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Die ersten «Ranfter Gespräche» im neuen «Zentrum Ranft»

«Dieser Ort hat eine Botschaft»: Ursula Bründler Stadler vor der Liegenschaft des Zentrums Ranft im Flüeli. | © 2018 Dominik Thali
«Dieser Ort hat eine Botschaft»: Ursula Bründler Stadler vor der Liegenschaft des Zentrums Ranft im Flüeli. | © 2018 Dominik Thali

Im ehemaligen Friedensdorf und Via-Cordis-Haus in Flüeli-Ranft baut ein neues Team seit einem Jahr das «Zentrum Ranft» auf. «Weil es am Lebensort von Bruder Klaus einen Ort der Friedensarbeit braucht», sagt die Gründerin. Am 21/22. September lädt das Haus zu den ersten «Ranfter Gesprächen» ein.

Ursula Bründler Stadler ist eigentlich Germanistin und Mittelschullehrerin, sie studiert im Fernstudium Theologie und macht Pfarreiarbeit. Seit gut einem Jahr führt sie zusätzlich ein Seminarzentrum. «Dabei war ich noch nie Unternehmerin», meint die 57-Jährige schmunzelnd, während sie auf einem Rundgang mit Handwerkern verhandelt, sich mit einem Kursleiter  bespricht, Gästen weiterhilft und nebenher Werbung für die erste Grossveranstaltung im Haus macht, die «Ranfter Gespräche» (siehe Kasten). Es läuft viel und gut im neuen «Zentrum Ranft». Sie sei sehr zufrieden, sagt Ursula Bründler, spricht von begeis­terten Gästen und freut sich über manche, die sich nach dem ersten Besuch bereits für den nächsten angemeldet hätten. «Die Gäste schätzen das Einfache unseres Hauses.»

Breit abgestützt

Bründler ist die treibende Kraft im Haus. Als die Stiftung Via Cordis vor zwei Jahren ihr Bauprojekt für ein neues Friedensdorf aufgeben musste, setzte sie sich für ein Weitergehen ein. Es dürfe doch nicht sein, dass Flüeli kein spirituelles Haus mehr habe, sagte sie sich. «Denn dieser Ort hat eine Botschaft, die mit Bruder Klaus und Dorothea verbunden ist: Friedensarbeit und -förderung.»

Bründler gründete mit einem Luzerner Bauunternehmer und Obwaldner Immobilienunternehmen im Frühling 2017 eine Aktiengesellschaft, welche die 16 000 Quadratmeter grosse Liegenschaft erwarb und dem Trägerverein vermietet, der das Haus betreibt. Der Verein ist breit abgestützt. Im Beirat sitzen etwa der Obwaldner alt Regierungsrat Franz Enderli oder der Luzerner Theologieprofessor Markus Ries.

Nebst den bisherigen Kontemplationskursen will der Verein drei neue Schwerpunkte setzen: die «Ranfter Gespräche», die «Ranfter Retreats» (sonntägliches Meditieren und Schweigen) und die «Ranfter Veranstaltungen» (Konzerte und Seminare, die der Friedensarbeit gewidmet sind). Willkommen sind auch Langzeitgäste, für die es zudem eine therapeutische Begleitung gibt.

Als Hotel gebaut

Das Zentrum Ranft hat eine lange Geschichte. Es wurde 1865 als Hotel gebaut. Von 1949 bis 1981 führten hier die Dorothea-Schwestern eine Mädchenschule mit Internat. Zusammen mit den Schwestern wurde 1983 das Friedensdorf gegründet. 2007 ging die Liegenschaft an die Stiftung Via Cordis über, die das Haus bis 2016 betrieb.

Dominik Thali /kath.ch

«Ranfter Gespräche» mit Niklaus Brantschen

Mit «Christentum – Islam, Spiritualität und Dialog» sind die ersten «Ranfter Gespräche» übertitelt, die vom 21. bis 23. September 2018 stattfinden. Wie hängen eine spiritu­elle Lebenshaltung und Friedensarbeit zusammen? Dazu referiert unter anderem Niklaus Brantschen, Jesuit, Zen-Meister und ehemaliger Leiter des Lasalle-Hauses. Den Auftakt der «Ranfter Gespräche» bildet das Theaterstück «Der Ranft-Ruf».