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Ein Aktionsplan zu «Kirche – weitsichtig handeln»

Das Wasserkraftwerk am Mühleplatz Luzern und die Fotovoltaikanlage
auf der Dachterasse des EWL-Betriebsgebäudes. Die Landeskirche
stellt 2017 auf Wasserstrom (2/3) und Solarstrom (1/3) um. | © 2016 EWL
Das Wasserkraftwerk am Mühleplatz Luzern und die Fotovoltaikanlage auf der Dachterasse des EWL-Betriebsgebäudes. Die Landeskirche stellt 2017 auf Wasserstrom (2/3) und Solarstrom (1/3) um. | © 2016 EWL

Seit Anfang dieses Jahres ist Nachhaltigkeit der thematische Schwerpunkt der katholischen Kirche im Kanton Luzern. Nach acht Monaten Arbeit ist es Zeit für eine Zwischenbilanz. Sie zeigt: Die Kirche ist auf Kurs. Ende Oktober soll die Synode weitere Mittel bewilligen.

Am Dreikönigstag, am 6. Januar 2016, führte die Landeskirche mit dem Theologen und Umweltberater Andreas Frei eine Standortbestimmung durch. «Das war ein wichtiger Startpunkt. Wir haben gesehen, was wir bereits getan haben in punkto Nachhaltigkeit. Uns wurde aber auch gut aufgezeigt, wo Verbesserungspotential liegt», sagt Synodalverwalter Edi Wigger. Er hatte die Standortbestimmung in Auftrag gegeben und ist in der Arbeitsgruppe, welche die Aktionen des Zwei-Jahresschwerpunktes «Kirche – weitsichtig handeln» koordiniert.

Breit abgestützte Aktionen
Mitglieder dieser AG sind auch Bischofsvikar Ruedi Heim, Synodalratspräsidentin Renata Asal-Steger und Gregor Gander als Leiter Fachbereiche. «Wichtig war uns von Anfang an, unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einzubeziehen und dafür zu gewinnen, nachhaltig zu handeln», betont Gander. Dazu fand Anfang März eine interne Weiterbildung statt. Hier wurden Ideen gesammelt, wie die Landeskirche in ihrem eigenen Wirkungsbereich nachhaltig handeln kann. Die Verbesserungsvorschläge wurden danach in einem Aktionsplan verdichtet.

Bereits mitten in der Umsetzung
«Bei einigen Aktionen geht es vor allem um die Haltung; sie erfordern kein grosses Budget. Solche konnten wir bereits umsetzen», blickt Ruedi Heim auf die vergangenen neun Monate zurück. Dazu gehören etwa die Montage der AcquaClips, der Umstieg von Mineralwasser auf Hahnenwasser (siehe Kasten) oder die Bestellung von Recyclingpapier mit dem Label «Blauer Engel». «Dieses Papier ist sogar günstiger als das bisherige», weiss Edi Wigger.

Für Massnahmen, die höhere Kosten mit sich bringen, muss der Entscheid der Synode zum Budget 2017 abgewartet werden. Der Synodalrat möchte künftig auf Luzerner Wasser- und Solarstrom setzen und Standortbestimmungen für die Kirchgemeinden subventionieren, indem die Landeskirche die Hälfte der Kosten einer Standardberatung übernimmt. Für die geplanten Massnahmen sind im Voranschlag Beträge von ingesamt rund 33 000 Franken enthalten. «Dieses Jahr 2016 stehen die ökologischen Massnahmen im Mittelpunkt, im kommenden Jahr ist es die soziale Nachhaltigkeit», sagt Renata Asal-Steger. Zu beiden Schwerpunkten sammelt Projektleiter Matthias Bättig gute Ideen und Anregungen aus den Pfarreien und Kirchgemeinden.

Wir freuen uns auf Ihre Inputs an matthias.baettig@lukath.ch

Hahnenburger statt Mineral

In den Räumen der Landeskirche am Abendweg 1 in Luzern gibts seit einigen Monaten nicht mehr Mineralwasser, sondern «Hahnenburger» aus Karaffen des Projekts «Wasser für Wasser» (WfW).

Wasser ist das in der Schweiz das wohl bestkontrollierte Lebensmittel. Wieso Mineralwasser von weit her transportieren, wenn es aus dem Hahnen viel ökologischer und zudem mindestens 300-mal günstiger bezogen werden kann? – Dafür wirbt WfW zusammen mit Gastrobetrieben. Eine Karaffe Wasser kostet dort rund vier Franken. Der Betrag fliesst via WfW in Wasserprojekte in Lusaka, der Hauptstadt von Sambia. Diese ermöglichen der Bevölkerung den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Bei WfW gibt es auch die Möglichkeit von Büropartnerschaften. Die Landeskirche ist seit Juli dabei.

www.wasserfuerwasser.ch