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«Ihr macht die Seelsorge für Migranten möglich»

Nationen und Kulturen verein: An der Delegiertenversammlung der Migrantenseelsorge vom 30. Mai 2017 im Centro Papa Giovanni in Emmenbrücke. | © 2017 Dominik Thali
Nationen und Kulturen verein: An der Delegiertenversammlung der Migrantenseelsorge vom 30. Mai 2017 im Centro Papa Giovanni in Emmenbrücke. | © 2017 Dominik Thali

Die Migrantenseelsorge «sorgt für die pastorale Begleitung der römisch-katholischen Migrantinnen und Migranten im Kanton Luzern durch die römisch-katholische Kirche und besorgt die der kirchlichen Tätigkeit dienende öffentliche Verwaltung». Was im Gesetz amtlich klingt, ist in Wirklichkeit mit viel Leben verbunden. Dies macht der Alltag in den sieben Missionen * – Pfarreien vergleichbar – deutlich und kommt gebündelt zum Ausdruck an den Delegiertenversammlungen der Migrantenseelsorge, die zweimal jährlich stattfinden.

Die Migrantenseelsorge ist gewissermassen die Kirchgemeinde der Migrantinnen und Migranten und damit mit der Verwaltung betraut. Mit der Delegiertenversammlung hat sie ein gewähltes Parlament, das zweimal jährlich, im Mai und November, zusammenkommt, Rechnung und Voranschlag behandelt und sich Rechenschaft ablegen lässt. Auskunft gibt der Administrativrat, der Kirchenrat der Migrantenseelsorge. Diesem gehören 5 bis 7 Mitglieder an, Cornelio Zgraggen ist ihr Präsident. Karl Odermatt führt die Delegiertenversammlung.

So versammelten sich am Dienstag dieser Woche, am 30. Mai, 17 der derzeit 21 Delegierten bei der Italienermission im Centro Papa Giovanni in Emmenbrücke. Die Delegiertenversammlungen sind mit dem anschliessenden gemeinsamen Essen und Austausch auch jedes Mal ein gesellschaftlicher Anlass. Zuvor verabschiedete die Versammlung die Rechnung 2016, die mit einem Plus von rund 110’000 Franken abschliesst. Dieses Geld fliesst in die Kirchgemeinden zurück. Darüber gab erstmals Hans-Peter Bucher Auskunft, der seit einem Jahr als Geschäftsführer amtet. Er ist daran, «mit einem Riesenaufwand» (Administrativrats-Vizepräsident Thomas Huber) die Verwaltung der Missionen neu zu organisieren und zu vereinheitlichen. Dazu gehören etwa die Personalverwaltung, die EDV oder die Raumbewirtschaftung.

Bischofsvikar Ruedi Heim dankte den Missionen für ihr Engagement und dem Administrativrat für die gute Zusammenarbeit: «Ihr macht es überhaupt erst möglich, dass die Seelsorge für die Migranten stattfinden kann.»

Die Herbst-Delegiertenversammlung findet am Donnerstag, 9. November 2017 statt.

  • Es gibt Missionen für die Albanern, Chinesen, Italiener, Kroatenmission, Polen, Portugiesen und Spanier, teilweise decken diese auch weitere Zentralschweizer Kantone ab.