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Katechetin Jeanette Marti-Felber: «Das funktioniert bei uns sehr gut»

Der Religionsunterricht ist nur eine ihrer vielen Aufgaben: Jeannette Marti-Felber bei der Vorbereitung einer Lektion. | © 2019 Mathias Bühler
Der Religionsunterricht ist nur eine ihrer vielen Aufgaben: Jeannette Marti-Felber bei der Vorbereitung einer Lektion. | © 2019 Mathias Bühler

«Das duale System ist etwas Notwendiges. Schliesslich verwalten und verantworten die Kirchenräte das Geld der Pfarreiangehörigen. Wofür soll es ausgegeben werden? Wenn beide Führungslinien genau hinschauen, ist man im Alltag sehr gut abgesichert. Davon habe ich in meinen Aus- und Weiterbildungen immer wieder erfahren. Das half mir, die Strukturen von Anfang an zu kennen und mich darin zu bewegen.

Verständnis und wohlwollen spürbar
Religionsunterricht erteile ich jetzt seit rund acht Jahren. In meiner jetzigen Position als Fachverantwortliche Katechese in unserem Pastoralraum habe ich nur dann direkt mit den Kirchmeiern der drei Kirchgemeinden und dem Pastoralraum-Kirchmeier zu tun, wenn ich Budgets zusammenstelle und eingebe. Mit den Kirchenräten komme ich sonst indirekt in Berührung. Unser Pastoralraumleiter Kurt Zemp ist das Bindeglied zwischen diesen und unseren vier Fachverantwortlichen. Er bringt unsere Anliegen und Projekte in die Kirchenräte ein; dort wird beschlossen, was in welchem Umfang umgesetzt werden kann. Das funktioniert sehr gut. Das gegenseitige Verständnis und Wohlwollen aller Beteiligten ist bei uns wirklich spürbar. Und die Zuständigkeiten sind klar geregelt. Es ist wertvoll, wenn die kirchlichen Angestellten und die Mitglieder der Kirchenräte zumindest wissen, wer wo arbeitet und wofür verantwortlich ist. Offen und transparent zu sein ist wichtig.

Von ‹Chenderfiire› bis zu Mitarbeitergesprächen
Meinen Beruf mag ich wirklich, die Vielfalt der Aufgaben ist gross. Eigentlich wollte ich ja schon mit 20, nach dem Lehrabschluss als Detailhandelsangestellte, Katechetin werden. Diesen Wunsch musste ich aber immer wieder zurückstellen; erst als unsere Kinder sieben und neun Jahre alt waren, wagte ich den Schritt in die Ausbildung. Im Dezember 2017 gehörte ich dann zu den elf Katechetinnen, die als erste die Weiterbildung ‹Leitungsaufgaben im Katechesebereich› abschlossen. Heute erteile ich Religionsunterricht auf allen Stufen, ich führe ‹Chlichchenderfiire› durch, betreue die ‹Chenderfiir›-Frauen und bin in die Erstkommunion-Vorbereitungen eingebunden. Als Fachverantwortliche leite ich die Teamsitzungen, führe die Mitarbeitenden- und Fördergespräche durch und bin Kontaktperson für die Schulleiterinnen und -leiter. Eine weitere Aufgabe ist zum Beispiel die Praxisbegleitung angehender Katechetinnen und Katecheten. Schliesslich bin ich auch Mitglied des Pastoralraumteams.

Jeannette Marti-Felber, 47, Katechetin ForModula mit Studiengang Theologie und Führungsweiterbildungen, seit 2017 Fachverantwortliche Katechese im Pastoralraum «Im Rottal» (Pfarreien Buttisholz, Ettiswil, Grosswangen); ursprünglich Detailhandelsangestellte, verheiratet, zwei Kinder.

Dual stark (XIV)

In der katholischen Kirche in der Schweiz verantworten Seelsorge und Behörden die Kirche gemeinsam. Das «Kirchenschiff», das Informationsmagazon der katholischen Kirche im Kanton Luzern, lässt Personen zu Wort kommen, die in diesem dualen System tätig sind. In dieser Folge: Jeannette Marti-Felber, Fachverantwortliche Katechese im Pastoralraum «Im Rottal».