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Bischof Felix Gmür weiht in Malters fünf Ständige Diakone

Die Freude ist gegenseitig: Bischof Felix Gmür gratuliert dem neuen Ständigen Diakon Seppi Hodel-Bucher. Leiter des Pastoralraums Malters-Schwarzenberg. | © 2017 Roger Wehrli
Die Freude ist gegenseitig: Bischof Felix Gmür gratuliert dem neuen Ständigen Diakon Seppi Hodel-Bucher. Leiter des Pastoralraums Malters-Schwarzenberg. | © 2017 Roger Wehrli

Bischof Felix Gmür hat in Malters am dritten Adventssonntag fünf Ständige Diakone geweiht, darunter mit dem dortigen Gemeinde- und Pastoralraumleiter Seppi Hodel auch einen Luzernerer Seelsorger. Der Ständige Diakonat ist ein eigenständiges Amt in der katholischen Kirche und steht auch verheirateten Männern offen. Voraussetzung ist in diesem Fall das Einverständnis der Lebenspartnerin.

Zu Beginn der vom Kirchenchor Malters musikalisch umrahmten Feier in St. Martinskirche hatten die fünf Kandidaten mit ihren Ehefrauen in der ersten Reihe Platz genommen: Gianfranco Biribicchini-Hörler aus Bern, Seppi Hodel-Bucher aus Malters, Marcus Hüttner-Fischer aus Bad Zurzach, Francesco Marra-Junker aus Muri und Alois Schuler-Schwabenhaus aus Reinach. Aus den Kantonen Bern, Basel-Landschaft, Aargau und Luzern waren die Gläubigen gekommen und hatten die Martinskirche in Malters bis auf den letzten Platz gefüllt.

Freude, Ruhe und Anspannung: Die Gefühle vor der Weihe
Die neuen Diakone hatten sich zu erheben und für die anstehende Weihe vor gut 900 anwesenden Gläubigen in der Kirche ihre Bereitschaft für das Amt zu erklären. «Ich freue mich, dass heute fünf Männer zu ständigen Diakonen geweiht werden, und dass deren Frauen dazu ja gesagt haben», erklärte der Basler Bischof Felix Gmür, der den Gottesdienst leitete. Und später fügte er an: «Euch, liebe Ehefrauen, bin ich sehr dankbar für euren Support.» Er wolle das als wichtiges Zeichen verstanden wissen, dass der Weihedienst nicht auf jene beschränkt sei, die zölibatär lebten, sondern dass es auch unter den Verheirateten Männer gebe, die für die Kirche und die Menschen wertvolle Dienste leisteten, so der Basler Bischof.

Das «Ja» der Ehefrau als Bedingung
Der Dienst als Ständiger Diakon für nicht zolibatär lebende Männer ist nur aus der Ehe heraus möglich. Und auch dann nur, wenn die Ehefrau hierfür ihr Einverständnis gibt. So fragte denn Bischof Gmür die Ehepartnerinnen: «Sind sie bereit, ihren Mann partnerschaftlich in dem Dienst, der ihm heute übertragen wird, zu unterstützen?» Als Geste ihres Einverständnisses legten die Ehefrauen ihren Ehemännern herzseitig die Stola über die Schultern.

«Als ich vor kurzem jemandem erklärte, ich werde an diesem Wochenende Ständige Diakone weihen, wurde ich gefragt: Was ist das?», begann der Bischof seine Predigt und erklärte, dass er genau diese Frage auch mit den anwesenden fünf Kandidaten besprochen habe. «Der Diakon», so Felix Gmür, «ist ein Christusherbeirufer, ein Christusherabrufer, ein Christusverkünder – so wie Johannes». In diesem Sinne passe ganz gut, dass die Diakonweihe an diesem dritten Adventssonntag stattfinde, an welchem im Evangelium eben von Johannes dem Täufer die Rede sei.

 

Ein Heimspiel mit Arbeit
Seppi Hodel schätzte es, dass die Weihefeier in «seiner« Kirche stattfinden konnte. «Der Kirchenraum, wo ich mich gewöhnlich bewege, bekommt so nochmals eine neue, ganz besondere Bedeutung», freute sich der frischgebackene Diakon. Natürlich hätte der Umstand, den Weihegottesdienst in Malters abzuhalten, auch einiges an organisatorischer Arbeit mit sich gebracht, doch habe er gute Leute im Hintergrund, erklärte Seppi Hodel, der schon seit über 30 Jahren im kirchlichen Dienst steht. Im Zuge der Ernennung zum ständigen Diakon sei ihm nochmals bewusst geworden, wie wichtig für ihn stets der diakonische Aspekt seiner seelsorgerischen Arbeit gewesen sei. Das solle auch als Pastoralraumpfarrer wichtig bleiben.

Andreas C. Müller, Redaktor des Aargauer Pfarreiblatts «horizonte»