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Arbeitsgruppe legt Diskussionspapier vor: Schritte zu einer geschwisterlichen Kirche

© 2021 Katholische Kirche im Kanton Luzern
© 2021 Katholische Kirche im Kanton Luzern

Eine geschwisterliche Kirche von Frauen und Männern sei «für die Glaubwürdigkeit der Kirche von existentieller Bedeutung». Eine Arbeitsgruppe des Synodalrats macht dazu zehn Vorschläge. Sie lädt dazu ein, «den Aufbruch zu wagen, von der Basis bis zum Bischof».

Medienmitteilung vom 14. April 2021

«Zehn Schritte zu einer geschwisterlichen Kirche» heisst das Papier, das die achtköpfige Gruppe zur Diskussion stellt. Die Gruppe wurde damit beauftragt, nachdem Bischof Felix Gmür im Sommer 2016 im Gottesdienst mit der Pilgergruppe «Für eine Kirche mit* den Frauen» darum gebeten hatte, ihm Vorschläge für eine geschwisterliche Kirche zu machen.

«Den Aufbruch wagen»

Die Schritte – diese und die Erläuterungen dazu sind hier aufgeführt – sollen «einen Prozess auf den Weg bringen», heisst es im Begleitbrief zu dem jetzt verschickten Papier. Die Gruppe versteht dieses als «Wegbeschreibung» für die Diskussion vor Ort und lädt die Empfängerinnen und Empfänger ein, «den Aufbruch zu wagen, von der Basis bis zum Bischof». Die Schritte müssten mit Leben gefüllt werden, «in den Pfarreien und Kirchgemeinden, in den Gottesdiensten, in den Kirchenleitungen».

Für die Arbeitsgruppe skizzieren die «Zehn Schritte» den «Weg zurück zu einer glaubwürdigeren Kirche», sagt Iva Boutellier, Mitglied der Synode. Herbert Gut, Pfarreileiter in Luzern, sieht darin ein «Zukunftsbild mit Strategiecharakter, das einen gemeinsamen Aufbruch aller kirchlichen Ebenen» beschreibe. Darin seien die umfassende Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Männern und Frauen, Macht und Machtteilung wichtige Fragen, ergänzt Synodalratspräsidentin Renata Asal Steger.

Die Kirche müsse «auf dem Weg bleiben», fasst Boutellier zusammen. «Man soll nicht einfach sagen: Man kann nichts machen.» Dies anerkannte auch Bischof Felix Gmür, als ihm die «Zehn Schritte» Ende Januar als erstem vorgestellt wurden: «Die Kirche befindet sich in einer Umbruchsituation.»

Das Anliegen namentlich unterstützen

Die «Zehn Schritte» sind auf einem Faltblatt zusammengefasst, das an viele Interessengruppen verschickt wird. Auf der Webseite www.geschwisterliche-kirche.ch finden sich Erläuterungen dazu. Interessierte können sich dort zudem mit ihrem Namen eintragen und damit bezeugen, dass sie das Anliegen mittragen.

Dominik Thali

Bischof Felix Gmür hat am Freitag, 17. April 2021, gegenüber dem Pfarrblatt Bern Stellung genommen zu den «Zehn Schritten». Hier geht’s zum Beitrag

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Der synodalrätlichen «Arbeitsgruppe für eine geschwisterliche Kirche» gehören an:

  • Renata Asal-Steger, Synodalratspräsidentin
  • Walter Bühlmann, Alt-Regens
  • Iva Boutellier, Synodale, Co-Präsidium
  • Herbert Gut, Pfarreileiter St. Johannes Luzern
  • Regina Käppeli, Kirchenrätin und Synodale
  • Peter G. Kirchschläger, Professor für Theologische Ethik, Theologische Fakultät, Universität Luzern, Co-Präsidium
  • Sr. Beatrice Kohler, geistliche Begleiterin
  • Roger Seuret, Pfarreileiter, Altishofen

Die «Zehn Schritte» unterzeichnen

Sie können den Weg zu einer  geschwisterlichen und damit glaubwürdigeren Kirche mittragen, indem sie die «Zehn Schritte» mit Ihrem Namen unterzeichnen. Ihr öffentliches Zeugnis gibt dem Anliegen zusätzliches Gewicht. Hier können Sie sich eintragenDie Liste der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner finden Sie am Schluss dieser Seite.

Das «Kirchenschiff» greift in nächster Zeit in jeder Ausgabe einen der Schritte auf und erläutert diesen.