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Integration in der Gemeinde: Vereinform bringt Vorteile

Im «Café International» vom Februar. Es findet monatlich im Pfarreisaal Weggis statt. | © 2017 David Coulin
Im «Café International» vom Februar. Es findet monatlich im Pfarreisaal Weggis statt. | © 2017 David Coulin

Der Verein «zäme läbe» setzt sich für das gelingende Zusammenleben in den Seepfarreien ein. Gut 40 Personen aus Greppen, Weggis und Vitznau waren bei der Gründung am 12. Januar dabei. Die Wahl dieser Rechtsform ist wohlüberlegt. Für die Organisation und Koordination der Freiwilligenarbeit bringt sie einige Vorteile.

«Wichtig war für uns, die Freiwilligenarbeit von vielen Einzelpersonen rund um die Integration von Flüchtlingen zu koordinieren», meint Beatrix Küttel im Rückblick auf die vergangenen Monate. Sie ist Präsidentin des Vereins «zäme läbe» und vertritt als Sozialvorsteherin von Weggis die politischen Gemeinden im Vorstand. Die enge Zusammenarbeit mit behördlichen, kirchlichen und privaten Organisationen ist ein weiteres Ziel. Im Vorstand ist deshalb mindestens je eine Person aus den Gemeinden und den Kirchen vertreten. Diese sind die Trägerinnen des Vereins.
Der Zusammenschluss als Verein sei nicht von Anfang an klar gewesen. «An einer Koordinationssitzung von Freiwilligen wurde beschlossen, dass sich eine Spurgruppe mit zukünftigen Formen der Integrationsarbeit in den Seegemeinden auseinandersetzen soll», sagt Beatrix Küttel. «Als weitere Option wurde eine Interessensgemeinschaft diskutiert.» Es waren gewichtige Gründe, die den Entscheid für die Vereinsform gebracht hätten: «Mit dem breit abgestützten Vorstand sind wir regional gut vernetzt. Als Verein sind wir eine juristische Person und können so etwa Räume mieten, ein Konto eröffnen, Versicherungen abschliessen und auch Unterstützungsbeiträge der öffentlichen Hand und von den Kirchgemeinden beantragen».

Koordination der Freiwilligen und Projekte
Das «Café International» öffnet monatlich seine Türen. Es ist seit dem Start im vergangen August gut besucht. Wie die anderen Projekte – die Beteiligung an der Aktionswoche Asyl und die Deutschkurse für Asylsuchende – ist das Café neu dem Verein «zäme läbe» unterstellt. Dazu Beatrix Küttel: «Für jedes Projekt haben wir eine Person aus dem Verein, welche die Leitung übernimmt. Im Vorstand laufen die Fäden zusammen». Und sie weiss: «In Kürze startet ein neues Angebot. Eine Gruppe von Freiwilligen wird Ausflüge in die Region organisieren».

Weitere Vereine im Kanton Luzern
Auch in anderen Orten gibt es Vereine mit dem gleichen Anliegen wie in den Seepfarreien, etwa in Sursee, Hochdorf, Schüpfheim, Kriens, Luzern, Wauwil oder Meggen. Teils bestehen sie schon seit mehreren Jahren. «Der Zusammenschluss von ehrenamtlich Engagierten ist immer als Vorteil zu sehen. Der Kontakt zu den bestehenden Freiwilligengruppen ist uns wichtig», sagt Marianne Bachmann von der Koordinationsstelle des Kantons (siehe Kasten).

Matthias Bättig

Neue Koordinationsstelle

Seit Anfang 2017 ist Marianne Bachmann Koordinatorin für Freiwilligenarbeit bei der kantonalen Dienststelle für Asyl- und Flüchtlingswesen. Für die Koordinationsstelle stehen Vernetzungs- und Vermittlungsaufgaben im Vordergrund. Sie führt eine Liste mit den bestehenden Integrationsgruppen. Mit persönlichen Hilfestellungen untersützt sie Gruppen vor Ort in der Aufbau und Entwicklungsphase oder beantwortet ganz konkrete Fragen zum Asyl- und Flüchtlingswesen.

www.daf.lu.ch / marianne.bachmann@lu.ch