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Aufgeführt sind die personellen Wechsel auf ein halbes Jahr zurück.

  • Josef Mahnig tritt als Leitender Priester des Pastoralraumes Region Sursee und dessen fünf Pfarreien Geuensee, Knutwil, Nottwil, Oberkirch und Sursee auf Ende Juli 2021 zurück.
    Beat Jung ist seit Mitte November Chorherr des Kollegiat-Stiftes St. Leodegar im Hof Luzern. Seine Position als Leitender Priester des Pastoralraumes Rontal und dessen Pfarreien Buchrain-Perlen, Ebikon und Root behält er.

16. November 2020

  • Die Kirchgemeinde Römerswil hat wieder eine Kirchmeierin. Sandra Feer-Schmid wurde am 10. November in stiller Wahl gewählt. Sie ist Nachfolgerin von Irene Schmidiger, die im Sommer zurücktrat. 
    Im Kirchenrat Zell tritt Aktuarin Petra Müller und im Kirchenrat Sursee das Mitglied Adrian Mehr zurück. Beide geben ihr Amt auf Ende 

11. November 2020

  • Drei Kirchenräte, in denen es Rücktritte gab, sind ab dem 1. Januar 2021 wieder vollzählig. In Aesch folgt auf den zurückgetretenen Kirchmeier Jost Schurtenberger Isabelle Brunner-Schlapfer; in Hochdorf wird Stephanie Günter-Jans Nachfolgerin von Kirchenrätin Claudia Wicki-Buck und in Hildisrieden übernimmt Thomas Villiger das Kirchenratsamt von Thomas Wyss.

6. November 2020

  • Romeo Zanini ist ab Anfang 2021 Gemeindeleiter ad interim der Pfarrei Reussbühl mit einem 50-Prozent-Pensum. Er folgt auf Gaby Fischer, die in Pension geht. Zanini arbeitet noch in einem Teilpensum in der Pfarrei Littau. Max Egli bleibt mitarbeitender Priester. 

27.10.2020

  • Daniela Elmiger Amrein ist seit Anfang August neue Kirchenrätin der Kirchgemeinde Root. Sie trat die Nachfolge von Blanka Adamek an, die dem Rat 18 Jahre  lang angehört hatte.

16. Oktober 2020

  • Richard Beeler, Präsident der Kirchgemeinde Adligenswil, tritt auf Ende Mai 2021 zurück. Er ist seit 2010 im Amt.
  • Im Kirchenrat Sempach gibt auf den gleichen Termin Rita Bühler ihr Amt ab, das sie ebenfalls seit 2010 inne hat.

29. September 2020

  • Seppi Hodel-Bucher, Leiter des Pastoralraums Malters-Schwarzenberg, geht im Sommer 2021 in Pension. Dies kündigt er im aktuellen Pfarreiblatt an. Hodel ist seit Oktober 2016 in den beiden Pfarreien tätig.

25. September 2020

  • Im Kirchenrat Schwarzenbach hat Corinne Furrer schon im Juni Nicole Schumacher ersetzt, die im März zurückgetreten war.

25. September 2020

  • Beatrice Brun-Baumgartner ist neues Mitglied des Kirchenrats Entlebuch. Sie folgt auf Petra Renggli Hodel, die in den Gemeinderat gewählt wurde. Der Wechsel erfolgte per 1. September.
  • Kurt Schaller, Leiter des Pastoralraums Emmen-Rothenburg sowie Pfarrer von Gerliswil und Bruder Klaus, hat seine Demission per 31. Juli 2021 eingereicht. Er ist seit 2012 in Emmen tätig und leitet den Pastoralraum seit dessen Gründung 2016.

11. September 2020

  • Claudia Wicki, Mitglied des Kirchenrats Hochdorf seit 2007, hat ihren Rücktritt auf Ende des laufenden Jahres eingereicht.

27. August 2020

  • Franz Zemp, der Ende Juli seinen Weggang von der Luzerner Pfarrei St. Josef-Maihof und als Gassenseelsorger ankündigte, übernimmt am 1. Mai die Leitung der Pfarreien Sempach und Eich sowie des Pastoralraumes oberer Sempachersee. Als Pastoralraumleiter folgt er auf Erich Hausheer (Rain), der diese Aufgabe seit dem Weggang von Gudrun Dötsch Ende Juli vorübergehend wahrnimmt.

20. August 2020

  • In Römerswil ist Kirchmeierin Irene Schmidiger aus gesundheitlichen Gründen per sofort zurückgetreten. Sie war erst seit Juni im Amt. – Thomas Wyss, seit 2004 Kirchenrat in Hildisrieden, gibt sein Amt Ende Jahr ab.

