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Bethlehem-Scherenzauber: die Weihnachtskarte 2019 der katholischen Landeskirche

Scherenschnitt-Liebhaberin Annemarie Röllin aus Sursee | © Thomas Stucki
Scherenschnitt-Liebhaberin Annemarie Röllin aus Sursee | © Thomas Stucki

Als sie 50-jährig ist, lernt Annemarie Röllin aus Sursee die Scherenschnitt-Technik. 21 Jahre lang erschuf sie so Jahr für Jahr eine Weihnachtskarte – auch die aktuelle der Landeskirche.

Früher habe sie eine ruhige Hand gehabt, sagt Annemarie Röllin. «Heute leider nicht mehr», bedauert die 76-Jährige. Vor ihr auf dem Esstisch liegen Beigen ihrer Scherenschnitt-Weihnachtskarten. Die letzte entstand vor fünf Jahren. Danach räumte die fünffache Grossmutter schweren Herzens die feinen Spezialscheren weg. Ihre Hände waren zittrig geworden. Doch allein mit einer ruhigen Hand und ein paar Spezialscheren ist es nicht getan. «Es braucht eine Geschichte», sagt Annemarie Röllin.

«Ein Scherenschnitt muss eine Geschichte erzählen»

Annemarie Röllin

Gesamtwerk online

Wie man eine Geschichte in eine Form packt, weiss sie aus ihrer Berufserfahrung – Röllin war Kindergärtnerin und Katechetin für heilpädagogische Klassen in Sursee. «Aber es gab auch zwei oder drei Jahre, an denen es mir nicht gelang, eine Geschichte zu zeigen», erinnert sie sich. Wenn das Sujet einfach nicht zu einer Form habe finden wollen, eben zu einer Geschichte. Aus den Scherenschnitten der beiden Jahrzehnte entstanden Glückwunschkarten, die nun online erhältlich sind. Vielleicht, so sagt sie, springt der «Scherenschnitt-Funke» dereinst einmal weiter in meiner Familie – Begabung wäre jedenfalls da. Und obwohl für Annemarie Röllin die aktive Zeit der Scherenschnitte vorbei ist – das kreative Schaffen blieb ihr wichtig. Sie hat Schere mit Pinsel getauscht und begann zu malen.

Thomas Stucki

scherenschnitt-weihnachtskarten.ch

Scherenschnitte zum Weihnachtsfest

Bild: Weihnachtskarte 2019 der katholischen Landeskirche

Annemarie Röllin gestaltete zwischen 1993 und 2014 eine Reihe von Glückwunschkarten mit dem Krippen-Motiv. Entstanden aus Scherenschnitten, waren die Karten zunächst als private Segens- und Glückwünsche zum Weihnachtsfest gedacht. Nach Abschluss der Kartenreihe sind die Werke aus den über zwanzig Jahren nun online erhältlich.

Der Scherenschnitt ist ein kunsthandwerkliches Verfahren und bezeichnet gleichzeitig das Ergebnis der Technik. Mit Scheren wird aus Papier ein Bild herausgeschnitten. Dabei ergeben entweder die Umrisse oder die Ausschnitte das spätere Bild.