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Italienermission begrüsst Arbeiterbischof Giancarlo Bregantini

Bischof Giancarlo Bregantini im Gottesdienst. | © 2017 Missione Cattolica
Bischof Giancarlo Bregantini im Gottesdienst. | © 2017 Missione Cattolica

Für die katholischen Italiener im Kanton Luzern ist das Centro Papa Giovanni in Emmenbrücke ein wichtiger Ort fürs Zusammenleben. Anlässlich des 6. Jahrestags der Einweihung am 12. Februar begrüssten sie Erzbischof Giancarlo Maria Bregantini vom Bistum Campobasso-Bojano in Mittelitalien.

Bischof Bregantini ist bekannt als der Arbeiter Bischof. Bevor er in die Erzdiözese Campobasso-Bojano kam, war er im Bistum Locri–Gerace in Kalabrien tätig. Die Gegend des Bistums Locri-Gerace ist geprägt durch die starke Präsenz der Mafia. Dort wurde der Oberhirte bekannt für seinen Einsatz gegen das organisierte Verbrechen und wurde in den letzten Jahren wegen seines unermüdlichen Einsatzes dagegen zum Hoffnungsträger eines moralischen Neubeginns in dieser Region. Bregantini wurde zu einem Sprachrohr jener Menschen, die gegen die Vorherrschaft der lokalen Mafia ‚Ndrangheta rebellieren. Während seiner Amtszeit hatte der Bischof einigen Jugendlichen geholfen, Landwirtschaftsunternehmen auf Grundstücken zu errichten, die ehemals Mafiosi gehörten und dann beschlagnahmt wurden. Die Jugend müsse begreifen, dass es konkrete Alternativen zu den Arbeitsplätzen gibt, die die Mafia anbietet, ist Bregantini überzeugt.

«Sie klopfen an unsere Tür»

Der Gottedienst fand unter dem Vorsitz von Bischof Bregantini statt unter der Mitgestaltung des Italienerseelsorgers Don Mimmo, Vikar Don Paulino und dem Gemeindeleiter der  Pfarrei Santa Maria, Hans-Peter Vonarburg. Don Mimmo erinnerte daran, dass die Zahl der Migranten aus Italien wieder wachse. Es seien immer mehr Jugendliche aus Süditalien, die in die Schweiz einreisen wollten. Diese «neuen» Migranten hätten zum Teil höhere Schulbildungen und Hochschul-Abschlüsse. «Sie klopfen an unsere Tür, mit der Hoffnung, einen Job zu finden.» Meistens ist die Missione Cattolica Italiana für diese Menschen heute noch ein Ort des Empfangs, der Integration und somit ein wichtiger Bezugspunkt für alle mögliche Fragen.

Bischof Bregantini erzählte in seiner Predigt Anekdoten aus seiner Amtszeit. Aus eigener Erfahrung weiss er, was «abreisen, empfangen werden und ankommen» bedeutet, hat er dies immer wieder erleben dürfen.

Am Nachmittag ging das Fest im Centro Papa Giovanni weiter. Bischof Bregantini berichtete vor allem über seine Amtszeit in Kalabrien. Seine Worte berührten und machten nachdenklich.

Kinder- und Jugendgruppen gestalteten das Programm mit. 24 Brautpaare, die den Ehevorbereitungskurs absolviert hatten, beteiligten sich. Sie wurden während des Gottesdienstes namentlich erwähnt und aufgeboten, ihr Liebesbekenntnis zu erneuern.

Die Italienermission dankt Bischof Bregantini für seine bereichernde Präsenz und  allen Freiwilligen für Unterstützung

Silvana Pisaturo, Präsidentin des kantonalen Pastoralrats