19. August 2020

  • Marco Frei-Kunz heisst der neue Kirchmeier von Richenthal. Er ist seit dem laufenden Monat Nachfolger von  Irene Meier-Hirsiger, die Ende Mai zurücktrat.

13. August 2020

  • Erich Hausheer-Leisibach, Gemeindeleiter der Pfarreien Hildisrieden und Rain, ist seit 1. August auch Leiter des Pastoralraums Oberer Sempachersee. Er folgt in dieser Funktion auf Gudrun Dötsch, die nach Luzern gewechselt hat. Zum Pastoralraum Oberer Sempachersee gehören neben Hildisrieden und Rain auch Eich, Sempach, Neuenkirch und Hellbühl.

30. Juli 2020

  • Franz Zemp tritt auf Ostern 2021 als Leiter der Pfarrei MaiHof – Pfarrei St. Josef in Luzern  zurück, um sich beruflich neu zu orientieren. Zemp ist seit rund 25 Jahren in der Katholischen Kirche Stadt Luzern tätig. Ende März 2021 gibt er auch die Aufgabe als Seelsorger des Vereins Kirchliche Gassenarbeit ab, die er 2015 übernommen hatte. Seine Nachfolge ist noch nicht bestimmt. 
  • Seit August ist Rafal Lupa (47), Priester in der Pfarrei St. Paul Luzern, auch leitender Priester des Pastoralraums der Stadt. Lupa übernimmt dieses Amt von Hansruedi Kleiber (72). Auch sein zweites Amt hat Kleiber weitergegeben: Thomas Lang (47), Pastoralraumleiter und Pfarreileiter von St. Anton-St. Michael, vertritt neu den Pastoralraum im Kirchenrat der Katholischen Kirchgemeinde Luzern. Kleiber bleibt Präfekt der Jesuitenkirche.

30. Juni 2020

  • In Ballwil wird der bisherige Kirchenrat Christoph Hug am 1. Juli neuer Präsident des Rats. Er löste Thomas Odermatt ab, der Ende Juni zurücktritt. Odermatt hatte das Amt zehn Jahre lang ausgeübt, Christoph Hug gehört dem Rat seit 1. Juni 2014 an. Neues Ratsmitglied ist Beat Elmiger.

19. Juni 2020

  • Der Pfarradministrator von Reiden, Jaroslaw Platunski, verlässt die Pfarrei auf den 1. August 2021. Reiden wird ab diesem Zeitpunkt zum neuen Pastoralraum Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal gehören, zusammen mit Langnau, Pfaffnau-Roggliswil, Richenthal und St. Urban. Mit diesen vier Pfarreien wird der Pastoralraum am 1. August des laufendne Jahres bereits kanonisch errichtet. Edith Pfister wird Gemeindeleiterin dieser Pfarreien und Pastoralraumleiterin.

18. Juni 2020

  • Der Pastoralraum Zugersee Südwest erhält eine neue Leitung: Michèle Adam Schwartz wird ab 1. August als Gemeindeleiterin ad interim der drei Pfarreien Risch, Rotkreuz und Meierskappel wirken. Die promovierte Theologin folgt auf den Priester Gregor Tolusso, der den Pastoralraum Ende Juli verlässt. Da das Bistum für Seelsorgende, die das Pensionsalter erreichen, nur noch befristete Beauftragungen erteilt, wird jene von Michèle Adam auf drei Jahre befristet sein. Deshalb findet keine Wahl durch die Stimmberechtigten der Kirchgemeinde statt. Eine weitere Beauftragung ist nach Ablauf der Frist möglich. Für die priesterlichen Aufgaben ist das Bistum noch auf der Suche nach einem leitenden Priester. Bis ein solcher gefunden ist, obliegt die Pfarrverantwortung für die Pfarreien Bischofsvikar Hanspeter Wasmer.

15. Juni 2020

  • Im Kirchenrat Neuenkirch ist Präsident Beat Schnyder Anfang Juni aus gesundheitlichen Gründen per sofort zurückgetreten. Er gehörte dem Rat seit 1. Juni 2014 an. Seine Nachfolge übernimmt bis auf weiteres Ruedi Imboden.
  • Im Kirchenrat Entlebuch tritt Petra Renggli-Hodel per Ende August zurück, weil sie in den Gemeinderat gewählt wurde. Sie gehört dem Rat seit 1. Juni 2018 an.
  • Blanka Adamek-Kubesch (früher Root) ist aus der Synode ausgeschieden, weil sie nicht mehr im Wahlkreis Habsburg wohnt. Ihre Nachfolgerin wird Franziska Fluder, die ebenfalls aus Root kommt.

