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Weitsichtig handeln

«Kirche – weitsichtig handeln» lautete das Zweijahresmotto 2016/17 der katholischen Kirche im Kanton Luzern. Wie muss die Kirche handeln, damit das «gemeinsame Haus» Erde, wie es Papst Franziskus in seiner Enzyklika «Laudato si’» (2015) nennt, auch morgen noch steht? Landeskirche und Bistumsregionalleitung setzen sich gemeinsam dafür ein – mit eigenen Massnahmen, mit Weiterbildungen, Informations- und Überzeugungsarbeit. Im «Luzerner Kirchenschiff» und auf dieser Website berichteten wir darüber; die Beiträge wurden hier in dieser Übersicht gesammelt.

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Mattia, Valentin, Laura und Yara von der Klasse 1a der Kantonsschule Luzern Alpenquai macht das Spiel «Blick über den Tellerrand» Spass. Und sie lernen viel über den Umgang mit unseren Lebensgrundlagen. | © 2018 Benno Bühlmann
Mattia, Valentin, Laura und Yara von der Klasse 1a der Kantonsschule Luzern Alpenquai macht das Spiel «Blick über den Tellerrand» Spass. Und sie lernen viel über den Umgang mit unseren Lebensgrundlagen. | © 2018 Benno Bühlmann

Das Fastenopfer und Jungwacht Blauring Schweiz haben gemeinsam das neue Brettspiel «Blick über den Tellerrand» herausgegeben. Es soll Jugendliche und Erwachsene für nachhaltige Ernährung und fairen Handel sensibilisieren.

Nach der Renovation beim Jugenddorf Knutwil sind die beiden Schirmständer vor der Pfarrkirche wie neu.  | © 2017 Margrit Kunz-Schmidli
Nach der Renovation beim Jugenddorf Knutwil sind die beiden Schirmständer vor der Pfarrkirche wie neu. | © 2017 Margrit Kunz-Schmidli

«Nach der Aussenrenovation der Pfarrkirche in Langnau passten die beiden alten Schirmständer nicht mehr so richtig ins Bild», sagt Kirchgemeindepräsidentin Margrit Kunz-Schmidli. So war klar, dass sie ersetzt werden sollten. Die Suche nach einem geeigneten Ersatz im Format der bisherigen Schirmständer und innerhalb des gesetzten finanziellen Rahmens stellte sich als sehr schwierig heraus.

In der Pfarrei St. Martin Adligenswil dürfen sich Neugeborene und deren Eltern freuen: «Wenn wir von der Gemeinde erfahren, dass es Nachwuchs gegeben hat in Adligenswil, heissen wir von der Pfarrei die Kleinkinder mit einer Nuggikette als Geschenk willkommen. Diese senden wir mit einem Brief an die Eltern», erklärt Susanna Schnider, Mitarbeiterin auf dem Sekretariat des Pastoralraumes «meggerwald pfarreien».

Der Pastoralraum Hürntal (Dagmersellen, Uffikon, Buchs) liess dieses Jahr bei der «Stiftung Villa Erica» in Nebikon für die Erstkommunion-Kinder Sonnen aus Holz anfertigen, welche die Kinder selbst verzieren konnten. | © 2017 Roberto Conciatori
Der Pastoralraum Hürntal (Dagmersellen, Uffikon, Buchs) liess dieses Jahr bei der «Stiftung Villa Erica» in Nebikon für die Erstkommunion-Kinder Sonnen aus Holz anfertigen, welche die Kinder selbst verzieren konnten. | © 2017 Roberto Conciatori

Die Kirche bringt auch Arbeit ins Dorf – in Luthern etwa jeden Tag für die Bewohnerinnen und Bewohner des Generationenhauses. Ein Beispiel von vielen, das Landeskirche und Bistumsregionalleitung zufrieden auf ihr Schwerpunktjahr zur Arbeitsintegration zurückblicken lässt.

Im Atelier Holz der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL in Rathausen; Arbeitsagogin Franziska Bodul mit Bewohner Muhamet Ibrahimi. | © 2017 Nique Nager
Im Atelier Holz der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL in Rathausen; Arbeitsagogin Franziska Bodul mit Bewohner Muhamet Ibrahimi. | © 2017 Nique Nager

Die Ateliers der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) in Rathausen sind keine Bastelstube. Hier entsteht Nützliches und Schönes, das guten Absatz findet – auch für die Kirche eine Fundgrube. Rund 220 Mensche mit einer Behinderung finden so eine Sinn stiftende Beschäftigung.

