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Bramboden sucht Anschluss in Romoos. In der kleinsten Kirchgemeinde im Kanton Luzern finden sich seit Jahren kaum mehr Freiwillige für die Ämter, und die Steuereinnahmen reichen nirgends hin. Am 5. November entscheiden die Kirchenbürgerinnen und -bürger deshalb über die Fusion.

Der Weg von Bramboden nach Romoos ist weit und führt durch drei Gemeinden, aber die beiden Orte sind seit jeher eng verbunden. Politisch gehören sie zusammen. Bis vor gut 100 Jahren war das Dorf zudem Teil der Kirchgemeinde Romoos. 1919 jedoch erhielt Bramboden eine eigene Kirche und wurde eigenständig. 1927 errichtete der Bischof hier eine Pfarrei.

Jetzt soll wieder verbunden werden, was einst eine Einheit war. Sagen die beiden Kirchgemeindeversammlungen am 5. November ja und stimmt die Synode der Landeskirche am 10. November zu, wird die Fusion auf den 1. Januar umgesetzt.

«Absolut nichts Negatives»

Die Gründe dafür sind unbestritten. Die Kirchgemeinde Bramboden zählt nur rund 60 Mitglieder und ist damit die kleinste im Kanton. Freiwillige für die Ämter finden sich kaum mehr. Und die Steuereinnahmen sind mit rund 12 000 Franken bescheiden. Irène Schacher, die von 2005 bis 2015 dem Kirchenrat angehört hatte, stellte sich vor bald zwei Jahren erneut als Kirchmeierin zur Verfügung. Aber nur unter der Bedingung, dass Fusionsverhandlungen aufgenommen würden. Jetzt freut sie sich, dass der Zusammenschluss gelingen dürfte. Hier wie dort sei «absolut nichts Negatives» zu vernehmen, stellt Schacher fest. In Romoos bestätigt dies alt Nationalrat Ruedi Lustenberger. Es werde an beiden Kirchgemeindeversammlungen «wohl einen klaren Ja-Entscheid» geben, glaubt er. Bramboden sei für Romoos zwar «eine kleine, aber gleichwohl attraktive Braut». Und die Brambödler hätten ihre Hausaufgaben gemacht.

Bramboden bleibt eigenständige Pfarrei

Für den dortigen Kirchenrat bestanden diese unter anderem darin, Befürchtungen wie diese zu entkräften, die Kirche werde zur Kapelle, der Kirchenchor jenem von Romoos angeschlossen oder der Friedhof aufgeben. «Wir bleiben eigenständig», betont Schacher. Selbstbestimmt waren die Brambödler schon immer. Der Kirchgemeinde gehören nebst dem Friedhof auch das Pfarrhaus und das Schulhaus, eine Tankstelle und eine Tiefkühlanlage. Das bringt mehr ein als die Steuern. Was diese anbelangt: In Romoos wie Bramboden liegt der Steuerfuss auf dem Höchstsatz von 0,45 Einheiten. Das erleichterte die Verhandlungen.

Die beiden Kirchgemeinden hätten sich aber auch gefunden, wenn es da einen Unterschied gäbe, glaubt Irène Schacher. «Wir wurden freundlich aufgenommen, als wir wegen der Fusion anfragten», sagt sie. Das gute Einvernehmen bestätige auch die Namenswahl. «Kirchgemeinde Romoos-Bramboden. Darauf einigten wir uns in wenigen Minuten.» Programm ist für Schacher, was zwischen den beiden Ortsbezeichungen steht: «Der Bindestrich. Wir gehören einfach zusammen.»

Dominik Thali

Wahlgeschäfte an der Herbstsession des Kirchenparlaments: Karin Wandeler und Nana Amstad sollen neue Synodalrätinnen werden; in der Synode kandidiert Susan Schärli als Vizepräsidentin.

Im neun Mitglieder zählenden Synodalrat sind zwei Sitze offen. Brigitte Glur, geistliches Mitglied, wechselte im Sommer 2020 in die Bistumsregionalleitung, Olivia Portmann trat Ende April dieses Jahres zurück. Für Portmanns Nachfolge hat die Fraktion Sursee jetzt eine Nachfolgerin nominiert: Karin Wandeler aus Schenkon. Die 54-Jährige ist Schulsozialarbeiterin und Lehrerin; seit diesem Jahr gehört sie dem kantonalen Seelsorgerat an.