18. Mai 2020

  • Edith Pfister-Ambühl übernimmt am 1. August die Leitung der Pfarreien Langnau, Pfaffnau-Roggliswil, Richenthal und St. Urban. Auf den gleichen Termin errichten Bischof Felix Gmür den Pastoralraum Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal kanonisch. Die Pfarrei Reiden-Wikon wird ab dem 1. August 2021 ebenfalls diesem Pastoralraum angehören. Leitender Priester wird Godwin Ukatu. Edith Pfister ist zurzeit im Fachbereich Pastoral der Landeskirche für die Aus- und Weiterbildung in der Katechese mitverantwortlich.

18. Mai 2020

  • Es gibt wieder einen direkten Draht aus der Synode in den Kantonsrat: Die Synodale Claudia Wedekind (Ermensee) rückt dort für Adrian Bühler (Eschenbach) nach, der Ende Juni aus dem kantonalen Parlament zurücktritt. Kantonsrat Roger Zurbriggen (Neuenkirch) hatte bis vor einem Jahr auch der Synode angehört.
  • 2020 zu Verfügung, das er seit 2000 innehat. – Im Kirchenrat Bramboden ist Pascal Bucher (seit 2018) per sofort zurückgetreten, weil er weggezogen ist.

Sieben Frauen haben den Bildungsgang Katechese im Kanton Luzern abgeschlossen und am 20. November die Fachausweise erhalten. In der Kirche sind sie gesuchte Mitarbeitende – «weil sie Menschen stärken», wie es an der Feier in Inwil hiess.

Medienmitteilung vom 23. November 2020

Die neuen Katechetinnen haben ihre Ausbildung nach dem auf gesamtschweizerischer Ebene modularisierten Bildungsgang abgeschlossen. Die katholische Kirche im Kanton Luzern beteiligt sich daran; dafür verantwortlich sind Gabrijela Odermatt und Ueli Rüttimann vom Fachbereich Pastoral der Landeskirche.

Die berufsbegleitende Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Sie befähigt die Absolventinnen und Absolventen, Religionsunterricht zu erteilen und in den Pfarreien ausserschulisch tätig zu sein, zum Beispiel in der Sakramentenvorbereitung, Liturgiegestaltung oder in der katechetischen Arbeit mit Erwachsenen.

«Jetzt fängt es erst an»

Die Übergabe der Fachausweise fand am 20. November in der Pfarrkirche Inwil statt. Die Absolventinnen stellten die Feier unter das Motto «Mutig vorwärts!». Bischofsvikar Hanspeter Wasmer knüpfte hier an. «Erreicht» stehe zwar in grossen Buchstaben neben dem Altar. «Doch jetzt fängt es erst an, jetzt geht es hinaus.» Er forderte die Katechetinnen auf, nun für die frohe Botschaft einzustehen. «Gott ist einer, der mit uns geht. Es gibt nichts Schöneres, als das den Menschen immer wieder zu verkünden». Wasmer bezog sich auf jene Stelle im Markusevangelium, in der Jesus seine zwölf Jünger in die Welt entsendet. Sie sollten dies «einfach mit dem, was ihr seid und mitbekommen habt» tun, «im Herzen berührt», übertrug er diese Erzählung auf die Katechetinnen.

Synodalrätin Olivia Portmann übergab den sieben Katechetinnen die Fachausweise, gratulierte ihnen im Namen der Landeskirche und der Bistumsregionalleitung zum Abschluss und dankte ihnen dafür, dass sie nun «bereit und motiviert» seien, mit Kindern, Jugendlichen und Familien den Glauben zum Thema zu machen, damit sie in eine religiöse und kirchliche Praxis hineinwachsen können. So erschliessen sie ihnen «eine grosse Dimension des Menschseins», sagte Portmann. «Sie werden Menschen stärken, weil sie den Glauben ins Spiel bringen.»

