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Hans-Peter Bucher: Auch im Beruf ist er sportlich unterwegs

Der neue Geschäftsführer am neuen Standort der Migrantenseelsorge: Hans-Peter Bucher in seinem Büro am Abendweg 1 in Luzern.  | © 2016 Matthias Bättig
Der neue Geschäftsführer am neuen Standort der Migrantenseelsorge: Hans-Peter Bucher in seinem Büro am Abendweg 1 in Luzern. | © 2016 Matthias Bättig

Rund 100 Gemeinschaften für anderssprachige Katholikinnen und Katholiken gibt es in der Schweiz; 7 dieser Missionen, wie sie im Kanton Luzern heissen, betreut hier die Migrantenseelsorge. Hans-Peter Bucher aus Malters ist seit Mai ihr neuer Geschäftsführer.

Hans-Peter Bucher bezeichnet sich zwar als polysportiv und liebt den Sport in den verschiedensten Facetten. Aber das Laufen ist seine grösste Leidenschaft. Und so ist der Mann aus Malters mindestens drei Mal pro Woche im Joggingoutfit anzutreffen. «Das Joggen ist nicht nur ein hervorragender Ausgleich zur Arbeit im Büro», sagt der 55-jährige Vater von drei erwachsenen Kindern. «Ich schätze die Zeit, die ich dabei für mich allein habe, und kann die Natur um mich herum intensiv wahrnehmen.» Nebenbei: Hans-Peter Bucher wird am 30. Oktober den Swiss City Marathon in Luzern zum 10. Mal in Serie absolvieren.

Dank Wallfahrt zur neuen Aufgabe

Zu Fuss an der Luzerner Landeswallfahrt nach Einsiedeln hatte Hans-Peter Bucher Edi Wigger, den Synodalverwalter der Luzerner Landeskirche, kennengelernt. Über diesen Kontakt wurde er auf die offene Stelle bei der Migrantenseelsorge aufmerksam. Dass er später auch zu deren neuem Geschäftsführer gewählt wurde, freut Hans-Peter Bucher sehr: «Für mich ist dieser berufliche Wechsel eine grosse Chance, und ich sehe in der neuen Aufgabe die Möglichkeit, in den nächsten Jahren in den unterschiedlichsten Themen wirken zu können.» Bucher hat bisher in verschiedenen Organisationen der Privatwirtschaft in den Bereichen Finanzen und Controlling gearbeitet, bezeichnet sich selber jedoch als Generalist. Dass dies auch in seiner neuen Aufgabe als Geschäftsführer gefordert ist, zeigt schon ein kurzer Blick in den Stellenbeschrieb.

Er sei sehr wohlwollend begrüsst worden, sowohl von den verschiedenen Missionen der Migrantenseelsorge (dazu zählen die Italiener-, Spanier-, Portugiesen-, Albaner-, Kroaten-, Chinesen- und Polenmission) wie auch am neuen Arbeitsort am Abendweg 1, wo er mit der Geschäftsstelle Anfang Mai im 3. Stock neu einzog. «Momentan geht es darum, zusammen mit dem Administrativrat Grundlagen für die künftige Arbeit in der Migrantenseelsorge zu schaffen», sagt Hans-Peter Bucher. «Dazu gehören neben der Klärung von Strukturen auch praktische Dinge, wie die Dokumentenablage, einheitliche Formulare oder der Aufbau eines internen Kontrollsystems.»

Leistungen der Migrantenseelsorge aufzeigen

In einem nächsten Schritt ist es Bucher ein grosses Anliegen, auch nach aussen sichtbar zu machen, welch grosse Arbeit in den verschiedenen Missionen geleistet wird; dies in der Öffentlichkeit, aber auch gegenüber den unterschiedlichen Partnern wie zum Beispiel den Luzerner Kirchgemeinden und den Landeskirchen der Zentralschweizer Kantone. «Intern werden wir gefordert sein, mit den Missionen – die teilweise sehr unterschiedlich funktionieren – einen gemeinsamen Weg zu finden, gegenseitig Verständnis zu schaffen wie auch Spielräume und Strukturen für die Missionen zu schaffen, damit diese auf ihrer Ebene professionell arbeiten können. Was er anpacke, das versuche er richtig zu tun, meint Bucher und man merkt im Gespräch schon bald, dass er auch beruflich sehr sportlich unterwegs ist.

Matthias Bättig

Sieben Missionen

Die Migrantenseelsorge im Kanton Luzern ist mit einer Kirchgemeinde mit mehreren Pfarreien vergleichbar – den Missionen für die Sprachgruppen. Davon gibt es sieben: die Italiener-, Spanier-, Chinesen-, Portugiesen-, Albaner-, Kroaten- und Polenmission. Der Administrativrat, von der Synode (kantonales Kirchenparlament) gewählt, entspricht dem Kirchenrat und führt die Migrantenseelsorge strategisch. Dazu gibt es eine Delegiertenversammlung, in der Missionen, Dekanate und Kirchgemeinden vertreten sind.

Gesamtschweizerisch ist die Seelsorge für Anderssprachige – es gibt 102 solcher Gemeinschaften – unter der Obhut von Migratio organisiert, einer Kommission der Bischofskonferenz.

www.migratio.ch