Der Sitz eines der beiden Geistlichen Mitglieder des Synodalrats ist schon seit Sommer 2020 vakant. Für die Nachfolge von Brigitte Glur-Schüpfer schlägt die Konferenz der Pastoralraumleiterinnen und -leiter nun Nana Amstad-Paul vor. Die 64-jährige dipl. Theologin ist Leiterin der Seelsorge und des Care-Teams im Luzerner Kantonsspital. Sie lebt in Emmenbrücke.

Die Wahlen sind – neben dem Voranschlag 2022 – das Hauptgeschäft an der Synodesession vom 10. November. Die Amtszeit des aktuellen Synodepräsidenten Martin Barmettler (Willisau) läuft Ende Jahr aus; er soll abgelöst werden von Vizepräsident Benjamin Wigger (38, Marbach). Für das Vizepräsidium stellt sich Susan Schärli (39, Beromünster) zur Verfügung. Im Synodalrat, dessen Präsidium ebenfalls alle zwei Jahre gewählt wird, schlägt die Fraktion Entlebuch Vizepräsidentin Annegreth Bienz-Geisseler (56, Entlebuch) als Nachfolgerin von Renata Asal-Steger (Luzern) vor. Sandra Huber (44, Willisau) stellt sich als neue Vizepräsidentin zur Verfügung.

Voranschlag 2022 mit leichtem Plus

Die Laufende Rechnung im Voranschlag 2022 der Landeskirche, über den das Parlament ebenfalls abstimmt, weist bei einem Ertrag und Aufwand von je rund 10,2 Millionen Franken ein Plus von rund 28 000 Franken aus. Der Beitragssatz der Kirchgemeinden soll unverändert bei 0,022 Einheiten bleiben. Ein Rabatt ist nicht eingerechnet.

Die Pensionskasse der Landeskirche muss ihr Vermögen von rund 300 Millionen Franken vorwiegend nachhaltig anlegen. Dabei stösst sie an Grenzen. Anders bei ihren Liegenschaften: So fliessen derzeit 3,5 Millionen Franken in die energetische Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Sursee.

Die Liegenschaft mit je acht 3 1⁄2 – und 4 1⁄2-Zimmer-Wohnungen an der Sonnhaldestrasse 12 ist ein Siebziger-Jahre-Bau und wurde vor 27 Jahren oberflächlich saniert. Die Heizkosten seien sehr hoch, sagt Daniel Küpfer, Verwalter der Pensionskasse. Jetzt steht er mit Synodalrat Armin Suppiger, Mitglied der Liegenschaftskommission, Architektin Carine Amacker und Bauleiter Michael Emmenegger in einer der ausgeräumten Wohnungen und freut sich, wie die im August begonnenen Arbeiten vorankommen. Unter anderem wird die Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, es gibt neue Fenster, sparsame Geräte in den neuen Küchen und die Mieterinnen und Mieter werden den Strom, den die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach liefern wird, vergünstigt beziehen können.

Wohnungen auch nach Sanierung preiswert

Die Wohnungen werden auch nach Abschluss der Sanierung im Dezember vergleichsweise günstig sein. 3 1⁄2 Zimmer gibt’s ab 1250 Franken, 4 1⁄2 ab 1450 plus Nebenkosten. «Wir wollen die Bausubstanz soweit wie möglich erhalten, den Wohnkomfort erhöhen und die Energiekosten senken», erklärt Küpfer. Die Sonnhalde­strasse 12 in Sursee ist eine von sieben Liegenschaften der Pensionskasse, der damit 75 Wohnungen gehören. Zurzeit arbeitet sie an einem Fünfjahresplan, um alle ihre Bauten auf den neusten energetischen Stand zu bringen.

Der Markt gibt noch nicht genug her

Bei der Pensionskasse sind zurzeit rund 720 Personen versichert, 320 beziehen eine Rente. Das Vermögen beträgt rund 300 Millionen Franken. Bei dessen Anlage muss die Kasse «auch Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und der Ethik […] berücksichtigen», wie es in den Richtlinien heisst. Das ist einfach bei den eigenen Immobilien, die jedoch nur 6 Prozent des Vermögens ausmachen. Bei den Aktien, Obligationen und Geldmarktanlagen – rund zwei Drittel der Anlagen – wird’s hingegen schwierig. Grund: Der Markt gibt noch gar nicht genug her. Will heissen: Die Schweizer Pensionskassen verwalten insgesamt gut 1000 Milliarden Franken. «So viel zu 100 Prozent nachhaltig anzulegen, ist aktuell gar nicht möglich», sagt Daniel Küpfer.