Den Fachausweis Katechese erhalten haben:

Nach den Namen sind Wohnort/Arbeitsort angegeben

  • Verena Bieri-Felder (Inwil/Pastoralraum Oberseetal)
  • Eva Camenzind (Gersau/ Pfarrei Mettmenstetten und Pastoralraum Zug)
  • Aurelia Chinazzi-Gerber (Emmenbrücke/Pastoralraum Emmen-Rothenburg)
  • Corinne Felber (Eschenbach/Pastoralraum Oberseetal)
  • Doris Kaufmann-Epp (Buchrain/Pastoralraum Rontal)
  • Heidi Kaufmann-Wicki (Schenkon/Pastoralraum Region Sursee)
  • Andrea Steiner-Aregger (Horw/Pastoralraum Meggerwald Pfarreien)

Die Kirchen bezahlen die Hochschulseelsorge, um deren Haus an der St. Leodegarstrasse 15 kümmert sich aber ein Förderverein. Die Kollekte vom 8. Dezember soll helfen, dass das «Leo 15» ein «Raum für Freunde und Fremde» bleiben kann.

«Die Hochschulseelsorge braucht’s, weil es wichtig ist, begleitend zum Studium ethische Grundwerte und Denkweisen zu vermitteln», sagt Georg Vogel. «Es braucht aber auch einen Ort, wo man sich trifft. Ohne ‹Leo 15› gäbe es viel weniger Angebote spiritueller wie geselliger Art.»
Vogel ist Präsident des «Fördervereins Luzerner Hochschulseelsorge», der 2008 gegründet wurde, als sich zeigte, dass die Hochschulseelsorge auch ausserhalb der Universität Räume braucht. Der Verein konnte vom Chorherrenstift St. Leodegar ein kleines Haus mieten, für das er seither aufkommt. Dafür wendet er pro Jahr rund 35 000 Franken auf.
Die Universität Luzern gibt es seit 20 Jahren, die Hochschulseelsorge kam sechs Jahre später hinzu. Sie wird von der katholischen und der reformierten Kirche finanziert. Das Haus an der St. Leodegarstrasse 15 jedoch, wo viele Veranstaltungen stattfinden, bezahlt der Förderverein.

«Grossartiges Miteinander»

Eine der Student*innen, die im «Leo 15 ein- und ausgeht, ist Lisa Gnant. Die 22-Jährige steckt mitten im 5. Semester an der Pädagogischen Hochschule und stammt aus Österreich. Vor zwei Jahren kam sie als Austauschstudentin nach Luzern – und blieb hängen. Auch wegen «horizonte», wie sich die Hochschulseelsorge nennt. Gnant besuchte vor allem die «Leo-Talks» und die Wanderungen und fand in den gesellschaftlichen Anlässen «einen liebevollen, intellektuellen Raum, um sich mit Fremden und und Freunden auszutauschen», wie sie sagt. Seit November 2019 ist sie studentische Mitarbeiterin der Hochschulseelsorge. Mit Begeisterung: Sie habe «noch nie ein so grossartiges Miteinander wie im ‹Leo 15›» erlebt, sagt die junge Frau. Das Haus sei «ein Schmuckstück» und sei für «so viele junge Menschen Chance und Raum, um sich zu entfalten».

Eine Kirche für das Leben

Georg Vogel hört’s, nickt und sieht sich bestärkt. Tatsächlich sei das kleine Haus am Rand des Stifts «zu einem Begegnungsort und Markenzeichen» der Hochschulseelsorge geworden. Für ihn ist die Aufgabe, die sich der Förderverein gegeben hat, die gelebte Überzeugung, «dass die Kirche dem Leben dienen muss».

Dominik Thali

Die Kollekte aus den Gottesdiensten von Maria Empfängnis (8. Dezember) kommt dem «Förderverein Hochschulseelsorge Luzern» zugute. Spendenkonto: Luzerner Kantonalbank, CH86 0077 8179 2810 1200 2

Corona, Sparmassnahmen in der eigenen Organisation und der Umzug nach Littau: Dem neuen Geschäftsleiter der Caritas Luzern, Daniel Furrer, bleibt kaum Zeit, sich am neuen Ort lange aufzuwärmen. Kirche und Caritas bilden für ihn ein Netzwerk, das es unbedingt zu nutzen gelte.

Die Caritas ist das Hilfswerk der katholischen Kirche, sie wurde von dieser 1982 mitgegründet. In welcher Beziehung stehen Caritas und Kirche heute?

Daniel Furrer: Wir pflegen eine wertvolle Partnerschaft und verstehen uns als Teil der Diakonie der katholischen Kirche im Kanton Luzern. Dies zeigt sich auch in der Zusammensetzung unseres Vorstandes. Die Hälfte der Mitglieder vertritt kirchliche Organisationen und gestaltet das Hilfswerk aktiv mit. Der Synodalrat und das Bischofsvikariat haben zusammen auch ein Vetorecht in der Vereinsversammlung.

