steuer-Boards.

PS: Singen ruft auch Kindheitserinnerungen wach. Drum noch ein Ohrenwurm, ein kleiner. Oder besser für jedes Ohr einer. Zum Mai passen diese zwei:

 

Maikäfer flieg
Volkslied

> gleiche Melodie wie «Schlaf, Kindlein, schlaf»

Maikäfer, flieg!
Der Vater ist im Krieg.
Die Mutter ist im Pommerland.
Pommerland ist abgebrannt.
Maikäfer, flieg!

 

Alles neu macht der Mai
Hermann Adam von Kamp (1829)

> gleiche Melodie wie «Hänschen klein»

Alles neu macht der Mai,
macht die Seele frisch und frei.
Laßt das Haus, kommt hinaus!
Windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein,
duftend prangen Flur und Hain:
Vogelsang, Hörnerklang
tönt den Wald entlang.

Wir durchziehen Saaten grün,
Haine, die ergötzend blüh’n,
Waldespracht, neu gemacht
nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
rieselnd munter silberhell
Klein und Groß ruht im Moos,
wie im weichen Schoß.

Hier und dort, fort und fort,
wo wir ziehen, Ort für Ort,
alles freut sich der Zeit,
die verschönt erneut.
Widerschein der Schöpfung blüht
uns erneuend im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei
macht der holde Mai.