Die Pensionskasse der Landeskirche investiert deshalb über Anlageprodukte, die ganz oder mehrheitlich den ESG-Standard einhalten. E steht für Environment (Umwelt), S für Social (Soziales) und G für Governance (Unternehmensführung). Kriterien dafür sind beispielsweise die Förderung erneuerbarer Energien, die Arbeitsbedingungen oder das Engagement gegen Bestechung. Waffenproduktion, Kernenergie oder Tabak: Kommt also alles nicht in Frage. Kompromisse sind gleichwohl unumgänglich, erklärt Küpfer. Als Beispiel nennt er den Elektroauto-Hersteller Tesla. «Ein Tesla fährt zwar CO2-neutral. Die Herstellung benötigt aber sehr viel Strom, der auch aus Atomkraftwerken kommt. Die Batterieherstellung ist problematisch, und für das neue Werk in Deutschland musste viel Wald abgeholzt werden.»

Ethos-Mitgliedschaft bürgt für Nachhaltigkeit

Die Pensionskasse handelt nicht direkt mit einzelnen Aktien. Über Fonds kann sie ihr Geld breiter abgestützt anlegen. Die Kasse ist auch Mitglied der Ethos-Stiftung, die seit 1997 nachhaltige Anlagen fördert und dazu Fonds anbietet. Daniel Küpfer ist zuversichtlich, dass dieser Markt wächst. «In den nächsten Jahren werden immer mehr Anbieter die ESG-Faktoren in den Mittelpunkt ihrer Anlagen stellen», glaubt er. «Das wird die Unternehmen zwingen, sich darauf auszurichten. Sonst erhalten sie kein Geld mehr auf dem Kapitalmarkt.»

Dominik Thali

Bestandesaufnahme vor Ort: Pensionskassen-Verwalter Daniel Küpfer (links) und Armin Suppiger von der Liegenschaftskommission (rechts) mit Architektin Carine Amacker und Bauleiter Michael Emmenegger. | © 2021 Roberto Conciatori

«Einatmen. Ausatmen. Sein»: Dieses Motto begleitete heuer die Ferien- und Besinnungswoche der Behindertenseelsorge, die vom 27. September bis 2. Oktober in Delsberg stattfand. Eine bereichernde Zeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 34 Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen und Begleitpersonen kamen mit.

Neben besinnlichen Impulsen war das gemütliche Beisammensein wichtig; es gab Spiele und Diskussionen, es wurde am Lagerfeuer gesungen, feines Essen gehörte dazu und ein Ausflug zum Kraftort «Vorbourg». Auch der Marktbesuch in der Altstadt von Delsberg durfte nicht fehlen.

Besonders gut tat es aber allen, einmal genügend Zeit zum Austauschen, Geschichten erzählen und einfach «Sein» zu haben. Es war eine gelungene Woche mit vielen bereichernden Begegnungen. Allen Mitwirkenden, besonders den freiwilligen Begleitpersonen, die dies ermöglicht haben, ein riesen Dankeschön hierfür!

Bruno Hübscher, Behindertenseelsorger

Wer trifft den Korb? Bei einem Ballspiel im Kreis. | © 2021 lukath.ch
Sitzen und Spielen im Kreis. Die Ferien- und Besinnungswoche in Delsberg ist ein fester Programmpunkt im Jahresprogramm der Behindertenseelsorge. | © 2021 Bruno Hübscher
Gäste und Begleitpersonen beim Zmorge. Gut zu essen und dafür Zeit zu haben, ist wichtig in der Delsberg-Woche. | © 2021 Bruno Hübscher

Ein Virus stellt gewohnte Abläufe auf den Kopf. Neue Formen der Zusammenarbeit sind gefragt. Sie lenken den Blick auch auf den Wert des Gewohnten. Dieses gelte es weiterzuentwickeln, sagt Renata Asal-Steger, Präsidentin der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) sowie des Luzerner Synodalrats.

Dieser Beitrag ist zuerst in der Schweizerischen Kirchenzeitung Nr. 18/2021 erschienen. Diese Ausgabe befasst sich mit dem Thema «Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kirche und Theologie». Wir veröffentlichen den Beitrag hier mit Genehmigung der Redaktion.