Die katholische Kirche unterstützt die Caritas Luzern finanziell. Wie unterstützt umgekehrt die Caritas die Kirche?

Wir beraten und unterstützen die Pastoralräume, Pfarreien, Kirchgemeinden und Ordensgemeinschaften mit Bildungsangeboten, Austauschmöglichkeiten und anderen Dienstleistungen in verschiedenen Themen. Im Bereich soziale Benachteiligung helfen wir beispielsweise beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung von diakonischen Angeboten. Wir stellen Grundlagenmaterialien und Angebote zur Verfügung, die in Gottesdiensten, im Religionsunterricht und bei gemeinschaftlichen Aktivitäten eingesetzt werden können. Weiter unterstützen wir Pastoralräume in ihrem Engagement zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Konkret werden kirchliche Mitarbeitende und Freiwillige durch Beratung, Austauschtreffen und Weiterbildungen für ihre Tätigkeit gestärkt. Dies gilt auch in der Palliative Care sowie Begleitung von Menschen in anderen belastenden Lebenssituationen, wo Caritas Plattformen zur Vernetzung und Weiterbildung schafft.

Ist die Bezeichnung «kirchliches Hilfswerk» ansonsten im Caritas-Alltag wichtig?

Die Caritas Luzern ist ein christlich orientiertes Hilfswerk und sich ihrer Wurzeln bewusst. Wir arbeiten mit Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Glaubensrichtungen. Das «kirchliche» ist deshalb im Alltag ganz bewusst wenig sichtbar. Aber christliche Werte sind bei uns selbstverständlich stark verankert. Wir setzen uns für Gerechtigkeit und die Chancengleichheit aller ein. Und wir engagieren uns für eine solidarische Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen.

Was möchten Sie mit der Caritas Luzern erreichen?

Ich möchte die Stellung der Caritas Luzern als die zentrale Organisation für Menschen in schwierigen Lebenslagen in der ganzen Zentralschweiz festigen und ausbauen. Dabei freue ich mich auf eine enge Zusammenarbeit mit der Kirche. Wir beide haben viel Fachwissen und ein breites Netzwerk. Das müssen wir unbedingt nutzen. Aber auch Partnerschaften mit der Wirtschaft spielen eine wichtige Rolle. Je besser wir all diese Kräfte bündeln, desto wirksamer können wir Menschen unterstützten. Gerade in Zeiten von Covid-19 ist das enorm wichtig.

Interview: Dominik Thali / Jasmin Metzger

Vor 50 Jahren wurden die katholische und reformierte Landeskirche gegründet. Was das gebracht hat? Aufgaben, die alle betreffen, werden seither kantonal erfüllt. Und der Staat hat in den Kirchen Ansprechpartner erhalten, die mit ihm gesellschaftliche Verantwortung teilen.

Für Markus Ries, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Luzern, ist die Aufgabenteilung herausragend: «Die Landeskirchen ermöglichen, dass die kantonale Ebene professionell ausführt, was auch dorthin gehört.

Partnerin der katholischen Landeskirche auf kantonaler Ebene ist das Bischofsvikariat. Dass es am Abendweg 1 sogar im gleichen Haus wie die Landeskirche seine Büros hat, steht für die einvernehmliche Zusammenarbeit – nach dem einen der Leitsätze im gemeinsamen Leitbild von Synodalrat und Bischofsvikariat: «Wir leben und pflegen die Kultur der Zusammenarbeit im dualen System».

Lesen Sie den vollständigen Beitrag auf kirche-kommt-an.ch, der Website zum Jubiläum «50 Jahre Landeskirchen».

Die Landeskirche erleichtert künftig Kirchgemeinden, die sich zusammenschliessen wollen, die Fusion. Das Kirchenparlament hat an seiner Herbstsession beschlossen, dafür einen Fonds zu äufnen. Schon im nächsten Jahr können Gelder daraus fliessen.

Medienmitteilung vom Mittwoch, 4. November 2020

Die Anzahl politischer Gemeinden im Kanton Luzern ist seit 2004 durch 17 Fusionen von 107 auf 82 gesunken. Kirchgemeinden dagegen gibt es nach wie vor 85. Hier beginnt die Strukturreform erst. Einerseits fördern die neuen Pastoralräume, zu denen sich die Pfarreien verbinden, auch die Zusammenarbeit der Kirchgemeinden. Die kleinen unter diesen haben andererseits immer mehr Mühe, Mitglieder für ihre Räte zu finden oder sich zu finanzieren. Die kleinste Luzerner Kirchgemeinde, Bramboden, bereitet deshalb zurzeit den Zusammenschluss mit Romoos vor. In zwei anderen Kirchgemeinden, Dagmersellen und Uffikon-Buchs, stimmen die Kirchenmitglieder am 31. Januar 2021 bereits über die Fusion ab.

