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benevol – so einfach geht freiwillig

Printscreen von benevol-jobs.ch
Printscreen von benevol-jobs.ch

Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung engagiert sich freiwillig. Der Verein benevol Luzern bündelt als einzige Fachstelle für Freiwilligenarbeit im Kanton die regionalen Angebote auf einer Webseite. Darin steckt wiederum selbst viel Engagement und Herzblut.

Im Januar letzten Jahres waren es noch rund 500 Klicks, der November brachte bereits über 3000. Die Webseite von benevol Luzern verbucht deutlich mehr Traffic, was dem Neuauftritt und der einfachere Handhabung von benevol-jobs.ch zuzuschreiben ist. «Mich freut es riesig, dass das Interesse so gross ist», sagt Karin Bättig, Leiterin der Luzerner Geschäftsstelle. Auf der Webseite können Organisationen ihre Inserate hochladen. Freiwillige finden dank Filterfunktion Angebote in ihrer Region und können sich bewerben. Eine Stellenbörse also. Die Idee ist es, alle Angebote aus dem Freiwilligenbereich auf einer Plattform zu bündeln, durch professionelle Beratung und Vermittlung Transparenz zu schaffen. Bezahlte Arbeit wird dadurch ergänzt und unterstützt, soll aber niemals konkurrenziert werden.

Freiwilligenarbeit, was ist das?
Das Bundesamt für Statistik unterscheidet bei unbezahlter Arbeit die Freiwilligenarbeit von der Haus- und Familienarbeit. Freiwilligenarbeit wiederum kann institutionalisiert sein, zum Beispiel ehrenamtliche Tätigkeiten für einen Sportverein, oder sie ist informell, wie etwa Hilfeleistungen für Verwandte, Nachbarn, etc. Aber nicht überall, wo Freiwilligenarbeit drauf steht, ist auch Freiwilligenarbeit drin. Für benevol gilt: genau hinschauen. «Wenn die Organisation gewinnorientiert ist oder ein Verein Geld bekommt, kann nicht mehr von Freiwilligenarbeit gesprochen werden. Das ist dann Gratisarbeit», unterscheidet Doris Widmer von der Geschäftsstelle in Bern. Solche Inserate schalte sie nicht auf, da sie nicht den benevol-Standards entsprechen.

«Was mich vor allem so beeindruckt, ist die Motivation der Freiwilligen, ihre Begeisterungsfähigkeit.»

Doris Widmer, Geschäftsleiterin benevol Bern


Noch wenig Luzerner Inserate
Der Bedarf an Freiwilligen wächst. Sparmassnahmen wirken sich direkt auf die Freiwilligenarbeit aus, so habe die Nachfrage im kulturellen Bereich zum Beispiel stark zugenommen, weiss Widmer. In Luzern sollen es noch mehr Inserate werden. Hier hat sich benevol Luzern zum Ziel gesetzt, in naher Zukunft viel mehr Inserate durch die Mitglieder aufschalten zu lassen, damit die Freiwilligen bei Interesse immer eine Möglichkeit finden, sich freiwillig zu engagieren. Neu ist es auch für Nichtmitglieder möglich, ein bezahltes Inserat zu schalten, das kann für den einmaligen Bedarf von Interesse sein. Wenn Privatpersonen auf der Suche nach Freiwilligen sind, kann benevol nur bedingt helfen. Die Inserate müssen von gemeinnützigen Organisationen stammen. «Wir matchen», sagt Bättig, im Sinne von koordinieren. Hinter der Arbeit steckt viel Herzblut, auf allen Ebenen. Widmer ist beeindruckt von der Begeisterungsfähigkeit der Freiwilligen. Eine stärkere Identifizierung mit der Organisation, als mit der eigenen Firma, sei keine Seltenheit. Die Anerkennung ist dort oft grösser als im bezahlten Job.

Fleur Budry

Die Landeskirche bei benevol

In der Freiwilligenarbeit ist Vernetzung auch auf der Ebene der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren elementar. So können Doppelspurigkeiten vermieden, Kooperationen angedacht und eingeleitet werden. Sowohl einzelne katholische Kirchgemeinden als auch die Landeskirche sind Mitglieder bei benevol Luzern. benevol verfügt über ein grosses Wissen, das in Aus- und Weiterbildungen eingesetzt werden kann. Die von ForModula angebotene neue Berufsfelderweiterung «Kirchliche Freiwilligenanimation» setzt den benevol-Lehrgang Freiwilligen-Koordination voraus.