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Auf einer Wallfahrt scheint die Sonne, auch wenns regnet

Vier Velowallfahrter am Fuss der Ibergeregg – fast 800 Höhenmeter haben sie hier noch vor sich. | © Dominik Thali
Vier Velowallfahrter am Fuss der Ibergeregg – fast 800 Höhenmeter haben sie hier noch vor sich. | © Dominik Thali

«Är» war das wichtigste Thema vor und an der Luzerner Landeswallfahrt 2019. «Är», der am Samstag Schnee schon auf Mittag angesagt hatte, sodass man bangen musste, über die Ibergeregg pedalen oder den St. Jost wandern zu können. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Viel besser. Und aber umso winterlicher am Sonntag.

Vielleicht wars, weil die gut 140 Fusspilger am Samstag frühmorgens schon aus voller Kehle ein «Laudato si» sangen; vielleicht, weil Ruedi Bürgler, Sakristan der St. Wendelinskapelle im Ingebohler Weiler Unterschönenbuch, den fast 30 Velowallfahrern den Alpsegen mit auf auf die Bergfahrt gab: «Är» setzte jedenfalls nicht um, was er am Donnerstag und Freitag noch angekündigt hatte – Schnee nämlich bis in tiefe Lagen, und das schon am Mittag. So bekamen die Velofahrerinnen und -fahrer nur zweimal einen «Gutsch» von oben ab, konnten aber trockenen Helms und kurzärmlig die Ibergeregg – 1400 Meter über Meer – hochpedalen. Die ganze Gruppe fuhr schon um 16 Uhr vor dem Kloster ein; nach fünf Impulshalten unterwegs verabschiedete man sich hier nach dem Schluss-Segen.

Musikalisches aus dem Synodalkreis Hochdorf

Die ersten Fusspilgerinnen und -pilger trafen wenig später ein; sie schafften es ebenfalls vor dem wirklich grossen Regen. Dieser kam für die Nachfolgenden erst, als das Ziel in Sicht war, beim Aufstieg zum Katzenstrick. «Die Stimmung blieb bis zum Schluss gut, obwohl die letzten bei Schneegestöber im Klosterdorf ankamen», stellte Synodalverwalter Edi Wigger zufrieden fest.

Die Fusswallfahrt ist rund 45 Kilometer lang, die Veloroute misst 75 Kilometer. Der Synodalkreis Hochdorf und dessen Pfarreien, der dieses Jahr die Feiern vom Sonntag mitgestaltete, stärkte die Wanderer in Küssnacht bei einem Kaffeehalt und offerierte bei der Mittagspause am Lauerzersee den Apéro. Die Velogruppe ihrerseits empfing die Wandererinnen und Wanderer kurz vor dem Ziel mit Most und Brot zur Stärkung. Der kantonale Seelsorgerat schliesslich unter der Leitung von Präsidentin Franzisca Ebener gestaltete die Impulshalte der Fusspilger unterwegs.

Treffpunkt am Abend war wie gewohnt das «Drei Könige», wo man nach der Komplet, dem Nachtgebet der Mönche im Kloster, bis zu später Stunde beisammen sass.

Mehr als nur eine Handbreit Schnee fiel dann in der Nacht auf den Sonntag, den offiziellen Wallfahrtstag. Dem Hochamt in der Klosterkirche stand Abt Urban Federer vor; für den musikalischen Schmiss sorgte der No-Name-Chor aus Ballwil unter der Leitung von Margrith Leisibach Hausheer. Nach dem Apéro, untermalt von der Kaffeehausmusik des Orchesters Hochdorf, empfing Abt Urban die Luzerner Delegation zum Mittagessen – seitens der Kirche den Synodalrat, seitens der Regierung deren Präsident Robert Küng und Kantonsratspräsidentin Hildegard Meier-Schöpfer.

Durch die Pilgerandacht um 14 Uhr führte Generalvikar und Pilgerleiter Markus Thürig; musikalisch füllte hier die Jodlerfamilie Wismer aus Rickenbach den Kirchenraum mit urchigen Klängen.

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