«Fusionen finanziell attraktiver machen»

Ab dem nächsten Jahr unterstützt die Landeskirche solche Projekte, «um die finanziellen Unterschiede zwischen den beteiligten Gemeinden auszugleichen sowie fusionsbedingte Mehrkosten» mitzufinanzieren, wie es in der Verordnung heisst, die der Synodalrat, die Exekutive der Landeskirche, im September beschloss. An der Herbstsession hat die Synode die finanzielle Grundlage dafür geschaffen: Vom Gewinn aus der Rechnung 2019 fliessen 500‘000 Franken in einen Fonds, mit dem Kirchgemeinde-Fusionen künftig «finanziell attraktiver» gemacht werden sollen, wie Thomas Huber (Ebikon), Präsident der Staatskirchenrechtlichen Kommission, sagte. 2021 stehen erstmals 60‘000 Franken zur Verfügung; den Betrag muss das Parlament jeweils mit dem Voranschlag festlegen. Synodalrätin Annegreth Bienz-Geisseler betonte, der Synodalrat dränge nicht zu Fusionen, der Anstoss dazu müsse von den Kirchgemeinden kommen: «Es soll keine Fusionitis ausgelöst werden.» Der Rat rechne aber mit weiteren Zusammenschlüssen. Bienz-Geisseler wies auf den Pastoralraum Luzern hin, dem sich 2022 die Pfarreien Littau und Reussbühl anschliessen. Für die drei Kirchgemeinden ist die Fusion eine Option.

Möglich macht den Fusionsfonds der hohe Gewinn, mit dem die Rechnung 2019 der Landeskirche abschliesst. Die Synode konnte diese erst gestern verabschieden, weil die Synode im Mai wegen der Corona-Pandemie nicht stattgefunden hatte. Knapp 110‘000 Franken plus waren veranschlagt worden, fast 1,2 Millionen wurden es schliesslich; vor allem, weil von den Kirchgemeinden dank deren hoher Steuererträge auch höhere Beiträge an die Landeskirche flossen. Der finanzverantwortliche Synodalrat Armin Suppiger rechnet im laufenden Jahr ebenfalls mit einem höheren Gewinn als budgetiert.

Um die Corona-Schutzmassnahmen einhalten zu können, fand die Herbstsession der Synode im «Centro» der Italienermission in Emmenbrücke statt, nicht wie gewohnt im Kantonsratssaal. | © 2020 Dominik Thali

Beitragsrabatt trotz Defizit

Die Synode genehmigte die Rechnung einstimmig, ebenso den Voranschlag für das nächste Jahr. In diesem hinterlässt die Corona-Pandemie allerdings erste Spuren. Der Synodalrat erwartet, dass die Kirchgemeinden dieses Jahr etwa 8 Prozent weniger Steuern einnehmen und deshalb der Landeskirche nächstes Jahr auch weniger abliefern. Gleichwohl gewährt ihnen die Landeskirche wieder einen Rabatt von 0,001 Einheiten. Sie nimmt damit ein Defizit von rund 180‘000 Franken in Kauf; dies bei Einnahmen und Ausgaben von je rund 10 Millionen Franken. Die Finanzlage der Landeskirche sei gut, sagte Armin Suppiger. «Wir können trotz sinkender Einnahmen unsere Leistungsversprechen gegenüber den von uns unterstützten Einrichtungen, in der Seelsorge und sozialen Wohlfahrt einhalten.»

Vier neue Mitglieder

Die Synodesession fand im «Centro» der Italienermission in Emmenbrücke statt, um die Corona-Schutzmassnahmen einhalten zu können – nicht wie gewohnt im Kantonsratssaal. Geleitet wurde sie erstmals von Martin Barmettler (Willisau), der das Parlament seit diesem Jahr präsidiert. 72 der 100 Mitglieder nahmen teil.

