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Dritter «Dank dir!»-Preis vergeben: Sie schenken Menschen mit einer Behinderung Zeit

Die Betreuerinnen und Betreuer im Delsberger Ferien- und Besinnungskurs für Menschen mit einer Behinderung nehmen den «Dank Dir!»-Preis stellvertretend entgegen für viele Frauen und Männer, die behinderte Menschen begleiten. | © 2016 Herbert Stöckli
Die Betreuerinnen und Betreuer im Delsberger Ferien- und Besinnungskurs für Menschen mit einer Behinderung nehmen den «Dank Dir!»-Preis stellvertretend entgegen für viele Frauen und Männer, die behinderte Menschen begleiten. | © 2016 Herbert Stöckli

Einfach da sein für Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben: das sind die Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit einer Behinderung. Ihre Auszeichnung mit dem dritten «Dank Dir!»-Preis soll sichtbar machen, was an Freiwilligenarbeit in diesem Bereich geschieht.

Frauen und Männer, die Menschen mit einer Behinderung betreuen und begleiten, machen kein Aufhebens darum. Wie jene, die Jahr für Jahr in den Ferien- und Besinnungskursen und den Wochenenden der katholischen Behindertenseelsorge für die Gäste da sind. Stellvertretend für viele solcher Helferinnen und Helfer wurden sie am Fronleichnamstag in der Ferienwoche in Delsberg (26. Mai 2016) mit dem dritten «Dank Dir!»-Preis überrascht. «Behindertenbetreuung ist unspektakulär und findet weitgehend unbemerkt statt», sagt Thomas Villiger vom Fachbereich Pastoral der Landeskirche. «Aber Ferien für solche Menschen sind oft nur durch solche freiwillige Hilfe möglich und wären sonst für viele Familien und Angehörige kaum tragbar.»

Die Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit einer Behinderung schenken diesen einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit. Sie hören zu, sind Stütze, schenken Zeit und Aufmerksamkeit und helfen pflegen. Der «Dank Dir!»-Preis benennt scheinbare Selbstverständlichkeiten wie diese und macht sie damit sichtbar. Und: «Durch die Begleiterinnen und Begleiter wird auch bewusst: Menschen mit einer Behinderung bereichern unsere Gesellschaft», sagt Thomas Villiger.

Hinschauen und wertschätzen vor Ort

Die Jury hofft, dass die diesjährige Preisvergabe Kreise zieht. «Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit einer Behinderung gibt es in vielen Pfarreien», schreibt sie in ihrer Begründung. Dies solle aufgedeckt und bewusst gemacht werden – vor Ort. Durch genaues Hinschauen etwa, was baulich getan werde, um behinderten Menschen den Zugang zum Pfarreialltag zu ermöglichen. Oder durch die besondere Wertschätzung in diesem Jahr von Menschen, die sich für Behinderte engagieren.

Die Landeskirche und der Seelsorgerat (sie schreiben den «Dank Dir!»-Preis aus) zeichnen diese Engagierten Frauen und Männer stellvertretend aus, um zu zeigen, wie wichtig ihr Einsatz, die Arbeit im Kleinen, im Stillen, im Verborgenen ist und doch Grosses bewirkt. «Sie setzen sich ein für Menschen, die oft an den Rand gedrängt werden, die Politik und Gesellschaft kaum wahrnehmen und die also oft vergessen gehen», sagte Hans-Christoph Heim (Büron) bei der Preisübergabe. Er ist Präsident der Synode, des Parlaments der Landeskirche, und Mitglied der Jury, welche die Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit einer Behinderung aus elf Nominationen als Trägerin des dritten «Dank Dir!»-Preises erkor (siehe Kasten).

Ohne Freiwilligenarbeit geht in der Kirche wenig, ist die Jury überzeugt. Unzählige Frauen und Männer jeden Alters setzen sich darin freiwillig für die Gesellschaft ein. Die einen sind gut wahrzunehmen, andere leisten im Stillen einen Beitrag. Mit dem «Dank Dir!»-Preis soll dieses oft als selbstverständlich wahrgenommene Engagement öffentlich anerkannt werden.

