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Herbstsession der Synode: Aufhellungen am Finanzhorizont

Der neue Synodepräsident Hans-Christoph Heim im Pausengespräch mit der neuen Synodalrats-Vizepräsidentin Annegreth Bienz (ihm gegenüber) und den Stimmenzählerin Marlene Emmenegger (links) und Bernadette Bircher (rechts). | © 2015 Dominik Thali
Der neue Synodepräsident Hans-Christoph Heim im Pausengespräch mit der neuen Synodalrats-Vizepräsidentin Annegreth Bienz (ihm gegenüber) und den Stimmenzählerin Marlene Emmenegger (links) und Bernadette Bircher (rechts). | © 2015 Dominik Thali

Die Landeskirche rechnet 2016 mit einem Überschuss und wird auch die Rechnung 2015, anders als erwartet, mit einem Plus abschliessen. Sie gewinnt damit wieder an Handlungsspielraum – aber nur, weil mehr Geld aus den Kirchgemeinden fliesst und sie die Dekanatsleitungen künftig nicht mehr mitfinanziert.

Die Synode genehmigte den Voranschlag 2016 einstimmig und nahm vom Finanzplan zustimmend Kenntnis. Nach fünf Jahren mit roten Zahlen hatte der Synodalrat dem Parlament für das nächste Jahr wieder ein Budget vorgelegt, das mit einem kleinen Gewinn rechnet. Es sieht bei Ausgaben von rund 9,3 und Einnahmen 9,46 Millionen Franken einen Überschuss von rund 160‘000 Franken vor. Der Beitragssatz der Kirchgemeinden bleibt bei 0.022 Einheiten.

Mit schwarzen Zahlen rechnet der Synodalrat schon im laufenden Jahr, für das er ein Minus von 165‘000 veranschlagt hatte – im besten Fall werde es gegen eine halbe Million Franken sein, sagte der finanzverantwortliche Synodalrat Markus Kronenberg. Ein Grund für die höheren Beiträge der Kirchgemeinden dürften Steuerausstände früherer Jahre und Vorauszahlungen sein, vermutet er. Jedenfalls sei der Anstieg der Steuereinnahmen mit Vorsicht zu betrachten.

Der Überschuss im Voranschlag 2016 hat jedoch einen klaren Grund: Dann fällt die Mitfinanzierung der Dekanatsleitungen weg, ein Betrag von 200‘000 Franken. Die Synode beschloss in zweiter Lesung einstimmig, das entsprechende Gesetz aufzuheben. «Eine Sparmassnahme, die uns Luft gibt», sagte Markus Kronenberg. Er wie Synodalratspräsident Thomas Trüeb warnten jedoch vor Euphorie: «Auch wenn sich jetzt der Finanzhorizont ein wenig aufhellt, besteht noch kein Grund dafür.» Die Stabilisierung des Finanzhaushalts werde die Landeskirche noch die ganze Legislatur beschäftigen. Gemäss Finanzplan wird sie erst 2020 wieder Eigenkapital in der Höhe eines Jahresumsatzes geäufnet haben. «Wir brauchen diesen Puffer, weil wir unseren Verbindlichkeiten ab Anfang Jahr nachkommen müssen, die Beiträge der Kirchgemeinden aber gestaffelt fliessen», erklärte Thomas Trüeb.

Neue Präsidien gewählt

Alle zwei Jahre wählt die Synode ihr Präsidium und Büro sowie das Präsidium des Synodalrats neu. In den Jahren 2016 und 2017 führt der bisherige Vizepräsident Hans-Christoph Heim (Büron) das Kirchenparlament; er folgt auf Iva Boutellier (Luzern). Neue Vizepräsidentin ist Ursula Hüsler (Kriens). Das Präsidium des Synodalrats, der Exekutive der Landeskirche, übernimmt die bisherige Vizepräsidentin Renata Asal-Steger (Luzern) von Thomas Trüeb (Meggen). Neue Vizepräsidentin ist Annegreth Bienz-Geissler (Entlebuch). Alle wurden mit der Gesamtstimmenzahl von 96 gewählt.

Für den Ende Jahr zurücktretenden Synodalrat Markus Kronenberg (Eschenbach) konnte die Synode noch keine Nachfolge wählen. Die Fraktionen Hochdorf und Sursee erhielten auf ihre zahlreichen Anfragen nur Absagen. Mit der Suche befasst sich nun die Geschäftsleitung der Synode, die dem Parlament an der Frühjahrssession eine Kandidatur vorstellen will. Während der Vakanz leitet Markus Kronenbergs Stellvertreterin Annegreth Bienz zusätzlich das Ressort Finanzen.

Ausserdem hat die Synode…

  • … für 2016 für acht Kirchgemeinden Baubeiträge in der Höhe von insgesamt rund 106‘000 Franken bewilligt: Bramboden, Hohenrain, Marbach, Müswangen, Römerswil, Escholzmatt, Entlebuch und Flühli.
  • … Die Kirchgemeindeordnung Root und die Änderung der Kirchgemeindeordnung Ufhusen genehmigt.
  • … Evelyne Huber (Kirchgemeindepräsidentin von Willisau) und Claudio Potalivo (Italienermission, Emmen) neu in den Administrativrat der Migrantenseelsorge gewählt.
  • … Monika Zumbühl (Horw) als neues Mitglied begrüsst und vom Rücktritt von Theres Küng, geistliches Mitglied der Fraktion Sursee, Kenntnis genommen. Theres Küng ist neu im Michelsamt tätig, das zur Fraktion Hochdorf gehört.
Iva Boutellier leitete ihre letzte Synode als Präsidentin und verabschiedete dabei Synodalrat Markus Kronenberg. | © 2015 Dominik Thali

Iva Boutellier leitete ihre letzte Synode als Präsidentin und verabschiedete dabei Synodalrat Markus Kronenberg. | © 2015 Dominik Thali

Die neue Synodalratspräsidentin Renata Asal-Steger (Mitte) mit der neuen Vizepräsident Annegreth Bienz-Geisseler (link) und der neuen Synode-Vizepräsidentin Ursula Hüsler. | © 2015 Dominik Thali

Die neue Synodalratspräsidentin Renata Asal-Steger (Mitte) mit der neuen Vizepräsident Annegreth Bienz-Geisseler (link) und der neuen Synode-Vizepräsidentin Ursula Hüsler. | © 2015 Dominik Thali

Ausserdem hat die Synode…

  • für 2016 für acht Kirchgemeinden Baubeiträge in der Höhe von insgesamt rund 106‘000 Franken bewilligt: Bramboden, Hohenrain, Marbach, Müswangen, Römerswil, Escholzmatt, Entlebuch und Flühli.
  • Die Kirchgemeindeordnung Root und die Änderung der Kirchgemeindeordnung Ufhusen genehmigt.
  • Evelyne Huber (Kirchgemeindepräsidentin von Willisau) und Claudio Potalivo (Italienermission, Emmen) neu in den Administrativrat der Migrantenseelsorge gewählt.
  • Monika Zumbühl (Horw) als neues Mitglied begrüsst und vom Rücktritt von Theres Küng, geistliches Mitglied der Fraktion Sursee, Kenntnis genommen. Theres Küng ist neu im Michelsamt tätig, das zur Fraktion Hochdorf gehört.