Die Synode hat weiter…

  • Hans Emmenegger (Neuenkirch) und Hansruedi Kleiber (Luzern) als neue Mitglieder vereidigt; sie folgen auf Roger Zurbriggen und Cornel Baumgartner. Neu in der Synode sind zudem Franziska Fluder (Root, Nachfolgerin von Blanka Adamek) und Elisabeth Hänzi (Luzern, Nachfolgerin von Bruno Fluder). Die beiden konnten aber wegen Abwesenheit noch nicht vereidigt werden.
  • für vier Kirchgemeinden Baubeiträge in der Höhe von insgesamt 9000 Franken bewilligt: Gettnau, Hergiswil, Römerswil und Schongau.
  • Die Jahresberichte 2019 zustimmend zur Kenntnis genommen.
  • das Statut des Kirchgemeindeverbands Ruswil-Werthenstein-Wolhusen genehmigt.
  • die geänderten Kirchgemeindeordnungen Adligenswil, Knutwil, Meggen, Oberkirch und Udligenswil sowie die neue Kirchgemeindeordnung Zell genehmigt.
  • Stefan Waldis (Luzern) als neues Mitglied der Geschäftsprüfungskommission gewählt.
  • Anja Schäffer (Udligenswil) als neues Mitglied der Delegiertenversammlung Migrantenseelsorge gewählt.
  • Synodalverwalter Edi Wigger (Egolzwil) für die Amtsperiode 2021 bis 2024 wiedergewählt.

Der Luzerner Regierungsrat hat auf Vorschlag von Bischof Felix Gmür Pius Troxler (Entlebuch) zum neuen nicht residierenden Domherrn des Standes Luzern am Domkapitel des Bistums Basel in Solothurn gewählt. Pius Troxler ist Leiter und Pfarrer des Pastoralraums Unteres Entlebuch. Er wird am 1. Dezember Nachfolger von Beat Jung (Ebikon, früher Hofpfarrer in Luzern), der nach 20 Jahren im Amt zurücktritt.

Die Domherren wählen und beraten den Bischof von Basel. Das Domkapitel besteht aus 18 Domherren. Es gibt 6 residierende Domherren (jener aus dem Kanton Luzern ist der Malterser Markus Thürig) und 12 nicht residierende. Von diesen wiederum sind 2 aus dem Kanton Luzern. Nebst Pius Troxler ist dies Roland Häfliger (Hochdorf), Pfarrer und Leiter des Pastoralraums Baldeggersee.

Anna Gassmann aus Hildisrieden wollte nach der Matura «etwas anderes» kennenlernen. Neue Erfahrungen sammelte sie schliesslich in einem Waisenheim in den Karpaten. Die Organisation Voyage-Partage, die das möglich machte, spricht von weltkirchlicher Jugendarbeit.

Vom Februar bis Juli packte die 19-Jährige im Heim einer christlichen Stiftung in der Kleinstadt Gheorgheni mit an, in dem rund dreissig Kinder im Alter von fünf bis achtzehn Jahren zuhause sind. Gheorgheni liegt zwar in Rumänien, gleichwohl wird dort aber vorab Ungarisch gesprochen. Anna Gassmann versteht und spricht die Sprache heute recht gut. Es seit «sehr förderlich», meint sie mit Blick auf das geplante Logopädiestudium, einmal eine Fremdsprache von Grund auf zu lernen.

Den Glauben reflektieren

Die Sprache war freilich nicht der Grund, weshalb es Gassmann nach Rumänien zog. Sie habe nach der Matura im Sommer 2019 «einfach etwas anderes» kennenlernen wollen, sagt Anna Gassmann gegenüber dem «Kirchenschiff»: «Eine andere Kultur, eine andere Lebensweise und mich selbst neu.» Als ihr eine Bekannte von Voyage-Partage erzählte, wurde sie neugierig. Ein Ziel der Organisation ist, dass junge Menschen ihre eigenen kulturellen Werte und ihren Glauben reflektieren. Dieser sei ihr wichtig, sagt Gassmann, sie komme aus einer katholischen Familie.

Im Heim, in dem die junge Frau sechs Monate mithalf, teilen zwar Gebetszeiten den Tag ein. Dazwischen ging es für sie von früh bis spät handfest zu und her: Frühstück machen, Waschen, mit den Kindern spielen, ein Gutenachtlied singen. Sie habe sich gleich angenommen und einbezogen gefühlt, blickt Anna Gassmann zurück.

Für Voyage-Partage sind Einsätze wie jener von Anna Gassmann «weltkirchliche Jugendarbeit», wie Madlen Portmann, Leiterin der Fachstelle in Luzern, sagt. Das Volontariatsprogramm wolle ermöglichen, «dass eine Begegnung zwischen jungen Menschen aus der Schweiz und Menschen aus anderen Ländern stattfindet und somit ein interkultureller und religiöser Dialog auf Augenhöhe entsteht». Zurzeit vermittelt Voyage-Partage etwa zehn Volontariate pro Jahr.

