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Bistumsjugendtreffen: «Etwas entdecken kann nur, wer unterwegs ist»

Fröhliche Gesichter: am Bistumjugendtreffen in Luzern. | © 2015 Roberto Conciatori
Fröhliche Gesichter: am Bistumjugendtreffen in Luzern. | © 2015 Roberto Conciatori

Entdecken – abchecken – suchend bleiben: Unter diesem Motto waren am Sonntag (27. September 2015) rund 350 Jugendliche aus dem Bistum Basel unterwegs in der Stadt Luzern. Am jährlichen Bistumsjugendtreffen lotste sie das Smartphone durch den Churchtrail.

Gut 30 Posten auf sechs Routen, die durch die ganze Stadt führten und auf denen die Gruppen online mit Hilfe ihrer Smartphones geführt wurden: Das war der Churchtrail, auf dem die Jugendlichen unterwegs waren. Der Postenlauf lud sie ein, verschiedene Gesichtspunkte der Kirche zu entdecken: deren soziales Engagement, die Bauten mit ihren Kunstwerken, Orte im öffentlichen Raum, die religiöse Zeugnisse enthalten. Daneben kamen Spiel und Spass nicht zu kurz. Möglich war also ebenso ein Besuch in einem Treffpunkt für Randständige oder auf dem Friedhof wie die Teilnahme am «Bibelthriller» oder eine Runde Boccia. Mittels WhatsApp schickten die Jugendlichen laufend Bilder und Textnachrichten an das Churchpub im Lukaszentrum, die dort auf einem Bildschirm gezeigt wurden.

Die Idee kam an. «Ich habe gelernt, dass man offen sein soll für Neues», sagte zum Beispiel die 17-jährige Sarah Betschart aus Zug. «Dass die Menschen wichtig sind», ergänzte ihr Alterskollege Florian Prekaj. Mario Ricciardi (15) aus Littau meinte ganz einfach: «Es hat Spass gemacht.» Katechetin Petronella Scherer schliesslich, die eine Oberstufengruppe aus Root begleitete, hatte ihre Klasse nicht von dem Wahlangebot überzeugen müssen. Die Schülerinnen und Schüler seien «gleich davon begeistert» gewesen, «trotz Herbsteferienbeginn und Kilbi.

Ein hörendes Herz haben

Bischof Felix Gmür konnte den drei Jugendlichen nur beipflichten: «Etwas entdecken kann man nur, wenn man unterwegs ist», meinte er. In seinem Schlusswort bezog er sich auf König Salomon aus dem Alten Testament, von dem die Lesung im Eröffnungsgottesdienst in der Jesuitenkirche erzählt hatte. Salomon hatte, von Gott nach seinem Wunsch gefragt, um ein hörendes Herz gebeten. Der Bischof wünschte den jungen Menschen Herzen zum Verschenken und Herzen, die ihnen geschenkt werden.

Projektleiter Viktor Diethelm freute sich über deren Kreativität. «Das ist phänomenal», zog er beim Schlusspunkt im Lukaszentrum Bilanz. «Wir haben mit dem Churchtrail ja nur das Gerüst zur Verfügung gestellt. Unglaublich, was die Jugendlichen damit gemacht haben und mit wie viel positiver Energie sie vom Trail zurückgekehrt sind.»

Jedes Jahr ein Treffen

Im Bistum Basel findet jährlich ein Begegnungstag von Jugendlichen mit dem Bischof statt, immer an einem anderen Ort – und dieses Jahr in Luzern. Eingeladen sind jeweils Firmgruppen, Ministrantinnen und Ministranten, Missionen, Verbände, Bewegungen und Schüler und Schülerinnen ab der 3. Oberstufe. Gemeinsam für das Treffen in Luzern verantwortlich war ein Team mit Sandra Dietschi und Viktor Diethelm Schwingruber vom Fachbereich Pastoral – kirchliche Jugendarbeit der Landeskirche, Petra Zeier, Leiterin Bereich Jugendarbeit der katholischen Kirchgemeinde Stadt Luzern und Edson Fernandes, Freiwilliger der Portugiesen-Mission Luzern.

Der Churchtrail wollte den Jugendlichen erfahrbar aufzeigen, dass es sich lohnt, suchend zu bleiben. Denn es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und abzuchecken. Dies gilt auch für die eigene Glaubensidentität. Etwas zu entdecken ist der erste Schritt einer persönlichen Auseinandersetzung.

Der Tag begann um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Jesuitenkirche und endete mit dem gemeinsamen Schlusspunkt kurz vor 16 Uhr im Lukaszentrum.

Hier gehts zum Fotoalbum des Bistumsjugendtreffens

 

Fragen stellen»

«Ein grosses Lob» sprach Synodepräsidentin Iva Boutellier den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Bistumsjugendtreffens in ihrem Grusswort am Schluss des Eröffnungsgottesdienstes in der Jesuitenkirche aus: «Das ist schon ziemlich exotisch, dass ihr um diese frühe Sonntagszeit schon hier und in einer Kirche seid!» Iva Boutellier nahm Bezug auf das Motto des Tages, «Entdecken – abchecken – suchend bleiben», und erinnerte die Begleiterinnen und Begleiter der Jugendlichen, deren Eltern und «alle Christinnen und Christen» an deren «grosse Verantwortung» bei dieser Suche: Sie müssten «die Spuren legen, da sein, mit-suchen und teilen, was wir gefunden haben». Doch es könne nicht darum gehen, den Jungen schon vorzulegen, was sie finden müssen, ihnen feste Antworten zu liefern, sagte Boutellier. «Im Gegenteil: damit das, was wir gefunden zu haben meinen, lebendig bleibt, müssten wir unsere Antworten, unser eigenes Suchen und Finden von den Jungen immer wieder in Frage stellen lassen.»