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Sprache bildet Wirklichkeit ab, sichtbare und auch verborgene Wirklichkeiten. Wenn ich etwa von Wählerinnen und Wählern spreche, werden Frauen und Männer sichtbar. Spreche ich hingegen nur von Wählern, bleibt der weibliche Anteil der Wählerschaft unsichtbar, nur angeblich mitgemeint.

Sprache kann auch Wirklichkeit vorwegnehmen und Entwicklungen beeinflussen. Was sprachlich möglich, denkbar, begrifflich fassbar ist, kann den Boden dafür bereiten, mit neuen Wirklichkeiten vertraut zu werden, sie zu begreifen und anzuerkennen – von der Bundesrätin bis zur US-Vizepräsidentin.

Wenn ich davon ausgehe, dass Christus unter uns auch Frauen zu Diakoninnen, Priesterinnen, Vikarinnen und Bischöfinnen beruft, sei es schon jetzt als verborgene Wirklichkeit oder als künftige, mit der es gilt vertraut zu werden, dann will ich mir sprachlich keine Grenzen setzen lassen. Um Kommendem den Weg zu bereiten, es zu begreifen, denkbarer zu machen, verwende ich klar Begriffe wie «Priesterin» und «Bischöfin». Warum übrigens nicht auch für Priester und Priesterinnen beten und für die Gemeinschaft der Bischöfe und Bischöfinnen?

Andreas Wissmiller MA, Lic. theol., Leiter der Katholischen Pfarrei Willisau

Mit einem Bein lebe ich in der Kirche, mit dem anderen in jener Gesellschaft, in welche ich hineingeboren wurde. Beide Welten brauchen eine Gestalt und eine Struktur, um ihrer Bestimmung nachzukommen. Trotz jahrzehntelanger Auseinandersetzung innerhalb der Kirche mit dem Thema Gleichberechtigung fehlen Reformen. Der Spagat, den getaufte Christinnen und Christen zwischen der katholischen Kirche und ihrem heutigen Menschsein in der Gesellschaft machen müssen, wird grösser.

Zwei Beine lassen sich nicht endlos auseinanderziehen. Die Situation ist kritisch. Doch zerrreissen tue ich nicht. Denn vielleicht ist bereits eine Wandlung im Gange. Vielleicht dreht sich die Zukunft der Kirche nicht um Fragen der klerikalen Leitungsstruktur. Vielleicht wird es in Pfarreien Seelsorgerinnen und Seelsorger geben, die durch ihr Taufgeweihtsein im vollen Dienst der Kirche stehen können.

Das wäre für mich dann Gleichberechtigung: Die Überwindung einer Kleruskirche und das Ernst-nehmen der vielfältigen Dienste, die es in dieser Kirche gibt. Dieser Übergang beinhaltet die Aufhebung des Pflichtzölibats und die Aufhebung der Exklusion von Frauen von den Weiheämter.

Die Zeit ist überfällig. Es gibt sehr viele fähige Frauen und Männer, die gleichberechtigt in der Kirche ihre Berufung leben und den Auftrag des Evangeliums wahrnehmen wollen. Jetzt.

Olivia Portmann
Synodalrätin

2020 – und damit auch das Jubiläum «50 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern» – neigt sich langsam dem Ende zu. Es wird noch weiterhallen, denn viele Projekte und Ideen konnten in diesem in vielerlei Hinsicht speziellen Jahr nicht verwirklicht werden.

Erfahren Sie in diesem Newsletter etwas mehr zum Hintergrund und den Errungenschaften dieses halben Jahrhunderts Landeskirchen im Kanton Luzern.

Gerne machen wir auf ein weiteres Jubiläum aufmerksam: 1970 war auch das Jahr der Einführung des Frauenstimmrechts im Kanton Luzern. Bis Anfang Februar laufen in diesem Rahmen verschiedene Programmpunkte – so auch auf unserer Webseite mit einem Blog-Projekt.

Und wenn Sie noch hören wollen, was die Schweizer Ohren vor 50 Jahren erfreute, klicken Sie hier.

Bestatter: «Haben sie denn ein Testament?»
Angehöriger: «Ja, sogar zwei! Das Alte und das Neue.»

Seit der Einführung des Frauenstimmrechts in Luzern sind 50 Jahre vergangen und zu diesem Jubiläum beteiligt sich die röm.-kath. Landeskirche mit einer Online-Kampagne als Partnerprojekt bei der Aktion 50 Jahre Frauenstimmrecht Luzern. Deren Motto «Gleichberechtigung – gestern, heute, morgen» ist passender Anknüpfungspunkt zum letztjährigen Frauen*KirchenStreik mit der Parole «Gleichberechtigung.Punkt.Amen.»: Am 14. Juni 2019 gingen die Frauen in der Schweiz zum nationalen Frauenstreik auf die Strassen. Auch die Kirchenfrauen waren dabei. Gleichberechtigung und Gleichstellung sind auch in der Katholischen Kirche ein brennendes Thema.

