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Kirche und Caritas Luzern verstärken Zusammenarbeit

Sie wurden als neue Mitglieder der Synode vereidigt (von links): Urs Ebnöther (Rothenburg), Emil Banz (Luzern), Susan Schärli (Beromünster) und Lukas Briellmann (Root). | © 2016 Dominik Thali
Sie wurden als neue Mitglieder der Synode vereidigt (von links): Urs Ebnöther (Rothenburg), Emil Banz (Luzern), Susan Schärli (Beromünster) und Lukas Briellmann (Root). | © 2016 Dominik Thali

Migration, Integration und Diakonie: In diesen Bereichen arbeitet die Landeskirche künftig mit ihrem Hilfswerk, der Caritas Luzern, enger zusammen. Die Synode hat dafür heute (26. Oktober 2016) an ihrer Herbstsession mit dem Voranschlag 2017 die Mittel bewilligt.

Im Voranschlag, den das Kirchenparlament einstimmig genehmigt hat, sind 50‘000 Franken für das verstärkte Miteinander enthalten. Damit sollen Angebote und Dienstleistungen für kirchliche Mitarbeitende und Freiwillige in den Pfarreien in den Bereichen Migration, Integration und Diakonie finanziert werden. Kirche und Caritas werden voraussichtlich im März des kommenden Jahres eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnen. Sie sind schon heute in der Diakonie gemeinsam unterwegs. Die Landeskirche hatte 1982 die Caritas mitgegründet.

Für Kirchenberufe werben

Den Voranschlag 2017 genehmigte die Synode einstimmig und mit einer einzigen Korrektur: Sie nahm zusätzlich 15‘000 darin auf und beauftragte den Synodalrat, die Kampagne «Chance Kirchenberufe» mit 25‘000 Franken zu unterstützen. Der Synodalrat hatte dies bis dahin abgelehnt. Die Kampagne, die seit 2012 in der Deutschschweiz läuft, ist ihm «zu weit weg von der Basis», wie Synodalrätin Simone Rüd sagte. Für kirchliche Berufe müsse «ganz wesentlich in den Pfarreien und Kirchgemeinden» sensibilisiert werden. Der Hitzkircher Gemeindeleiter Stefan Schmitz hingegen, der den Antrag namens der Geistlichen Synodemitglieder vorbrachte, betonte, die Kirche brauche Seelsorgerinnen und Seelsorger. Gerade der Kanton Luzern, Standort der theologischen Fakultät, des Seminars St.Beat und der Berufseinführung des Bistums, müsse «Chance Kirchenberufe» solidarisch mitfinanzieren. Nach Angaben von Bischofsvikar Ruedi Heim studieren derzeit knapp 100 Personen für das Bistum Basel Theologie. Davon stünden 21 in der Berufseinführung.

Der Voranschlag bleibt trotz der beschlossenen Mehrausgabe schwarz. Er sieht bei Ausgaben von rund 9,4 und Einnahmen 9,8 Millionen Franken einen Überschuss von rund 424‘000 Franken vor. Mit erneut schwarzen Zahlen rechnet der Synodalrat schon im laufenden Jahr; statt der veranschlagten 160‘000 Franken dürften es sogar 400‘000 sein, weil die Ablieferungen der Kirchgemeinden höher ausfallen werden als erwartet.

Der finanzverantwortliche Synodalrat Armin Suppiger sprach von einer Trendwende. Die Landeskirche erlange damit wieder mehr Handlungsspielraum. Der Beitragssatz der Kirchgemeinden bleibt bei 0,022 Einheiten. Ziel müsse sein, den Steuerfuss etwa 2020 wieder senken zu können, bemerkte Fredy Suter (Emmen), Präsident der Geschäftsprüfungskommission.

Baubeiträge für finanzschwächere Kirchgemeinden

Im Voranschlag enthalten sind wiederum Baubeiträge für finanzschwächere Kirchgemeinden. Nächstes Jahr fliessen so insgesamt 144‘300 Franken nach Luthern, Marbach, Pfeffikon, Römerswil, Schüpfheim und Ufhusen. Kirchgemeinden, die besondere Energiesparmassnahmen treffen, erhalten dafür den doppelten Beitrag – zum Beispiel Schüpfheim bei der Renovation des Pfarreiheims oder Ufhusen bei der Pfarrhaus-Sanierung.

Vakanz im Synodalrat

Für die Ende Jahr zurücktretende Synodalrätin Simone Rüd (Luzern) konnte die Synode noch keine Nachfolge wählen. Bischofsvikar Ruedi Heim, auch Präsident der für die Nachfolge verantwortlichen Dekanenkonferenz, zeigte sich jedoch zuversichtlich, der Frühjahrsession eine Kandidatur vorstellen zu können. Simone Rüd ist neben Markus Müller (Nebikon) das zweite Geistliche Mitglied des Synodalrats.

Ausserdem hat die Synode…

  • …vom Jahresprogramm 2017 des Synodalrats sowie vom Finanz- und Aufgabenplan für die Jahre 2017 bis 2021 zustimmend Kenntnis genommen.
  • …das geänderte Lastenausgleichsgesetz in zweiter Lesung genehmigt. Damit können beitragsberechtigte Kirchgemeinden neu auch die Kosten für das Pfarreiblatt geltend machen. Die Landeskirche will damit dessen kantonsweite Verbreitung fördern.
  • …die Statuten des neuen Kirchgemeindeverbands Rontal genehmigt.
  • …Edi Wigger (Egolzwil) einstimmig für weitere vier Jahre als Synodalverwalter bestätigt.
  • …Franz Schöpfer (Malters) in die Geschäftsprüfungskommission und Hanspeter Wasmer (Meggen) in die Kommission Seelsorge-Bildung gewählt.
  • …zu Beginn vier neue Mitglieder vereidigt: Lukas Briellmann (Root, für den verstorbenen Peter-Josef Bomholt, Weggis), Urs Ebnöther (Rothenburg, für Beat Häfliger, Rothenburg), Emil Banz (Luzern, für Dagmar Flückiger, Luzern) und Susan Schärli (Beromünster, für Gaby Schenker, Neudorf).
Synodepräsident Hans-Christoph Heim (Büron, rechts) gratuliert Synodalverwalter Edi Wigger (Egolzwil), der für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wurde. | © 2016 Dominik Thali
Synodepräsident Hans-Christoph Heim (Büron, rechts) gratuliert Synodalverwalter Edi Wigger (Egolzwil), der für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wurde. | © 2016 Dominik Thali
Danke, Simone Rüd! Synodepräsident Hans-Christoph Heim verabschiedet die Ende Jahr zurücktretende Synodalrätin Simone Rüd. | © 2016 Dominik Thali
Danke, Simone Rüd! Synodepräsident Hans-Christoph Heim verabschiedet die Ende Jahr zurücktretende Synodalrätin Simone Rüd. | © 2016 Dominik Thali
Sie arbeiten künftig enger zusammen: Caritas-Luzern-Geschäftsleiter Thomas Thali (links) und Gregor Gander, Leiter Fachbereiche der Landeskirche. | © 2016 Dominik Thali
Sie arbeiten künftig enger zusammen: Caritas-Luzern-Geschäftsleiter Thomas Thali (links) und Gregor Gander, Leiter Fachbereiche der Landeskirche. | © 2016 Dominik Thali

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