Im Frühjahr 2020 versetzte das Coronavirus die ganze Welt in den Ausnahmezustand. Gewohntes wurde durcheinandergewirbelt, so auch das kirchliche Leben. Die neue Wirklichkeit forderte die staatskirchenrechtlichen Verantwortlichen auf kirchgemeindlicher, landeskirchlicher und nationaler Ebene stark heraus. Dass das kirchliche Leben in dieser beunruhigenden Situation nicht stillstehen darf, war stets klar. Aber wie sollte es weitergehen?

Digitale Sitzungen

Prioritär galt, die behördlichen Massnahmen zeitnah umzusetzen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und die Risikogruppen zu schützen. Hier waren vor allem die Kirchgemeinden in enger Zusammenarbeit mit den Seelsorgenden vor Ort gefordert. Neben dieser organisatorischen Herausforderung mussten gewohnte Strukturen und Abläufe teilweise von Grund auf überdacht werden. Es galt zu entscheiden, was  keinen Aufschub erleiden darf. Gleichzeitig dominierte eine generelle Planungsunsicherheit. Behördliche Gremien wie Kirchenrat und Synodalrat, aber auch das Präsidium der RKZ und die RKZ-Plenarversammlung mussten neue Wege der Beratung und Entscheidung finden. Dies war dank den neuen digitalen Technologien schnell möglich. Zoom-Sitzungen boomten und die Digitalisierung erlebte einen Aufschwung.

Angebote anders weiterführen

Die massive Einschränkung der Bewegungsfreiheit während des Lockdowns hatte eine lange Durststrecke hinsichtlich seelsorgerischer und sozialer Kontakte zur Folge. Neue Formen des gemeinschaftlichen Lebens und des diakonischen Auftrags waren gefragt. Gefordert waren neben den Verantwortlichen auf Kirchgemeinde- und Pfarreiebene die Mitarbeitenden von landeskirchlichen Fachstellen. Bisherige Unterstützungs- und Beratungsangebote für Pfarreien und Kirchgemeinden konnten nicht wie gewohnt weitergeführt werden. Gleichzeitig war klar, wie wichtig gerade jetzt Präsenz und Unterstützung sind. Die besondere Situation verlangte von den Mitarbeitenden Improvisationstalent und Kreativität. Gerne verweise ich in diesem Zusammenhang exemplarisch auf die Webseite der Luzerner Landeskirche. Hier finden sich unter «Kirche und Corona» hilfreiche und inspirierende Impulse und Links. Drei Beispiele will ich erwähnen:

Die letzten Monate waren weltweit eine der grössten Herausforderungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Da war und ist noch immer viel Leidvolles und Bedrohliches. Gleichzeitig kann dieser Zeit auch Gutes und Stärkendes abgewonnen werden. Der Wert von alltäglicher Zusammenarbeit im Team und von Sitzungen vor Ort wurde auf neue Art bewusst. Zudem haben wir gelernt, was dank dem Einsatz von neuen Technologien und modernen Medien möglich ist, und dass Homeoffice auch Vorteile hat. Die Krise bot überdies die Chance, Gewohntes zu überdenken, zu bereinigen und neu aufzustellen. Innovation war gefragt. Zugleich wurde uns vor Augen geführt, wie verletzlich wir sind und wie wichtig es ist, kranken und sterbenden Menschen nahe zu sein. Daraus ergibt sich über die Pandemie hinaus eine Priorität für die Förderung seelsorgerischer Kompetenz, auch im Einsatz von Personal und Geld. Corona hat uns zudem gezeigt, dass es auch mit weniger geht. Mit Blick auf die immer drängendere Sorge um das Klima gilt es, auch daraus zu lernen und auch als Kirche einen bescheideneren Lebensstil zu entwickeln.

Renata Asal-Steger

Elf Frauen haben den Bildungsgang Katechese im Kanton Luzern abgeschlossen und am 17. September die Fachausweise erhalten. In der Kirche sind sie gesuchte Mitarbeitende weil sie «ein Beitrag zu einer lebendigen Kirche» seien, wie es an der Feier in Schongau hiess.

