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Fastenzeit-Aktion für Paare: in sieben Wochen zu neuen Sichtweisen

Ein Auge, wer genau hinschaut, entdeckt auch ein Herz darin: Die Postkarte zur Fastenzeitaktion für Paare 2021. | Illustration: pd
Ein Auge, wer genau hinschaut, entdeckt auch ein Herz darin: Die Postkarte zur Fastenzeitaktion für Paare 2021. | Illustration: pd

In der Fastenzeit zu zweit innehalten und neue Erfahrungen miteinander machen: Dazu ermuntert die Aktion «7 Wochen neue Sicht». Die Bistümer Basel und St. Gallen übernehmen das 2018 in Deutschland entstandene Projekt erstmals, der Kanton Luzern zieht mit.

Wer sich zu «7 Wochen neue Sicht» mit seiner Mailadresse oder Handynummer anmeldet, erhält ab Aschermittwoch bis Ostern jede Woche einen Impuls per Mail oder einen Link per SMS: Ideen für Gespräche, Vorschläge, um eine gemeinsame Erfahrung zu machen, Fragen, die in die Tiefe reichen. Die spirituellen Impulse kommen aus der christlichen Tradition, wollen aber alle Paare ansprechen und für diese «eine Ermutigung sein, ihre Zeit(en) zu zweit bewusst zu gestalten», sagt Olivia Marsicovetere von der Abteilung Pastoral des Bistums Basel. Die Fastenzeit sei ja im Christentum die grosse Auszeit, die Zeit der Rückbesinnung und Neuausrichtung.

Thomas Villiger, Pfarreiseelsorger und Mitarbeiter des Fachbereichs Pastoral der Landeskirche, spricht von «Gelegenheiten zur Unterbrechung, zum Innehalten». Er hat die Aktion «7 Wochen neue Sicht» in den Kanton Luzern geholt (siehe Kasten). Villiger gefällt, dass die Aktion niederschwellig sei und die Impulse und Anleitungen offen, kreativ und vielfältig – «wie Paare eben sind». Die Fastenzeit könne neue Sichtweisen eröffnen, sagt Villiger, «weil wir in diesen Wochen vielleicht das ‹Weniger ist mehr› in den Blick nehmen: Mehr im Innen sein, bei uns als Paar, um danach wieder neu und anders im Draussen zu sein.» Für Marsicovetere trägt «7 Wochen neue Sicht» so dazu bei, «dass Fastenzeit nicht etwas Abstraktes bleibt».

Niederschwelliger Zugang

«Und zwar für alle Paare, die etwas für sich tun möchten», hakt Yvonne Schmitt ein, Pfarreiseelsorgerin in Kriens. Sie hat an ihrer früheren Arbeitsstelle als Bildungsreferentin im Bistum Freiburg für die Aktion gearbeitet und dafür beispielsweise Texte geschrieben. 2019 machten in Deutschland nach ihren Angaben rund 10 000 Paare mit. In Deutschland können die Impulse auch über eine per Post verschickte Karte abonniert werden. In der Schweiz gibt es nur das Online-Angebot. Das passe aber sehr gut, findet Madeleine Winterhalter, Leiterin der Fachstelle Partnerschaft, Ehe und Familie des Bistums St. Gallen: «Einerseits in die Corona-Zeit, anderseits, weil die Online-Form Paaren ermöglicht, sich ganz individuell mit den Themen auseinanderzusetzen.»

Pfarreien entlasten

Schmitt weist darauf hin, dass die Aktion «7 Wochen neue Sicht» auch die Pfarreien entlasten soll. Sie müssten so kein eigenes Angebot für Paare machen. Es gibt auch jedes Jahr eine Vorlage für Gottesdienste am Valentinstag.

Dominik Thali

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Von Deutschland in die Schweiz

  • In Deutschland machen an der Fastenzeitaktion für alle Paare (sie heisst jedes Jahr anders) schon über zehn Bistümer mit; angestossen wurde sie dort 2018 von der Arbeitsgemeinschaft katholische Familienbildung in Bonn. In die Schweiz kam die Aktion über die IG PEF, die Interessengemeinschaft Partnerschaft-Ehe-Familien-Pastoral Deutschschweiz, die Madeleine Winterhalter von der St.  Galler Fachstelle co-präsidiert. An der Aktion 2021 machen neben Luzern und St. Gallen auch die Kantone Aargau, Basel-Land, Schaffhausen und Zug mit.
    Information und Anmeldung: 7wochen-neue-sicht.de