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Die drei Frauen haben die Ausbildung zur Katechetin/zum Katecheten nach dem neuen, auf gesamtschweizerischer Ebene modularisierten Bildungsgang abgeschlossen. Die katholische Kirche im Kanton Luzern beteiligt sich daran; dafür verantwortlich sind Winfried Adam und Beatrix Späni-Holenweger vom Fachbereich Pastoral der Landeskirche.

Die berufsbegleitende Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Sie befähigt die Absolventinnen und Absolventen, Religionsunterricht zu erteilen und in den Pfarreien ausserschulisch tätig zu sein, zum Beispiel in der Sakramentenvorbereitung, Liturgiegestaltung oder in der katechetischen Arbeit mit Erwachsenen.

Der Auftrag von Jesus

«Sie unterstützen Menschen auf ihrem Weg, dass sie jenem Gott begegnen können, den Jesus angekündigt hat. Sie nehmen damit den Auftrag an, den er uns gegeben hat», sagte Margrith Mühlebach-Scheiwiller von der Bistumsregionalleitung an der Segensfeier zur Übergabe der Fachausweise am 4. September in der Maihof-Kapelle in Luzern. Synodalrätin Maria Graf-Huber zitierte den früheren Generaloberen der Missionsgesellschaft Bethlehem Josef Amstutz, der Missionare als Menschen bezeichnet habe, die «weitersagen, wo es Brot gibt». «Sie wissen, wo es Brot für die Seele gibt», wandte sich Maria Graf an die drei Katechetinnen. «Davon erzählen Sie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, damit sie es auf ihre Weise finden.» Maria Graf dankte den drei Katechetinnen für ihren Einsatz: « Kirchgemeinden und Pfarreien, Kinder und Eltern brauchen euch.»

Den Fachausweis Katechetin erhalten haben

  • Gaby Gabriel, Ennetbürgen
  • Monika Krummenacher-Schürmann, Wolhusen
  • Denise Portmann Lässer, Rothenburg

Weiterführende Informationen: www.formodula.ch/

Medienmitteilung vom 7. September 2015

 

 

Die Titel, die Max Hofer im Lauf seiner vielseitigen Tätigkeit getragen hat, sind klingend und vielfältig: Bischofsvikar, Domherr, Chorherr, Kustos. Der 1937 in Dagmersellen geborene Hofer erhielt 1965 die Priesterweihe und konnte Ende Juni das goldene Priesterjubiläum feiern. Nach einem Vikariat stieg Max Hofer bereits 1968 als Subregens des Priesterseminars in Luzern in den Dienst des Bistums Basel.

Unter vier Bischöfen tätig

1969 wechselte er, während der Amtszeit von Bischof Anton Hänggi, an den Bischofssitz nach Solothurn, wo er 15 Jahre lang als Bischofssekretär und von 1984 bis 1996 als Bischofsvikar und Leiter des Pastoralamts tätig war. Zudem war Hofer 15 Jahre lang Informationsbeauftragter des Bistums und hat während seiner Zeit in Solothurn unter vier Bischöfen gearbeitet. – Es ist kein Geheimnis, dass sein Name bei Nachfolgeregelungen für das Amt des Bischofs von Basel auch genannt wurde.

1983 wurde Max Hofer residierender Domherr des Standes Luzern in Solothurn und gehörte damit zum Kreis der Priester, welche gemäss dem Konkordat im Bistum Basel den Bischof wählen. Nach seinem Austritt aus dem bischöflichen Dienst 2004 wurde Hofer Ehrendomherr sowie Chorherr am Stift St. Leodegar in Luzern, wo er ab 2009 das Amt des Kustos, des Stellvertreters des Stiftsprobstes, einnahm.

Zurück in die Seelsorge

Nach seinem Austritt aus der Bistumsleitung kehrte Max Hofer zurück in die Seelsorge. Zuerst sieben Jahre als Regionaldekan im Kanton Luzern und von 2004 bis 2013 bis zu seinem 76. Altersjahr als Priester und Kaplan in Malters und Schwarzenberg.

Nebst den leitenden Tätigkeiten im Bistum war Max Hofer auch in der Aus- und Weiterbildung tätig. So unterrichtete er am Katechetischen Institut Luzern (heute Religionspädagogisches Institut) lange Jahre praktische Gestaltung der Liturgie und als Lehrbeauftragter für Sakramentenpastoral im Pastoralkurs/Berufseinführung an der theologischen Fakultät der Universität Luzern. Hofer war ebenfalls als Feldprediger und Dienstchef in der Schweizer Armee tätig.

Der Beerdigungsgottesdienst für Hofer findet am Montag, 7. September 2015, um 10.30 Uhr in der Stiftskirche St. Leodegar im Hof in Luzern statt. Bestattet wird der Geistliche anschliessend auf dem Priesterfriedhof im Hof.

kath.ch / Martin Spilker

Die katholische Kirche erlebe ich als vielstimmige Gemeinschaft. Das ist gut so; denn die eigenen Glaubensüberzeugungen fallen nicht vom Himmel. Wir wachsen an dem, was vorgegeben ist, und an dem, was wir gestalten. Darum fordert mich mein bischöflicher Wahlspruch heraus: „Begreift, was der Wille des Herrn ist!“ (Epheser 5,17).

In den letzten Tagen hat sich nun erneut ein Streit entfacht über die Frage wie die kirchliche Gemeinschaft mit Homosexualität umgehen soll. Ich danke Bischof Markus Büchel, Bischof Charles Morerod, Abt Urban Federer und weiteren Exponenten der Kirche, die zu den Äusserungen von Bischof Vitus Huonder Stellung genommen haben.

«Zur Zeit bin ich gerade auf Pilgerfahrt im Heiligen Land und merke einmal mehr, welch aufbauende, aber auch welch explosive und zerstörerische Kraft einzelne Bibelzitate haben können, wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden. Muss das sein? Weder die Bibel, noch die Lehre der Kirche, sind in ihrer Wahrheit als „nassen Waschlappen“ zu verstehen, den wir einander „um die Ohren schlagen“, um ein Bild von Max Frisch zu verwenden.

Als Bischof fühle ich mich für alle Menschen verantwortlich – unabhängig von Herkunft, Bildung oder sexueller Orientierung. Dazu gehört für mich, dass ich – wie alle anderen auch – homosexuelle Menschen vorbehaltlos annehme. Sie dürfen nicht herabgesetzt werden.

Unser Leben in Raum und Zeit beinhaltet die Freiheit für Entwicklungen. Dies scheint mir auch ein grosses Anliegen von Papst Franziskus zu sein: Die von ihm einberufene Familiensynode wird in einem weltweiten Prozess vorbereitet. Mit freiem Wort stellen sich die Bischöfe den aktuellen Fragen rund um Partnerschaft, Ehe und Familie – darunter auch Homosexualität.

In einem weltweit angespannten politischen Klima stelle ich an mich den Anspruch und erwarte auch von meinen bischöflichen Mitbrüdern, dass unsere Kommunikation der Verständigung und Integration dient, so wie ich das auch von meinen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlange.»

Felix Gmür, Bischof von Basel

Weiterführende Informationen: www.bistum-basel.ch/de/Bistum/News/Homosexualitat-Bischof-Felix-fordert-verantwortungsvollere-und-entwicklungsorientierte-Kommunikation.html