Unser nun angelaufenes Blog-Projekt will mit Beiträgen von Personen aus Kirche, Politik und Gesellschaft; von Mitarbeiter*innen, Senior*innen, Journalist*innen, Unternehmer*innen verschiedene Meinungen sichtbar machen.

Hier geht’s zur Blogübersicht

Sehr geehrte Damen und Herren

Die Einführung des Frauenstimmrechts im Kanton Luzern im Jahre 1970 war ein grosser und wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung von Mann und Frau. Auf diesem Weg sind wir aber noch lange nicht am Ziel. In vielen Bereichen sind die Frauen den Männern heute noch immer nicht gleichgestellt. Daher braucht es nach wie vor grosse Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Gleichstellungsfragen.

Der Kanton Luzern – insbesondere die Dienststelle Soziales und Gesellschaft des Gesundheits- und Sozialdepartements – setzt sich für die Förderung der rechtlichen und tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann im Kanton Luzern ein. Verschiedene

Massnahmen und Projekte unterstützen so z.B. die Lohngleichheit oder die Familienfreundlichkeit in Unternehmen. In der Strategie 2020-2023 liegt der Fokus auf einer frühen Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, Stereotype aufzubrechen und Rollenbilder abzubauen.

Zum Jubiläum «50 Jahre Frauenstimmrecht im Kanton Luzern» gratuliere ich allen Luzernerinnen sehr herzlich. Zudem danke ich allen Luzerner Frauen sehr herzlich für Ihr Engagement für unsere Gesellschaft. Was Sie leisten – so z.B. in der Politik, in der Wirtschaft, im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Kultur, in der Kirche, im Vereinswesen, in der Familie – ist von unschätzbarem Wert und verdient meine grosse Anerkennung.

Regierungsrat Guido Graf
Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern

Ich wuchs in einem familiären Umfeld auf, in dem mir Gleichberechtigung vorgelebt wurde. Es war für mich selbstverständlich, einen Beruf zu erlernen, den ich mir wünsche und diesen auch auszuüben, ohne mir jemals die Frage zu stellen, ob ich dies als Frau überhaupt kann. Mir standen immer alle Türen offen.

Wie schade, dass die Türen für Frauen in gewissen Bereichen der kirchlichen Strukturen verschlossen sind. Dadurch bleiben wichtige Fähigkeiten und wertvolles Wissen ungenutzt. Männer und Frauen können so viel voneinander profitieren, wenn sie den Mut dazu haben. Den Mut, Muster und Strukturen aufzubrechen, Türen zu öffnen – und sich gemeinsam auf neue Wege zu begeben. Bleiben wir nicht stehen, gehen wir weiter… zuversichtlich, mutig und dankbar, für das, was wir bereits erreicht haben.

Ich freue mich und bin gespannt auf die bunten und vielfältigen Blogbeiträge und kurzen Statements in den kommenden Wochen. Die Online-Kampagne zu «50 Jahre Frauenstimmrecht Luzern» ist eröffnet.

Sandra Huber
Synodalrätin röm.-kath. Landeskirche des Kantons Luzern
Ressort Kirchliche Jugendarbeit und Kommunikation

Das Fest für die Ministrant*innen der Deutschschweiz am 12. September 2021 wurde abgesagt. Zu hoch das finanzielle Risiko wegen der ev. Corona-Massnahmen, der Tag sei für das OK so nicht machbar.

Den Termin solle man sich aber trotzdem in der Agenda behalten. Das OK und die DAMP stecken mitten in den Gedanken für eine Alternative für einen «bärenstarken» Tag.

Offizieller Brief DAMP

Die Sozial- und Schuldenberatung der Caritas Luzern hat eine neue Adresse. Sie befindet sich jetzt an der Kellerstrasse 36 in Luzern. Die Stelle unterstützt Menschen in schwierigen Situationen, die wenig Geld haben, in Armut leben oder Schulden haben. Sozialarbeitende erarbeiten mit den Klientinnen und Klienten Lösungswege zur Verbesserung der Lebenssituation.

Öffnungszeiten
Mo. – Fr. 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Kontakt
Caritas Luzern – Sozial- und Schuldenberatung
041 368 52 73
sozialberatung@caritas-luzern.ch

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