Medienmitteilung vom 20. September 2021

Die neuen Katechetinnen haben ihre Ausbildung nach dem auf gesamtschweizerischer Ebene modularisierten Bildungsgang abgeschlossen. Die katholische Kirche im Kanton Luzern beteiligt sich daran; dafür verantwortlich sind Gabrijela Odermatt und Ueli Rüttimann vom Fachbereich Pastoral der Landeskirche.

Die berufsbegleitende Ausbildung dauert in der Regel dreieinhalb Jahre. Sie befähigt die Absolventinnen und Absolventen, Religionsunterricht zu erteilen und in den Pfarreien ausserschulisch tätig zu sein, zum Beispiel in der Sakramentenvorbereitung, Liturgiegestaltung oder in der katechetischen Arbeit mit Erwachsenen.

Die Übergabe der Fachausweise fand am vergangenen Freitag (17. September 2021) in der Pfarrkirche Schongau statt. Die Absolventinnen stellten die Feier unter das Motto «Online – verbunden». Sie seien während der Ausbildung vielseitig verbunden gewesen, sagten sie, «miteinander vor Ort, über Zoom und über eine besondere Verbindung, die ohne Kosten immer verfügbar sei: Gott». Im Psalm 139 zur Lesung war von diesem Gott die Rede, der vertraut sei mit allen Wegen der Menschen, ja sogar deren Gedanken «von fern» durchschaue. «Das könnte einem Angst machen», meinte dazu Bischofsvikar Hanspeter Wasmer. Für ihn erzähle dieser Text jedoch davon, «wie Gott uns immer wieder in seinen Händen trägt, wie schwer auch etwas ist». Er ermunterte die Katechetinnen, davon zu reden, Menschen den Glauben näher zu bringen. «Das ist nun eure Aufgabe.» Sie werde immer wieder schwierig sein, das garantiere er, aber auch immer wieder schön. Wasmer dankte den Katechetinnen, sie seien «ein Beitrag zu einer lebendigen Kirche».

Synodalrätin Sandra Huber übergab den Frauen anschliessend die Fachausweise, gratulierte ihnen im Namen der Landeskirche und der Bistumsregionalleitung zum Abschluss und dankte ihnen für ihre Bereitschaft, Kinder und Jugendliche «ein Wegstück im christlichen Glauben» zu begleiten. Dies sei «eine wunderbare Aufgabe».

Den Fachausweis Katechetin erhalten haben:

Nach den Namen sind Wohnort/Arbeitsort angegeben (teilweise deckungsgleich)

  • Daniela Bättig (Altbüron / Pastoralraum Luzerner Hinterland)
  • Eva Blättler-Röthlisberger (Pfaffnau / Pastoralraum Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal)
  • Denise Heiniger (Menznau / Pastoralraum Willisau)
  • Daniela Koch-Lang (Schongau / Pastoralraum Hitzkirchertal)
  • Manuela Müller-Furrer (Schongau / Pastoralraum Hitzkirchertal)
  • Jasmin Rüdlinger (Ennetbürgen / Ennetbürgen)
  • Melanie Schuler (Egolzwil / künftiger Pastoralraum mittleres Wiggertal)
  • Sylvia Stampfli (Grenchen SO / Vinelz BE)
  • Doris Steiger-Büchler (Büron / Pastoralraum Michelsamt)
  • Julia Troxler (Schlierbach / Pastoralraum Region Sursee)
  • Astrid Zehnder-Büchel (Hitzkirch / Pastoralraum Hitzkirchertal)

Im Raum Sursee sollen künftig vermehrt Aktivitäten für Migrantinnen und Migranten stattfinden. Aus diesem Grund mietet die Migrantenseelsorge im neuen Pfarreiheim Sursee für ihre Missionen einen Begegnungsraum. Am Wochenende findet darin ein beschränkter Restaurationsbetrieb im Stile einer Pizzeria. Das neue Pfarreizentrum wurde am vergangenen Samstag (18. September 2021) eröffnet.

Die Aktivitäten der Sprachgemeinschaften der Migrantenseelsorge konzentrieren sich bis jetzt hauptsächlich in der Stadt Luzern und der angrenzenden Agglomeration. Aber auch im Raum Sursee befindet sich eine grosse Anzahl von Migrantinnen und Migranten, die von den Missionen betreut werden.

Seit vielen Jahren stellt die katholische Kirchgemeinde Sursee den Migrantinnen und Migranten Räume zur Verfügung. Diese Möglichkeit, sich regelmässig zu treffen, ist wichtig für die Integration. Man tauscht sich aus und hilft einander bei Behördengängen und dergleichen.

