Zur Startseite Zur Navigation Zum Inhalt Zur Kontaktseite Zur Sitemapseite Zur Suche

Frauen gestalten die Welt

Ende 1970 stimmten die Luzerner Männer für das Stimm- und Wahlrecht der Frauen, für einmal gar vor der Eidgenossenschaft. Kurz vorher formulierte eine Gruppe vorwiegend reformierter Theologen die «Erklärung von Bern». In einem Manifest versprachen tausend Personen unter anderem drei Prozent ihres Einkommens für die Entwicklungszusammenarbeit zu spenden. Als Annemarie Holenstein – sie führte damals zusammen mit Rudolf Strahm das Sekretariat – ein Bankkonto für den Verein eröffnen wollte, wurde ihr beschieden, dies sei nur mit Einwilligung des Ehemannes möglich. Ähnliches erlebten wir mit unserem kleinen Geschäft.

24 Jahre später lancierten Fastenopfer und Brot für alle die Kampagne «Frauen gestalten die Welt». Das passte nicht allen, es zeigte sich gar am Spendenertrag. Mich freut noch heute, dass nach meinem Verzicht auf den Gestaltungsauftrag, Martine Walzer als Gewinnerin eines Wettbewerbs, das eindrückliche Plakat gestaltete.

Ich freue mich, dass mit den Frauen die ökumenischen Aufbruchthemen «Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung» mehr politische Kraft gewonnen haben, ganz im Sinn der damaligen Luzerner Ständerätin Josi Meier mit ihrer Aussage «Frauen gehören ins Haus, ins Bundeshaus».

Hanspeter Bisig, Grafiker, Sursee