«Das nehme ich mit»

Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer sollen die sozialen und interkulturellen Kompetenzen, die sie erworben haben, mit Menschen in der Schweiz teilen und sich so für die weltweite Solidarität einsetzen – ein Austausch, an dem sich auch Anna Gassmann beteiligt. Sie habe in Rumänien «ein neues Stück Heimat» gefunden, in das sie sicher wieder zurückkehre. Ihr hat es dort vor allem die erlebte Offenheit angetan: «Die Menschen sind viel herzlicher, gehen viel mehr aufeinander zu. Das habe ich dort gelernt, das nehme ich mit.»

Dominik Thali

Um die Schutzmassnahmen einhalten zu können, tagt das Kirchenparlament qm 4. November im Centro Papa Giovanni. Haupt­geschäft ist der Voranschlag. Corona färbt die Zahlen leicht rot.

Nach fünf Abschlüssen in Folge mit einem Gewinn rechnet der Synodalrat nächstes Jahr mit einem Minus von gut 180 000 Franken; dies bei Einnahmen und Ausgaben von je rund 10 Millionen Franken. Die Corona-Pandemie hinterlässt damit erste Spuren im Landeskirche -Haushalt. Der Synodalrat erwartet, dass die Kirchensteuern um etwa 8 Prozent abnehmen. Dies wirkt sich auf ihre Beiträge an die Landeskirche aus. Sie sollen darauf aber weiterhin einen Rabatt von 0.001 Einheiten erhalten. Der Finanzplan sieht für die Jahre bis 2025 geringe Defizite vor. Das Personal der Landeskirche wird wegen der Corona-Pandemie 2021 eine Nullrunde mittragen müssen.

Die Herbstsession der Synode findet nicht wie gewöhnlich im Kantonsratssaal statt, sondern im Zentrum der Italienermission in Emmenbrücke. Dort können die Corona-Schutzmassnahmen besser eingehalten werden. Weil die Frühjahrssession am 20. Mai nicht stattfinden konnte, muss das Parlament erst die Rechnung 2019 verabschieden.

Ersatzwahl erst 2021

Noch offen ist die Ersatzwahl für Brigitte Glur, die im März aus dem Synodalrat ausschied und seit Juli der Bistumsregionalleitung angehört. Glur war eines der zwei Geistlichen Ratsmitglieder. Diese werden über die Konferenz der Pastoralraumleitenden vorgeschlagen. Eine Zusage liegt inzwischen vor, die Wahl kann aber erst in der Frühjahrsession 2021 stattfinden.

  • Traktandenliste und Unterlagen: hier

Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche des Kantons Luzern sind betroffen über die Notlage im Flüchtlingslager Moria. Für die Soforthilfe vor Ort haben die drei Landeskirchen in ihren Räten einen Beitrag von insgesamt 20‘000 Franken gesprochen. Dies als landeskirchliches Zeichen, um die Behörden im Bereich Asyl und Integration zu unterstützen.

Medienmitteilung vom Freitag, 25. September 2020

Nach dem verheerenden Brand in einem der grössten Flüchtlingscamps Europas und dessen praktisch vollständiger Zerstörung sind mehr als 12’000 Menschen obdachlos, unter ihnen auch zahlreiche Corona-Infizierte. Die politische Situation auf Lesbos in Griechenland ist angespannt und die Konfliktlage hinter der jetzigen humanitären Katastrophe komplex. Die Zeit drängt, um die humanitäre Not in Moria zu lindern.

Die Landeskirchen danken den Kantons- und Bundesbehörden in einem offenen Brief für das bisherige sowie stete Engagement zugunsten von geflüchteten Menschen. «Wir sind überzeugt, dass dieses grosse Leid nur mit vereinten Kräften gelindert werden kann», erklärt Renata Asal-Steger, römisch-katholische Synodalratspräsidentin. «Wir alle sind aufgerufen, zu helfen», so Esther Albert, Präsidentin christkatholische Kirchgemeinde
Luzern.

Vor diesem Hintergrund gelangen die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche des Kantons Luzern gemeinsam an die Behörden des Kantons Luzern und des Bundes. Es liegt in der humanitären Tradition der Schweiz in derartigen Notlagen umgehend und unkompliziert Hilfe zu leisten.

Die Landeskirchen haben insgesamt 20‘000 Franken gesprochen. «Dies ist ein Zeichen der christlichen Solidarität bei der Bewältigung einer derartigen humanitären Notlage», schliesst Dr. Lilian Bachmann, evangelisch-reformierte Synodalratspräsidentin.

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