Die Migrantenseelsorge Luzern hat am 1. Juni 2021 als erste Mieterin für zehn Jahre die vereinbarten Räume im Obergeschoss des neuen Pfarreiheims der katholischen Kirche Sursee bezogen und führt damit eine langjährige Beziehung mit dieser weiter.

Damit verbunden ist eine grösser Investition. Auf eigene Rechnung wurde einer Küche eingebaut. Diese ermöglicht es, am Wochenende für die Migrantinnen und Migranten, vor allem für die italienischsprachige Bevölkerung von Sursee und Umgebung, einen beschränkten Restaurationsbetrieb im Stile einer Pizzeria zu betreiben.

Der Begegnungsraum steht hauptsächlich den Missionen für ihre kirchlichen Aktivitäten zur Verfügung. Wird der Begegnungsraum von den Missionen aber nicht beansprucht, steht er auch Dritten als Schulungs-, Seminar-, Konferenz- Sitzungs- oder Proberaum zur Verfügung.

Hans-Peter Bucher, Geschäftsleiter der Migrantenseelsorge

Kirchen und Kanton Luzern stellen dieses Jahr ihre Bettagsaktion unter das Motto «Mut». Solchen brauche es, um Herausforderungen wie der Corona-Pandemie zu begegnen, schreiben sie; sich gegenseitig Mut zu machen helfe, die Krise als Gemeinschaft zu bewältigen.

Am 19. September 2021 feiern wir, wie immer am dritten Sonntag in diesem Monat, den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag. Kirchen und Kanton Luzern stellen dieses Jahr ihre gemeinsame Aktion unter das Motto «Mut». MUT ist gefragt in dieser Zeit der Herausforde­rungen. Wie gehen wir mit diesen um? Was empfinden wir als Zu MUTung? Wo sind wir MUTlos, was verursacht ArMUT? Woraus schöpfen wir anderseits neuen LebensMUT? « Danke für Ihren MUT, Ihre Ausdauer und Ihre Zuversicht», heisst es dazu im Aufruf zum Bettag. Das Plakat lädt ein, weiter mit dem Wort MUT zu spielen.

Die drei Landeskirchen und die Regierung laden die Kirchgemeinden und Pfarreien ein, das Bettags-Motto «Mut» in die Gestaltung dieses Feiertags aufzunehmen. Sie haben den Bettagsaufruf gemeinsam verfasst. Auch dieses Jahr wird er von der Islamischen Gemeinde Luzern mitunterzeichnet.

Sechs Feiern, sechs Bäume

Die Landeskirchen wollten die öffentliche Feier zum Bettag, die sie vor einem Jahr in Willisau zu ihrem 50-Jahre-Jubiläum geplant hatten und wegen der Pandemie nicht durchführen konnten, eigentlich dieses Jahr nachholen. Die Corona-Schutzbestimmungen liessen es aber zum Zeitpunkt, als entschieden werden musste, immer noch nicht zu, ein Fest dieses Umfangs zu planen. Die Kirchen haben deshalb beschlossen, auf die Grossveranstaltung in Willisau ganz zu verzichten und stattdessen am 19. September zu sechs dezentralen kleineren Feiern einzuladen.

Die Idee: Reformator Martin Luther wird der Satz zugeschrieben: «Selbst wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.» Die Kirchen setzen deshalb in sechs Regionen des Kantons je einen Baum; für jedes der Jubiläums-Jahrzehnte und das kommende Jahrzehnt einen. Dies geschieht in ökumenischen Feiern, die vor Ort ohnehin stattfinden – und zwar in Luzern, Kriens, Wolhusen, Willisau, Sursee und Hochdorf. Eine Tafel neben den Bäumen wird an das Jubiläum erinnern.

Die sechs Pastoralräume/Pfarreien/Kirchgemeinden gestalten ihre Feiern wie gewohnt und in eigener Verantwortung. Sie stellen dabei aber das Motto «Mut» sowie das Pflanzen des Baums in den Mittelpunkt. Vertretungen der Landeskirchen werden an den Feiern teilnehmen und Grussworte ausrichten.

«Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben»: Dieser Satz aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser steht auf der Tafel, mit der die sechs Kirchenbäume beschriftet werden. | © 2021 Dominik Thali
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