Medienmitteilung vom 30. Mai 2016

Die «Dank Dir!»-Fahnen werden gehisst.
Die «Dank Dir!»-Fahnen werden gehisst.
Die «Dank Dir!»-Fahnen flattern im Wind vor dem Centre St. François in Delsberg.
Die «Dank Dir!»-Fahnen flattern im Wind vor dem Centre St. François in Delsberg.
Synodalrätin Annegreth Bienz bei der Übergabe des Anerkennungspreises, zu dem auch ein Geldbetrag gehört.
Synodalrätin Annegreth Bienz bei der Übergabe des Anerkennungspreises, zu dem auch ein Geldbetrag gehört.
Das «Dank Dir!»-Brot wird angeschnitten.
Das «Dank Dir!»-Brot wird angeschnitten.
Behindertenseelsorger Bruno Hübscher im Gottesdienst am Fronleichnamstag.
Behindertenseelsorger Bruno Hübscher im Gottesdienst am Fronleichnamstag.
Genug für alle: Der «Dank Dir!»-Preis 2016 in Form eines grossen Brotes, das die Jury nach Delsberg mitbrachte.
Genug für alle: Der «Dank Dir!»-Preis 2016 in Form eines grossen Brotes, das die Jury nach Delsberg mitbrachte.
Die «Dank Dir!»-Fahnen werden gehisst.
Die «Dank Dir!»-Fahnen werden gehisst.
Die «Dank Dir!»-Fahnen werden gehisst.
Die «Dank Dir!»-Fahnen werden gehisst.
Synodalrätin Annegreth Bienz übergibt Marlis Rinert den Check, der zum «Dank Dir!»-Preis gehört.
Synodalrätin Annegreth Bienz übergibt Marlis Rinert den Check, der zum «Dank Dir!»-Preis gehört.
Die drei «Dank Dir!»-Fahnen sind ein Teil des gleichnamigen Preises.
Die drei «Dank Dir!»-Fahnen sind ein Teil des gleichnamigen Preises.
Die Freude ist gross: Heidi Bühlmann, Assistentin der Behindertenseelsorge (links), Lager-Co-Leiterin Marlis Rinert (Mitte) und Thomas Villiger vom Fachbereich Pastoral der Landeskirche beim Apéro nach der Preisübergabe.
Die Freude ist gross: Heidi Bühlmann, Assistentin der Behindertenseelsorge (links), Lager-Co-Leiterin Marlis Rinert (Mitte) und Thomas Villiger vom Fachbereich Pastoral der Landeskirche beim Apéro nach der Preisübergabe.
Seit vielen Jahren engagiert in der Behindertenbetreuung und Mit-Leiterin in den Delsberger Ferien- und Besinnungskursen: Marlis Rinert.
Seit vielen Jahren engagiert in der Behindertenbetreuung und Mit-Leiterin in den Delsberger Ferien- und Besinnungskursen: Marlis Rinert.
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge
Eindrücke aus dem Ferien- und Besinnungskurs 2016 für Menschen mit einer körperlichen Behinderung in Delsberg. | © 2016 Behindertenseelsorge

Nur «Dank Dir!» ist vieles möglich

Mit dem «Dank Dir!»-Preis zeichnen die römisch-katholische Landeskirche des Kantons Luzern und der kantonale Seelsorgerat neu jedes Jahr eine Gruppe öffentlich aus, deren freiwilliges Engagement Anerkennung verdient. In der Kirche wird, sichtbar wie im Verborgenen, viel uneigennützig für die Gesellschaft geleistet. Der Kirche ist es wichtig, den Freiwilligen zu danken: Nur «Dank dir!» ist so vieles möglich, sagt sie ihnen. Der Preis wird vom katholischen Seelsorgerat des Kantons Luzern und der Landeskirche gestiftet.

Die Ministrantenschar von Hochdorf war vor zwei Jahren die erste Trägerin des «Dank Dir!»-Preises, die «Handarbeitsstube» der Pfarrei St. Karl in Luzern wurde 2015 als zweite Gruppe damit ausgezeichnet. Der Preis wird jeweils als Überraschung – nicht angekündigt – überreicht. Er besteht aus einem Geldbetrag für einen gemeinschaftlichen Anlass sowie drei «Dank dir!»-Fahnen, die nun während eines Jahres an verschiedenen Orten, gut sichtbar, auf die Auszeichnung hinweisen werden. Danach werden sie dem nächsten Preisträger weitergereicht.

In der Jury des «Dank dir!»-Preises vertreten sind der Seelsorgerat, der Synodalrat und der Fachbereich Pastoral der Landeskirche, die Bistumsregionalleitung sowie die Synode und eine Vertretung des letztjährigen Preisträgers. Seelsorgerat und Landeskirche hatten im Winter dazu aufgerufen, mögliche Preisträgerinnen und Preisträger zu nennen. Darauf gingen elf Nominationen ein.

Der Preis wird auch 2017 vergeben. Landeskirche und Seelsorgerat fordern die Pfarreien und Kirchgemeinden jetzt schon auf, sich Nominationen zu überlegen.


Bild in Druckauflösung

Das Bild zu diesem Beitrag, die Gruppe Betreuerinnen und Betreuer mit der «Dank Dir!»-Fahne, können Sie hier in Druckauflösung herunterladen.

Aus dem «Luzerner Kirchenschiff» vom Juni 2016. Zur ganzen Ausgabe und früheren Nummern: hier…