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Gut verknüpft ist halb gewonnen

Entwirren und verknüpfen – Die neue Plattform will die Pluralität der Jugendarbeit der Katholischen Kirche sichtbar machen. | © 2018 Gregor Gander
Entwirren und verknüpfen – Die neue Plattform will die Pluralität der Jugendarbeit der Katholischen Kirche sichtbar machen. | © 2018 Gregor Gander

Mit viel Elan hat sich eine Arbeitsgruppe der katholischen Kirche Schweiz zum Ziel gesetzt, eine möglichst vollständige Landschaft der kirchlichen Jugendarbeit in der Deutschschweiz zu zeichnen. Dieser Überblick soll 2019 frische Begegnungen ermöglichen.

Sucht ein Teenager heute ein Freizeitangebot im diakonischen Bereich, oder etwas Spirituelles in der Gemeinde, hat er mitunter erhebliche Sucharbeit im Internet zu leisten. 2019 stösst er bei seiner Suche idealerweise direkt auf die geplante Webseite (sie hat noch keinen Namen), stellt die gewünschten Filter ein und ist – klick – informiert. So einfach könnte es sein. So einfach ist es aber nicht. Zwei Sitzungen hat sie hinter sich, die AG mit dem Arbeitstitel «Die Pluralität der Jugendarbeit der Katholischen Kirche in der Deutschschweiz». Die AG ist derzeit mit einer grossen Datenerhebung beschäftigt. Sie bildet durch ihre Zusammensetzung von Vertreterinnen und Vertretern z.B. aus der Verbandsjugendarbeit, der offenen kirchlichen Jugendarbeit, anderssprachigen Missionen, oder der DOK, bereits selbst einen Teil dieser Vielfalt ab.

Mit- und nicht gegeneinander

Die Palette ist breit. Jede Pfarrei hat ihre Angebote, es gibt zahlreiche Akteure auf dem Feld der kirchlichen Jugendarbeit in der Deutschschweiz. Aber kennen sie sich auch untereinander? Sind ihre Angebote im Netz auffindbar? Ein Zusammenspiel bzw. das Wissen um die jeweiligen Angebote wären von grossem Vorteil. Davon ist Viktor Diethelm, Projektleiter der AG, überzeugt. «Denn wer miteinander verknüpft und somit auch besser informiert ist, kann präziser Auskunft geben, kommt anders ins Gespräch», sagt Diethelm. Und das ist letztlich das Ziel: Dass die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nahe an ihren Bedürfnissen und Interessen abgeholt werden können. «Die digitale Welt ist hierbei ein wichtiger Player, sie ist eine Realität, in der auch die Kirche ihre Auftritte braucht», so Diethelm. Bei der Plattform geht es nicht darum, welche Organisation oder welches Angebot einen höheren kirchlichen Rang besitzt. Solche Wettstreite öden Diethelm an. Mit der Webseite will die Arbeitsgruppe Pluralität sichtbar machen. Denn alle Akteure sind ein Teil des Getriebes, und zusammen gedreht ist leichter gedreht. «Diese Lust an der Pluralität beginnt spürbar zu werden», meint Diethelm. Er wünscht sich, dass diese Lust überschwappe, dass die Herausforderung des Überblicks gelinge.

Im besten Fall melden sich während der Datenerhebung dank Mundpropaganda noch mehr Unbekannte aus der kirchlichen Jugendarbeit, solche, die während der bisherigen Recherche nicht aufgefunden werden konnten. Diethelm erhofft sich aufgrund der Selbstdarstellung der einzelnen Akteure auf der Webseite auch, dass Begegnungen und Austausch stattfinden können.

Motivieren und positionieren

Für Diethelm liegt der Vorteil auf der Hand: «Eine klare Ausgestaltung des Angebots ist nicht nur für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen interessant, sondern auch für die Akteure selbst. Denn mit einem definierten Profil ist schon viel gewonnen, kann motiviert und auch inspiriert werden.»

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Zur Person

Viktor Diethelm ist Religionspädagoge und leitet seit 2016 die Fachstelle für offene kirchliche Jugendarbeit (OKJ) in Luzern. Die Pluralitätsplattform ist eins seiner Projekte.