Beides schmeckt. Aber Apfelsaft  liegt uns buchstäblich näher als Orangensaft. | CC0 2017 publicdomainpictures.net/George Hodan
Beides schmeckt. Aber Apfelsaft liegt uns buchstäblich näher als Orangensaft. | CC0 2017 publicdomainpictures.net/George Hodan

Was steht auf dem Apérotisch in ihrer Pfarrei? Häufig schenken wir für jene, die weder Weissen noch Sprudel mögen, Orangensaft aus. Ein gesunder Vitaminspender ist dies zwar – aber er hat, bis wir ihn hier trinken, viel Wasser und Schiffsdiesel verbraucht. Dabei gibts (nicht nur) im Obstkanton Luzern doch jenen Saft, der schon unserer Urahnen […]

Agatha Stadelmann und Bruno Küng vom Personalverleih der Stiftung Brändi in Hochdorf im Einsatz in der Pfarrkirche Römerswil. | © 2017 Stiftung Brändi / Anja Wurm
Agatha Stadelmann und Bruno Küng vom Personalverleih der Stiftung Brändi in Hochdorf im Einsatz in der Pfarrkirche Römerswil. | © 2017 Stiftung Brändi / Anja Wurm

Die Mitarbeitenden aus dem Personalverleih der Stiftung Brändi erledigen Reinigungs- und Hauswartarbeiten. Sie sammeln dabei gute Erfahrungen im selbständigen Tun. Die Kirchgemeinden können dies unterstützen. In Römerswil geschieht dies schon seit fünf Jahren.

Papier und PC: auf die sinnvolle Kombinatiion kommt es an. | @ © pixabay.com
Papier und PC: auf die sinnvolle Kombinatiion kommt es an. | @ © pixabay.com

Das Papier stapelt sich auf dem Pult und für die nächste Besprechung. Ordner zu schleppen ist ja auch kein Vergnügen. Da könnte das papierlose Büro Abhilfe schaffen. Was für ein Traum! In meinem Büro gibt es allerdings immer noch Papier. Aber weniger, seit ich Einladungen und Protokolle für Sitzungen nicht mehr ausdrucke, sondern auf dem […]

Weihrauch steigt nach oben, ein wohlriechender Duft: Der Geruchssinn ist Thema der «SchöpfungsZeit» 2017. | © 2017 kna-bild.de
Weihrauch steigt nach oben, ein wohlriechender Duft: Der Geruchssinn ist Thema der «SchöpfungsZeit» 2017. | © 2017 kna-bild.de

Der September ist der Montag der «SchöpfungsZeit». Sie regt dieses Jahr an, den Geruchssinn neu zu entdecken und zu üben. Und sie erklärt, was Gott auch heute bisweilen stinkt. Die Aktion ist Teil einer Reihe zu den fünf Sinnen, die von 2016 bis 2020 läuft.

Das Pfarrhaus Flühli mit der neuen Solaranlage. | © 2017 zvg
Das Pfarrhaus Flühli mit der neuen Solaranlage. | © 2017 zvg

Das Dach des Pfarrhauses Flühli ist seit April ein kleines Kraftwerk. 95 Quadratmeter Photovoltaik-Module liefern im Jahresdurchschnitt 15 000 Kilowattstunden Strom, was für drei Haushalte reicht.

Gutscheine für Arbeitsintegration

Im zweiten Jahr ihres Schwerpunktthemes «Kirche – weitsichtig handeln» richtete die katholische Kirche im Kanton Luzern das Augenmerk auf die Arbeitsintegration. Unter anderem schenkte sie Kirchgemeinden und Pfarreien 2017 einen Gutschein im Wert von CHF 500.-. Dieser konnte eingelöst werden für ein Angebot einer sozialen Institution, welche die Arbeitsintegration von Menschen mit einer Benachteiligung fördert.

Wofür und wie dieser Gutschein eingelöst wurde, erfahren Sie hier.