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Der neue Synodalrat Armin Suppiger: Frühaufsteher aus Lebensfreude

Ein «Macher», der am liebsten im Team arbeitet: der neue Synodalrat Armin Suppiger in seinem Treuhand- und Steuerberatungsbüro in Luzern. | © 2016 Dominik Thali
Ein «Macher», der am liebsten im Team arbeitet: der neue Synodalrat Armin Suppiger in seinem Treuhand- und Steuerberatungsbüro in Luzern. | © 2016 Dominik Thali

Ein traditionelles Handwerk wurde ihm in die Wiege gelegt, aber es zog ihn ins Büro: Wie aus Armin Suppiger ein bekennender Zahlenmensch wurde, der «immer alles berechnen» will. Ausser das Leben: Die Freude daran hat ihn zum Frühaufsteher gemacht.

Um halb sechs steigt Armin Suppiger gewöhnlich aus den Federn. «Nicht weil ich go schaffe gehen muss, sondern weil ich mich freue, dass es wieder Morgen ist», sagt er. Als «sehr lebensfreudigen» Menschen sieht er sich, als einen auch, der das Leben gern sichtbar gestaltet und sich dabei eingibt. «Ich bin der Macher», sagt Suppiger. Dass ihn dabei etwa aus der Ruhe bringe, «das gibt es bei mir nicht», meint er im gleichen Atemzug. Es finde sich immer eine Lösung. Am liebsten im Team, das «gemeinschaftliche Denken» liege ihm.

Wie die Freude an den Zahlen wuchs
Eingepflanzt erhielt Armin Suppiger dieses schon im Elternhaus, im Handwerksbetrieb, in dem er aufwuchs. In der väterlichen Küferei galt es anzupacken. Der Sechzehnjährige entschied sich gleichwohl für eine Bürolehre; das örtliche Baugeschäft hatte die Stelle gerade ausgeschrieben, und es gefiel ihm, dass er mit dem Velo go schaffe fahren konnte. Die Freude an den Zahlen wuchs mit den Jahren, sodass aus dem KV-Absolventen binnen zwanzig Jahren ein Experte für all das wurde, was mit Buchhaltung und Steuern zu tun hat. Ein Zahlenmensch sei er, ja, räumt Armin Suppiger ein; einer, der «immer alles berechnen» müsse. Was ihm spannende Mandate bescherte. Zum Beispiel die Bauabrechnung für das KKL Luzern.

Leben für die Gemeinschaft
Dass Soll und Haben im Gleichgewicht stehen, ist Armin Suppiger allerdings über den Beruf hinaus wichtig. Gemeinschaft, er gebraucht das Wort ein zweites Mal, «das ist total in mir drin», die will er aktiv leben. In Buttisholz geschah dies in der kirchlichen Jugendarbeit, in Adligenswil, als Lektor, liess ihn der Pfarrer auch mal predigen, er organisierte die Agatha-Feier als aktiver Feuerwehrmann, war Stellvertreter des Zivilschutz-Ortschefs oder trug in der Feldmusik die Fahne voran.

Und jetzt also der Synodalrat. Sein Vorgänger Markus Kronenberg, mit dem er beruflich verbunden ist, hatte ihn im Februar beiläufig angefragt, nach gutem Überdenken sagte er zu, zumal sich das Ressort, die Finanzen, gut mit dem Beruf und der Selbständigkeit verbinden lassen. Die einstimmige Wahl an der Synode vom 11. Mai bestätigte Armin Suppiger, was er bei den Vorstellungsgesprächen erlebt hatte: «Eine Herzlichkeit», die er nicht erwartet habe, «ein Wohlwollen trotz kritischer Fragen». Gerechnet hatte er eher damit, «dass da nun zehn Päpste sitzen und mich auseinandernehmen». Suppiger lacht.

Er weiss freilich, dass das neue Amt ihn gehörig beanspruchen wird. 20 Prozent seien es, habe man ihm gesagt. «Ich denke, das kommt etwa hin.» Mal schauen: Er schreibe seine Stunden auf und ziehe Ende Jahr Bilanz. «Das bin ich mir als Treuhänder schliesslich gewöhnt.» Und sonst: Es dürfte mehr brauchen, um den neuen Synodalrat aus der Ruhe zu bringen.do

Aus einer Küferfamilie

Der neue Synodalrat Armin Suppiger, 54, wuchs in Buttisholz als ältestes von fünf Kindern auf. Sein Vater betrieb eine Küferei, die heute ein Bruder in Küssnacht in der 4. Generation weiterführt. Er absolvierte eine kaufmännische Lehre und bildete sich zum Experten in Rechnungslegung und Controlling sowie zum Mehrwertsteuer-Experten weiter. Seit 2010 führt Armin Suppiger ein eigenes Treuhandbüro. Er lebt mit seiner Frau Adriana in Luzern; Armin Suppiger hat vier erwachsene Kinder.