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Caritas-Sonntag: Wenn der Lohn nicht für das Leben reicht

Sie haben eine Arbeit, aber der Lohn reicht nicht zum Leben: Davon sind häufig Frauen  betroffen. | © Symbolbild: Caritas
Sie haben eine Arbeit, aber der Lohn reicht nicht zum Leben: Davon sind häufig Frauen betroffen. | © Symbolbild: Caritas

Vielen Menschen in der Schweiz kommen mit ihrem Einkommen nur knapp aus. Sie leben mit Angst, Sorge und Unsicherheit. Die Corona-Krise hat ihre Situation zusätzlich verschärft. Am Wochenende vom 23. und 24. Januar sammelt die Caritas Luzern Spenden für Betroffene.

Nora A. sagt: «Armut ist, wenn du nachts wach liegst, weil du nicht weisst, wie du deine Miete zahlst.» Die Mutter von vier Kindern hat in der Corona-Krise ihren schlecht bezahlten Job in der Reinigungsbranche verloren. Anita W. wiederum formuliert eine ihrer vielen Sorgen so: «Armut ist, wenn ein Tag im Verkehrshaus dein Monatsbudget sprengt.» Sie ist alleinerziehende Mutter und lebt als Working Poor permanent am Rand des Existenzminimums.

Menschen wie Anita W. und Nora A. erhalten Unterstützung durch die Caritas Luzern. Dort treffen sie auf Mitarbeitende, mit denen sie ihre prekäre Lebenssituation anschauen können, ihre Sorgen und Ängste aussprechen können und Unterstützung finden. Nora A. und ihre Familie konnten zwar dank Soforthilfe ihre Wohnung behalten, aber es fehlt an vielem. Die Kinder in einen Sportverein schicken oder in ein Ferienlager? Für die vier Töchter unmöglich, weil das Geld fehlt. Zusammen mit der Sozialberatung der Caritas Luzern arbeitet Familie A. an Lösungen, um die Situation zu beruhigen und zu verbessern.

Corona verschärft die Lage zusätzlich

Mit ihrer Kampagne «Nicht alle können vom Arbeiten leben» machen Caritas Luzern und die anderen regionalen Caritas-Organisationen auf Menschen aufmerksam, denen es trotz Arbeit nur knapp zum Leben reicht. Am Wochenende vom 23. und 24. Januar ist die Gottesdienst-Kollekte für sie bestimmt. Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen leben nicht nur in finanzieller Unsicherheit, ihre Situation wirkt sich zudem auf viele andere Lebensbereiche aus. Betroffene sind auch oft mangelhaft abgesichert gegen Jobverlust, Krankheit und Altersarmut. Ihre Zukunftsperspektiven sind stark eingeschränkt. Besonders häufig arbeiten Frauen, jüngere Arbeitnehmende, Personen mit tiefem Bildungsstand und Menschen ohne Schweizer Pass, vor allem solche mit unsicherem Aufenthaltsstatus – mit einem Lohn, der nicht für Leben reicht.

Die Corona-Krise hat die Lebensbedingungen von Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen und mit knappem Budget zusätzlich verschärft. Mit Zahlungen an Mietkosten und Krankenkassenprämien, Lebensmittelgutscheinen, preiswerten Lebensmitteln in den Caritas-Märkten, Budgetberatungen und weiteren Unterstützungsangeboten kann Caritas Luzern die Lage von armutsbetroffenen Menschen entlasten.

Claudia Blaser, Caritas Luzern

Spenden für Betroffene von prekärer Arbeit

  • Prekäre Arbeit bedeutet Leben mit Unsicherheit. Nicht nur finanzieller Art, sondern auch, weil Risiken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Altersarmut mangelhaft abgesichert sind. Besonders betroffen sind Arbeitnehmende in Tieflohnbranchen. Dazu gehören etwa das Gastgewerbe, die Reinigung oder viele Dienstleistungs- und Kunstbetriebe. Die Kollekte des Caritas-Wochenendes vom 23. und 24. Januar kommt solchen Menschen zugute. Die Spenden fliessen in die Arbeit der Caritas Luzern, des regionalen Hilfswerks der katholischen Kirche im Kanton Luzern.
    Weitere Informationen: caritas-luzern.ch/caritas-sonntag